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Kommentare zu:
Saudi-Arabien: "Verheiratete Schwule" verhaftet


#1 Johannes45Anonym
  • 28.01.2016, 10:48h
  • Schockierend kann ich dazu wieder nur sagen und alles im Namen des Islams.

    Da bin ich doch froh, dass es in anderen Religionen wie im Christentum, im Buddhismus oder auch im Judentum LGBT-freundliche Kirchen und Organisationen gibt, wo homosexuelle Paare in den christlichen Kirchen, in den jüdischen Synagogen und in den buddhistischen Tempeln als Paar religiös heiraten können.

    Aktuell hat nunmehr beispielsweise die EKD-Landeskirche im Rheinland im Januar diesen Jahres kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare nach derem Gang zum Standesamt ermöglicht.

    *
    www.ekir.de/www/index.php

    ----
    Zum Thema: Islam lese ich im Jahre 2016 und auch in den letzten Jahren immer nur schockierende und schlimme Nachrichten, da diese Religion bisher leider kein Aufklärung durchlaufen hat, wie es beim Christentum und beim Judentum im 19./20. Jahrhundert der Fall gewesen ist.

    Stattdessen erleben wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wie sich der Islam inbesondere im Nahen Osten/Nordafrika immer weiter politisiert und radikalisiert.
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#2 wiking77
  • 28.01.2016, 10:49h
  • es ist verwunderlich, das in einem islamischen Land die Religions(!)polizei sich um sowas kümmert. Nachdem selbst hier etliche immer wieder eine Lanze für die islamische Religion brechen und wenn sie nicht weiter wissen, in Schnappatmung geraten und verweisen: "...aber das Christentum...." Fakt ist doch wohl vielmehr, dass der Islam in der heutigen Zeit (früher mag er sogar toleranter als das Christentum gewesen sein, das war einmal) ein riesiges theologisches Problem hat mit: Homosexualität, Frauenrechte, Religions- und Gewissensfreiheit, Meinungsäußerungsfreiheit usw.). Und vor allem hat der Islam, das wird anhand des Beispiel Saudi-Arabiens offensichtlich, auch in der Religionspraxis ein Problem: die radikalste und fundamentalistischste Islamauslegen ist Staatsdoktrin, in vielen islamisch geprägten Ländern ist das genauso der Fall in einer mehr oder minder abgeschwächten Form. Und diese extremistische Religionspraxis ist Mainstream! Die Liberalen sind nicht nur in der Minderheit, sie gelten auch den eigenen Glaubensbrüdern als abtrünnig. Und das ist auch das Problem. Ein Problem, das sich Europa möglicherweise zur Zeit importiert!
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#3 Johannes45Anonym
  • 28.01.2016, 11:26h
  • Das es übrigens auch ganz anders sein kann, beweist derzeit auch das katholisch geprägte Mexiko:

    Im Januar 2016 ermöglichte der Surpema Corte de Justicia de la Nación die Eheöffnung im Bundesstaat Jalisco.

    *
    www.advocate.com/marriage-equality/2016/1/27/mexican-supreme
    -court-oks-marriage-equality-jalisco

    Advocate: Mexican Supreme Court OK's Marriage Equality in Jalisco

    Mittlerweile haben 6 Bundesstaaten in Mexiko die Ehe geöffnet:
    * Jalisco
    * Qunitana Roo
    * Chihuahua
    * Guerrero
    * Nayarit
    * der Bezirk der Hauptstadt: Mexiko-Stadt

    Ein Artikel zu Mexiko wäre "angebracht"....
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#5 Maus MopsAnonym
#6 state of the artAnonym
  • 28.01.2016, 14:59h
  • eben hat die groko-mehrheit den linken und den grünen antrag zum saudischem blogger, der noch 950 peitschenhiebe erhalten soll, abgeschmettert.

    gabriels und merkels signal nach mekka und riad.

    (phoenix, bundestag live)
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#7 panzernashorn
  • 28.01.2016, 15:09h
  • Antwort auf #5 von Maus Mops
  • Im einfachsten Fall könnte man diese Kommentare ja als witzig und belustigend empfinden, aber leider sind sie letztendlich nur noch nervend und vom mental-intellekten Hintergrund her erschreckend traurig.

