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- 28. Januar 2016, 08:00h 2 Min.
Vier "schwule" Männer sollen im Königreich von der gefürchteten Religionspolizei festgenommen worden sein.
In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind laut lokalen Presseberichten am Wochenende vier Männer wegen Homosexualität verhaftet worden. Demnach hat die Religionspolizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung eine Razzia in der Wohnung der Männer durchgeführt und die Beschuldigten verhaftet.
Nach Angaben der Nachrichtenseite "Sabq" haben die Männer zugegeben, dass sie als "verheiratete Paare" zusammengelebt und wenige Tage zuvor "geheiratet" hätten. Die Religionspolizei habe Handys sichergestellt, auf denen sie Bilder und Videoclips der Feiern fand, auf denen als Gäste auch Männer in Frauenkleidern und mit Make-up zu sehen seien.
In der Wohnung seien außerdem "falsche Brüste" gefunden worden, ebenso wie in dem Land verbotener Alkohol.
In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, die allgemein zumeist durch öffentliche Enthauptung ausgeführt wird.
Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur Menschen, die sich auch des Kindesmissbrauchs, des sexuellen Missbrauchs oder eines Mordes schuldig gemacht hätten, zur Todesstrafe verurteilt werden würden. 2010 berichtete der "Guardian", seit 2002 habe es keine Hinrichtung wegen Homosexualität mehr gegeben. 2013 wurde der Fall eines Mannes aus dem Jemen publik, der hingerichtet wurde, nachdem er einen Mann vergewaltigt, ermordet und ausgeraubt haben soll. In den letzten Jahren machten vor allem diverse Razzien und Haftstrafen für schwule Männer Schlagzeilen.
Die islamische Religionspolizei, die sogenannte "Behörde für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", ist besonders gefürchtet. Die Einheit überwacht mit 3.500 Beamten das öffentliche Leben in Saudi-Arabien und überprüft unter anderem, ob sich Frauen in der Öffentlichkeit genug verschleiern. Die Moralbeamten haben auch das Recht, in Wohnungen einzudringen, da die Privatsphäre nicht als Grundrecht in Saudi-Arabien gilt. (dk)















Da bin ich doch froh, dass es in anderen Religionen wie im Christentum, im Buddhismus oder auch im Judentum LGBT-freundliche Kirchen und Organisationen gibt, wo homosexuelle Paare in den christlichen Kirchen, in den jüdischen Synagogen und in den buddhistischen Tempeln als Paar religiös heiraten können.
Aktuell hat nunmehr beispielsweise die EKD-Landeskirche im Rheinland im Januar diesen Jahres kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare nach derem Gang zum Standesamt ermöglicht.
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www.ekir.de/www/index.php
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Zum Thema: Islam lese ich im Jahre 2016 und auch in den letzten Jahren immer nur schockierende und schlimme Nachrichten, da diese Religion bisher leider kein Aufklärung durchlaufen hat, wie es beim Christentum und beim Judentum im 19./20. Jahrhundert der Fall gewesen ist.
Stattdessen erleben wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wie sich der Islam inbesondere im Nahen Osten/Nordafrika immer weiter politisiert und radikalisiert.