    Es ist ernüchternd und schlimm, sehen zu müssen, auf welch infantil niedriger Entwicklungsstufe manche Zeitgenossen stehen geblieben sind oder sich sogar noch weiter zurück entwickeln.

    Das ist schon kein "Brett mehr vorm Hirn" sondern eher ein riesiges Gebirgsmassiv zur Verhinderung jeglicher normaler Denkfunktion.
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#9 wiking77
#10 userer
#11 stromboliProfil
#13 Marius
  • 28.01.2016, 17:58h
  • Jaja... der Islam gehoert zu Deutschland.

    Und zu Saudi-Arabien als Verbuendeter und Handelspartner: Geld stinkt nicht.
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#14 PAOLOAnonym
  • 28.01.2016, 18:43h
  • Hallo leute ,gruss aus der zukunft ,es ist 2025, nun ja bei uns ist der montheismus mittlerweile als geistige mentale krankheit definiert per WHO.Monotheistische tempel sind gänzlich abgerissen worden und monotheistische organisationen verboten.Nun ja es gibt hier und da noch einzelne zellen von mentalen terrorgruppen, die hier und da anschläge verüben aber im grossen ist die situation jetzt unter kontrolle.Die bevölkerung oder gesellschaft lebt jetzt wieder in einer demokratischen spirituellen ordnung wo glaube und religion voll in den privatbereich übergegangen sind und jeder kann so leben wie er will.Eine zentralistische globale regierung sorgt für stabilität und wohlstand. Wissenschaft und expansion über die grenzen der erde hinaus sind im primären fokus der gesellschaftsentwicklung tja und wir befinden uns in einem frühling einer neuen zeit epoche..also nicht den glauben verlieren ;)
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#15 paren1957Ehemaliges Profil
  • 28.01.2016, 20:56h
  • Antwort auf #1 von Johannes45
  • Es sind Leute wie Sie, die es einem schwer machen, uneingeschränkt zu seinem Deutschsein zu stehen. Früher schämte man sich für die Generation der Väter, heute für die eigene und die der Söhne.

    In der Zeit vor 68 wurde einem empfohlen, dann geh doch in die DDR. Übrigens sehr passend für eine Familie, die von dort aus politischen Gründen "rübergemacht" war.

    Dass die Flüchtlinge von damals ungefähr so willkommen waren, wie die Flüchtlinge heute, hat in diesem Lande auch Tradition. Das haben meine Eltern in den 50er Jahren relativ ungeschminkt erfahren dürfen. Im Rheinland nannte man so etwas Pymoggen.

    Ich bin mal gespannt, in welches Land Sie mich gerne ausweisen möchten. Aber hüten Sie sich mit Links-Rechts-Zuweisungen. Ich nehme nur das Grundgesetz und die Menschenrechte ernst. Nur merke ich zusehends, dass unabhängige Meinungen in diesem Land nicht mehr geduldet werden.

    Für Teile der Bevölkerung in diesem Land ist man schon Vaterlandsverräter, wenn man daran erinnert, dass Menschenrechte unteilbar sind. Und wenn man dann noch zu erkennen gibt, dass man an keinen Gott glaubt, weder den christlichen, noch den jüdischen, noch den muslimischen, ist man sofort linksradikal und sollte am besten sofort verschwinden. Als nicht religiöser Mensch hat man offensichtlich keine Daseinsberechtigung.

    Ich vermute, dass Sie ihn mir einen Brunnenvergifter sehen werden. Ihre christliche Nächstenliebe habe ich ganz sicher nicht verdient. Als Atheist bin ich nicht Nächster, sondern Todfeind. Eher werden Sie einen fundamentalistischen Scharia-Verehrer abknutschen.
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#16 Johannes45Anonym
  • 29.01.2016, 01:01h
  • Antwort auf #15 von paren1957
  • @paren1957
    "Ich vermute, dass Sie ihn mir einen Brunnenvergifter sehen werden. Ihre christliche Nächstenliebe habe ich ganz sicher nicht verdient. Als Atheist bin ich nicht Nächster, sondern Todfeind. Eher werden Sie einen fundamentalistischen Scharia-Verehrer abknutschen."

    --> Da irrsst Du dich aber gewaltig, paren1957.

    Ich habe NICHTS dagegen einzuwenden, wenn Du Atheist sein will. Das ist deine freiwillige Entscheidung und sei dir gegönnt. Wichtig ist nur für mich, dass Du LGBT-freundlich eingestellt bist.

    Dass der Islam im Unterschied zu weiten Teilen des Buddhismus, des Judentums und des Christentums aber in keinster Weise LGBT-freundlich im Jahre 2016 sich darstellt, dass beweist der vorliegende Artikel zu Saudi-Arabien doch wiedereinmal sehr eindrucksvoll.
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#17 wiking77
  • 29.01.2016, 11:30h
  • wie kann es sein, dass die saudische Religionspolizei, ich nehme mal an die islamische Religionspolizei, verheiratete (sic!) Schwule in ihrem Machtgebiet antrifft. Gibts in Saudi-Arabien etwas schon die Ehe für alle und die Religionspolizisten haben es noch nicht mitgekriegt?
  • Antworten » | Direktlink »
#18 TheDadProfil
  • 29.01.2016, 20:12hHannover
  • Antwort auf #16 von Johannes45
  • ""Dass der Islam im Unterschied zu weiten Teilen des Buddhismus, des Judentums und des Christentums aber in keinster Weise LGBT-freundlich im Jahre 2016 sich darstellt, dass beweist der vorliegende Artikel zu Saudi-Arabien doch wiedereinmal sehr eindrucksvoll.""..

    Der Artikel beweist in Bezug auf Islam GAR NICHTS !

    Er beweist in Bezug auf Saudi Arabien..
    Saudi Arbaien :
    29.994.272 (2013) Einwohner..
    ""Davon sind über sechs Millionen Menschen legal im Land lebende Ausländer.""..
    ""Im Jahre 2012 bezeichneten sich bei einer Umfrage von Gallup 19 % der befragten Saudiaraber als nicht religiös und weitere 5 % als überzeugte Atheisten""..

    Wenn wir diesen Anteil an legalen Ausländern erreicht haben, reden wir über die "Religionen", und wie sie sich gegenüber der Bevölkerung verhalten, weiter..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#19 wiking77
  • 29.01.2016, 21:39h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • .... das beschließt wer, wer wann worüber spricht? Du? Unfassbar, mit welchem Aplomb Du Deine Sache versuchst rüber zu bringen.

    Nein, nein, das Verhalten der islamischen Religion(!)polizei in Saudi-Arabien beweist sehr viel über den Islam, wenn er herrschende Staatsdoktrin ist. Berechtigt lassen sich Rückschlüsse ziehen, was einer offenen toleranten Gesellschaft blüht, wenn religiöse Faschisten wie in Saudi-Arabien, Iran oder dem Islamischen Staat die Oberhand haben.
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#20 TheDadProfil
  • 29.01.2016, 23:14hHannover
  • Antwort auf #19 von wiking77
  • ""Nein, nein, das Verhalten der islamischen Religion(!)polizei in Saudi-Arabien beweist sehr viel über den Islam, wenn er herrschende Staatsdoktrin ist.""..

    Nöö..
    Denn das Ganze spielt sich in Saudi Arabien ab, und spiegelt deshalb den Umgang des Staates Saudi Arabien mit den Einwohnern wieder..

    ""Berechtigt lassen sich Rückschlüsse ziehen, was einer offenen toleranten Gesellschaft blüht, wenn religiöse Faschisten wie in Saudi-Arabien, Iran oder dem Islamischen Staat die Oberhand haben.""..

    Wo passiert denn das ?
    Hier bei uns ?
    Oder in Rom wo die RKK sich gerade massiv gegen die Ehe-Öffnung positioniert und öffentlich die Bevölkerung aufhetzt gegen
    Gleiche Recht für Alle
    zu stellen ?

    Religiöser Faschismus heißt in Saudi Arabien :
    Hier gibt es eine "Religions-Polizei"..

    Religiöser Faschismus heißt in Rom :
    Hier gibt es eine "Glaubens-Kongregation"..

    Beide machen das gleiche :
    Sie VERHINDERN
    Gleiche Rechte für Alle !

    Mit dem Unterschied das den Männer in Saudi Arabien jetzt vielleicht sogar die Todesstrafe droht..
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#21 Homonklin44Profil
  • 30.01.2016, 02:09hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von Maus Mops
  • 'Mitleid und Takt', bzw. dem Pfad des Panzernashorns folgen.

    Wenn man zum Bleistift den Buddhismus mag, muss Johannes halt noch einige tausend Extrarunden im Karma-Jump-and-Run-Level 1 rum joggen. Irgendwann geht jedem ein Licht auf.

    Habe Gnade, sei milde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#22 Homonklin44Profil
  • 30.01.2016, 02:37hTauroa Point
  • An sich zeigt der Bericht vor, dass die radikalen Auslegungen der Scharia bezogen zum Islam nicht weniger lebensfeindlich sind, als die radikalen Auslegungen katholischer oder evangelikaler Religionsregeln.

    Ein widerwärtiges Handeln, was da aus einem menschenverachtenden Motiv heraus drängt. Religion als Machtinstrument, zur Geißelung des Unbeliebten.

    Heilig ist doch das Geld der Saudis, denn dafür, um güldene Königsärsche zu küssen, nimmt man auch in Europa alles Lästerliche in Kauf. So weit her ist's mit dem hochwohlgeborenen Gehehre um die Menschenrechte wohl wirklich, wenn heruntergeköchelt...
  • Antworten » | Direktlink »
#23 wiking77
  • 30.01.2016, 10:30h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • es ist doch so: Saudi-Arabien ist die ältere Schwester des Islamischen Staates im Irak und Syrien. Beide, Saudi-Arabien und das staatsähnliche Gebilde IS haben die islamische Religion bzw. die fundamentalistische Auslegung, die Mainstream ist, als Staatsdoktrin. Saudi-Arabien ist nicht ein säkulärer, laizistischer Staat der sich als Diktatur organisiert hat, sondern ausdrücklich, vorsätzlich als islamischer(!) Staat. Damit hat der Umgang Saudi-Arabiens mit seinen Bürgern und den dort lebenden Ausländern auch ausdrücklich etwas mit dem Islam im allgemeinen und im besonderen zu tun.

    Die Mär des offenen toleranten liberalen Islam, insbesondere im Westen ist von insbesondere linken Intelektuellen herbeigeredet um von den faschistoiden Zügen dieser Religion abzulenken und sie und das ist die Perfidie, als vermeintlich "bessere" Religion dem Christentum gegenüber zu stellen. Dabei hätte man das als Linker gar nicht nötig. Mann müsste sich nur die Mühe machen um herauszuarbeiten, welch geistiger und kultureller Rückschritt es war, als das Christentum die antike römische und griechische Welt christianisiert hat. Und noch etwas: eine Religion, die noch unter ihrem Stifter innert Jahrzehnten mit Gewalt und Kriegen den Nahen Osten und ganz Nordafrika unterworfen und zwangsislamisiert hat, auf der Arabischen Halbinsel einen jüdischen Stamm ausgerottet hat, nämlich den der Ban Quraiza, diese Religion hat in meinen Augen niemals das Recht gegenüber dem Christentum (so sehr ich vom Christentum nicht viel halte) als Religion des Friedens und der Liebe aufzutreten. Denn Schweinerein, die im Christentum passiert sind, dazu hat es annähernd ein Jahrtausend gebraucht, bis das Chrsitentum in Europa Staatsreligion wurde; da hat der Islam schon einen viel kürzeren und blutigeren Weg zur religiösen Tyrannei gehabt. Also, kommt mir nicht mit der aufgewärmten Polemik Rom, Katholische Kirche, noch viel schlimmer als der Islam.

    Der Vergleich islamische Religionspolizei und Römische Glaubenskongration in der heutigen Zeit zu machen ist relativieren, verharmlosend und für die Opfer dieser Religionspolizei in Saudi Arabien verhöhnend. Im bequemen warmen Sessel in Europa sich über die Vorläuferin der Römischen Glaubenkongregation zu echauffieren, sie sei schlimmer (gewesen?) als die saudisch-islamische Religionspolizei ist schlicht ein Witz, eine Narretei. Wann hat den die Römische Glaubenkongregation neulich, im letzten halben Jahrhundert denn einen Scheiterhaufen errichten, werden Ketzer der RKK immer noch auf dem Campo dei Fiori verbrannt? Und wo werden im Namen von Religionsgesetzen Schwule an Baukränen aufgehängt oder von Wohnblocks gestoßen, sogenannte Ehebrecherinnen gesteinigt, nicht theoretisch (denn sowas steht ja auch im Alten bilblischen Testament) sondern ganz praktisch? Wo wird Konversion noch ganz offiziel legal gesetzlich mit dem Tode bestraft - im Vatikan? Nöööö im Iran, Saudi-Arabien usw. Das geht sogar soweit, dass selbst geflüchtete Christen aus dem islamischen Herrschaftsbereich hier von ihren Landsleuten angefeindet und massiv bedroht werden. Und haben wir ganz offiziell, beamtet und vom Staat besoldet eine z. B. Herz-Jesu-Polizei, die die Einhaltung von christlich-religiösen Geboten überwacht und Übertretungen sanktioniert? Ne, aber in islamischen Ländern gibts Religiönspolizeien, und Tugendüberwachungseinheiten, von den islamischen Staaten eingestellt und besoldet mit eindeutigem Auftrag.

    Ich weiss zwar nicht, wer den Spruch mal gebracht hat, dass der Islam nur dann und dort tolerant ist, wo er noch nicht das Sagen hat, seine Standarts in staatliche Normen durchdrücken kann ... aber ist schon was dran. Denn auch eine Minderheit, wenn sie fanatisch ist, kann einer Majorität ihre Befindlichkeitenn und "Werte" aufoktroyieren, wenn sich diese Mehrheit auf der Nase herumtrampeln lässt und es mit dem sogenannten "Minderheitenschutz" übertreibt.

    Und solange islamische Geprägte Staaten und Poliker, dort wo sie konkret Verantwortung tragen, in Saudi-Arabien, im Islamischen Staat, Ägypten, Iran, es grundsätzlich gut finden, dass Schwule an Baukränen aufgeknüpft werden, solange kann ich jedenfalls und jeder vernünftige Schwule auch nicht ernsthaft das westliche System neben dem islamischdominierten Staatssystem gleichberechtigt hinstellen und tatsächliche Schwulendiskriminierung im Westen mit der tödlichen Verfolgung in islamischgeprägten Ländern vergleichen. Es wäre beleidigen für all die Männern, die in Riad, Teheran und im Islamischen Staat wegen ihrer sexuellen Orientierung ihren Tod fanden.
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#24 Cygnus2015Profil
  • 30.01.2016, 14:04hNähe Stuttgart
  • Insgesamt darf nicht vergessen werden, dass sowohl im Christentum als auch im Islam Homosexualität ein deutlich rotes Tuch ist. Und es ist nicht zu verharmlosen, dass die Römisch-Katholische Kirche, die Orthodoxen Kirchen und Teile der Evangelischen Kirchen bis heute mobil machen. Generell bin ich als Christ aber froh, dass zumindest hier im Westen sich auch schon Teile der Kirchenvertreter und ein nicht unerheblicher Anteil der Kirchenmitglieder eine viel, viel liberalere Haltung einnehmen als bestimmte kirchliche Eliten. Im von langer christlicher Tradition geprägten Westen ist also auch bei vielen religiösen Menschen die Toleranz und Akzeptanz für uns angekommen. Und davon ist die islamisch geprägte Welt noch weit entfernt, weil quasi kein islamisch geprägtes Land nur ansatzweise das Mindestmaß an LGBT-Freundlichkeit hat, wie es ein erheblicher Anteil der westlichen Länder hat.

    Generell darf weder gegenüber Homophobie in erzkonservativen Gesellschaften des Westens noch gegenüber Homophobie unter Zuwanderern ein Auge zugedrückt werden. Die großen Kirchen und bestimmte konservative Kreise überschreiten auch hier bei uns noch vielfach ihre Grenzen durch Ausbremsung von LGBT-Rechten im WELTLICHEN Recht. Und da muss den Kirchen (überhaupt den Religionsgemeinschaften) klar Kante gezeigt werden: Sie dürfen für ihre Mitglieder, die freiwillig ihnen angehören, so viele Verbote und Gebote erteilen wie sie wollen - und sie bei Nichteinhaltung vor die Wahl stellen, aus der Religionsgemeinschaft auszutreten. Aber in einem säkularen Staat mit Religionsfreiheit darf keine Religionsgemeinschaft für sich beanspruchen, dass ihre Verhaltensregeln gesamtgesellschaftliche Verbindlichkeiten haben.

    Wir sind in Deutschland zum Glück auf einem vergleichsweise guten Stand - wenn wir uns mit Osteuropa und noch mehr der islamischen Welt vergleichen. Aber es gibt bei uns noch in eigenen Reihen genügend Anlass, gegen Homophobie aufzuräumen. Das übrige Westeuropa (von Italien, Österreich oder der Schweiz abgesehen) zeigt auch, dass noch mehr geht, was LGBT-Rechte angeht (Stichwort: Ehe-Öffnung). Besonders dringlich wäre, dass wir endlich auch den gleichen Schutzstatus bekommen, den andere Minderheiten schon haben. Artikel 3 des Grundgesetzes gegen Diskriminierung müsste hier endlich um die Kriterien der sexuellen Orientierung und Identität erweitert werden. ALLE Strafgesetze, die in irgendeiner Weise gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gerichtet sind (z. B. Volksverhetzung), müssten endlich auch explizit LGBT-Gruppen einbeziehen, so wie andere Gruppen längst explizit genannt sind. Dann würde zum Beispiel auch endlich für die Hetzschriften einer Gabriele K. ein Straftatbestand wegen Volksverhetzung bestehen. Der Straftatbestand würde sehr wohl bestehen, wenn sie dieselbe Hetze über Menschen wegen ihrer Hautfarbe betreiben würde.

    Und das soll jetzt nicht von der Homophobie in islamisch geprägten Ländern ablenken. Gerade im Hinblick darauf, dass wir als Einwanderungsland aufpassen müssen wegen importierter Intoleranz, ist ein Aufräumen in unseren eigenen Reihen umso wichtiger. Wenn nämlich durch Teile unserer eigenen Leute vorgelebt wird, dass Homophobie legitim ist, dann kann das beispielgebend sein, wie sich Zuwanderer aus homophob geprägten Ländern verhalten dürfen. Dabei müssen wir ihnen vermitteln, dass, wer in Deutschland leben will, LGBT-Rechte akzeptieren muss. Und die Gefahr importierter Homophobie durch Teile der Zuwanderer ist - mit Blick auf diesen Artikel - nicht zu unterschätzen. Man vergleiche einmal, welche Länder vergleichsweise LGBT-freundlich sind und aus welchen Ländern viele Menschen nach Deutschland einwandern. Die liberalen westeuropäischen Länder sind weitgehend zu wohlhabend, als dass man aus ihnen massenweise nach Deutschland einwandert. Dafür haben wir viel Zuwanderung aus islamischen Ländern und aus Osteuropa. Ohne die Menschen aus diesen Ländern über einen Kamm zu scheren - Homophobie ist in diesen Ländern Mainstream. Umso wichtiger ist es, Einwanderern aus diesen Ländern zu signalisieren, dass in Deutschland LGBT-Rechte (und auch die Rechte von Frauen, Andersgläubigen etc.) zu akzeptieren sind. Das ist aber nur vermittelbar, wenn wir es auch vorleben, dass in Deutschland in unseren eigenen Reihen Homophobie nicht geduldet wird.
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#25 TheDadProfil
  • 30.01.2016, 14:05hHannover
  • Antwort auf #23 von wiking77
  • Derailing..

    Was hat die ""Ausrottung des jüdischen Volkes auf der arabischen Halbinsel"" mit der Festnahme mehrerer Männer in Saudi Arabien zu tun ?

    Eine "Ausrottung" die es nie gab..

    ""und das staatsähnliche Gebilde IS""..

    Das es nicht gibt..
    Der DAESH ist weder ein Staat, noch ein "staatenähnliches Gebilde", wie sich Leute wie Du gerne mal einreden..

    Und der Wahabismus Saudi Arabiens hat es übr die Grenzen des Staaten nie hinaus geschafft, um gar Länder wie Syrien oder den Irak zu beeinflussen..
    Grabenkämpfe an den Tischen der OPEC in Wien sind keine "religiösen kriege"..
    Da ging und geht es immer nur um Geld..
    Um unser Geld übrigens, denn wir sollen ja das Öl und das Erdgas kaufen, damit die Arabischen Länder so reich bleiben, wie sie sind..

    ""Die Mär des offenen toleranten liberalen Islam, insbesondere im Westen ist von insbesondere linken Intelektuellen herbeigeredet ""..

    800 Jahre friedliche Koexistenz auf der Iberischen Halbinsel sind keine "Mär"..
    Sie sind eine Realität, beendet durch die Kriegshetze des Italienischen Klerus im Vatikan..

    ""Im bequemen warmen Sessel in Europa sich über die Vorläuferin der Römischen Glaubenkongregation zu echauffieren, sie sei schlimmer (gewesen?) als die saudisch-islamische Religionspolizei ist schlicht ein Witz, eine Narretei.""..

    Von der "heiligen spanischen Inquisition" hab ich nichts geschrieben..

    ""werden Ketzer der RKK immer noch auf dem Campo dei Fiori verbrannt?""..

    Ob man Scheiterhaufen errichtet und Menschen verbrennt, oder aber nur wirtschaftlich mundtod macht, und sie zur Flucht nach Europa zwingt..
    Da gibt es kaum Unterschiede..

    Was Deinen letzten Absatz betrifft..
    Die meisten "vom Islam geprägten" Staaten befinden sich gar nicht auf der Arabischen Halbinsel..
    Die meisten Menschen die in solchen Staaten leben, sind weder Araber, noch leben sie dort..

    Dein Problem ist hier klar erkennbar..
    Du verbindest grundsätzlich die Gedanken "Arabische Halbinsel" und "Islam" miteinander, und kommst als Ergebnis zu Vorurteilen..
    Und die verbreitest Du hier munter bis blöd..
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#26 wiking77
#28 TheDadProfil
  • 30.01.2016, 19:40hHannover
  • Antwort auf #26 von wiking77
  • ""Warum fordern eigentlich nicht die Hindus, dass man in Schulkantinen auf Rindsfleisch verzichtet?""..

    Das tun sie..
    Man schreibt nur nicht drüber, weil es keine Muslime sind..
    Hindu-Schüler kriegen keine Gerichte in denen Rindfleisch verarbeitet wurde..
    Und Freitags gibts dann für alle Fisch..
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#29 wiking77
#31 history channelAnonym
#32 Cygnus2015Profil
  • 31.01.2016, 13:52hNähe Stuttgart
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • Wenn es um religiös gebotenen Schweinefleischverzicht bei Muslimen und religiös gebotenen Rindfleischverzicht bei Hindus geht, gilt klar: Es ist ihre persönliche Entscheidung, aufgrund ihrer religiöser Überzeugung auf entsprechende Fleischsorten zu verzichten. Das ist zweifelsfrei zu respektieren. Genauso ist es zu respektieren, wenn andere aufgrund ihrer weltanschaulichen Überzeugung sich vegetarisch ernähren wollen.

    Gleichzeitig muss der Respekt auch denjenigen gelten, die Schweinefleisch oder Rindfleisch essen wollen.

    Dass in einigen Kindergärten diese Fleischsorten deshalb angeblich gar nicht mehr angeboten werden, ist meines Erachtens falsch verstandene Toleranz. Denn das würde dann wiederum von der Mehrheitsgesellschaft eine Anpassung an die weltanschaulichen Belange anderer bedeuten. Ich weiß nicht, wie es mit Essensangeboten in Kindergärten heutzutage aussieht. Da meine Kindergartenzeit längst vorbei ist. Ich habe nur den Einblick, wie es in vielen Betriebskantinen ist: Da werden häufig zwei Tagesgerichte angeboten, ein vegetarisches und ein nicht-vegetarisches. Und da werden schon zu genüge mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Da entscheiden sich dann eben an Tagen, an denen es Schweinefleisch gibt, auch Muslime für das vegetarische Gericht. An Tagen, an denen es Rindfleisch gibt, gilt dasselbe für Hindus.

    Auf diesem Weg kommen viele Kantinen verschiedenen Weltanschauungen ganz gut entgegen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#33 TheDadProfil
  • 31.01.2016, 15:52hHannover
  • Antwort auf #32 von Cygnus2015
  • ""Dass in einigen Kindergärten diese Fleischsorten deshalb angeblich gar nicht mehr angeboten werden, ist meines Erachtens falsch verstandene Toleranz.""..

    Das mag in einigen Kindergärten durchaus so sein, hat dann allerdings auch nichts mit "Toleranz" zu tun, sondern eher damit, das Kindergärten zumeist nur ein Gericht anbieten..

    In Schulen gibt es zumeist wenigstens 2 bis 3 Gerichte, und zusätzlich noch das Angebot eines Salat-Tellers, Obst und ähnliches..
    Da kann sich jeder aussuchen was er mag..

    ""Denn das würde dann wiederum von der Mehrheitsgesellschaft eine Anpassung an die weltanschaulichen Belange anderer bedeuten.""..

    Genau das meint dann ja
    ""und Freitags gibts dann für alle Fisch""..

    Und zusätzlich wird in einigen Bundesländern das tragen von Kopftüchern für Schülerinnen verboten, manchmal sogar auch für Lehrerinnen, aber in den Räumen hängen dann Kreuze herum..
    Die haben dort nichts zu suchen..
    Die Schule ist ein Ort des Lernens, und nicht ein Ort der "Demut vor dem christlichem Gott"..
    Schon gar nicht für Schüler*innen die keine "Christen" sind..

    Also..
    Raus mit den Kruzifixen aus den Schulen..
    Auch Freitags Fleisch UND Veganes UND Vegetarisches auf die Teller, je nach Geschmack..
    Und vor allem raus mit den "Religionen" aus den Schulen..
    Dann herrscht auch mehr "Frieden" unter den Schüler*innen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 Cygnus2015Profil
  • 31.01.2016, 21:21hNähe Stuttgart
  • Antwort auf #33 von TheDad
  • Der Vergleich mit Fisch am Freitag hat zwar auch religiöse Hintergründe. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz passend. Dass auch einem Tag ein Fischgericht im Angebot ist, ist nicht besonders bahnbrechend. Und wenn einige aus religiösen Gründen gerne speziell am Freitag Fisch essen, dürfte es den anderen gleich sein, ob sie am Montag, Dienstag oder sonst einem Tag Fisch im Angebot haben. Aber wenn eben bestimmte Gerichte gar nicht mehr erst angeboten werden, wie zum Beispiel Schweinefleisch, dann ist das eher auf Kosten der anderen.

    Dass auch Schülerinnen das Kopftuch verboten wurde, ist mir eher neu, da den Schülern weniger vorgeschrieben werden kann, wie sie sich kleiden. Das Kopftuch bei Lehrerinnen und das Kruzifix in Schulräumen sind ja mittlerweile verfassungsrechtlich geklärt: Das Kopftuch darf nicht pauschal verboten werden, und Kreuze müssen auf Verlangen der Eltern abgehängt werden. Bei Lehrerinnen war das Kopftuchverbot insofern nicht abwegig, da man eine Lehrperson durchaus zu weltanschauungsneutralem Auftreten auffordern kann. Sprich, weder einen Aufkleber für oder gegen Atomkraft, wenn das Auto auf dem Lehrerparkplatz steht, kein Anstecker für oder gegen Stuttgart 21 im Unterricht, keine religiösen Symbole, keine Parteiwerbung im Unterricht...

    Wobei das Kopftuchverbot vor dem Hintergrund gekippt wurde, dass Nonnen im Habit unterrichten dürfen uns mit dem Kopftuchverbot somit eine Ungleichbehandlung besteht.
    Im laizistischen Frankreich gibt es ja für einige Bereiche des öffentlichen Dienstes sowohl ein Verbot des Kopftuchs als auch des Habits als auch der Kippa.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 TheDadProfil
  • 31.01.2016, 22:25hHannover
  • Antwort auf #34 von Cygnus2015
  • ""Der Vergleich mit Fisch am Freitag hat zwar auch religiöse Hintergründe. Allerdings ist der Vergleich nicht ganz passend.""..

    Und immer schön die "religiöse" Indoktrination durch die "Kirchen" herabspielen, und als "nicht so wichtig" bezeichnen..

    So wird das nichts mit dem Laizismus !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »

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