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Großbritannien
Umfrage: Viele Schwule finden offene Beziehungen "großartig"

Auch in vielen schwulen Filmen (hier: "Eating Out 5") wird das nicht-monogame Leben behandelt (Bild: Pro Fun Media)
- 4. Februar 2016, 14:56h 3 Min.
Fast die Hälfte der Schwulen hat schon Erfahrungen mit offenen Beziehungen gemacht – die meisten sind damit glücklich.
Eine Umfrage unter Schwulen in Großbritannien zeigt, dass offene Beziehungen weit verbreitet sind. Die vom Magazin "FS" mit Unterstützung der schwulen Organisation GMFA durchgeführte Befragung von 1.006 Männern kommt zu dem Ergebnis, dass 41 Prozent in einer offenen Beziehung leben oder gelebt haben. Drei Viertel dieser Befragten gaben an, dass sie diese Beziehungsform für "großartig" halten.
Allerdings sagten auch 21 Prozent, dass sie schon einmal die in der offenen Beziehung vereinbarten Regeln gebrochen haben – beispielsweise hatten sie beim Sex mit Fremden kein Kondom benutzt oder hatten trotz gegenteiliger Verabredung Sex mit einem Fremden im eigenen Haus.
GMFA-Chef Matthew Hodson begründete die große Vorliebe für offene Beziehungen unter schwulen Männern unter anderem damit, dass viele von ihnen seit ihrer Jugend vorgeworfen wurde, nicht "normal" zu sein – und sie deshalb auch Beziehungen "außerhalb der Norm" führen wollten. Auch die Szene, etwa mit den freizügigen Dating-Seiten, trage dazu bei. "Es kann dann auch schwierig sein, mit dem Rumvögeln aufzuhören, wenn man jemanden trifft, mit dem man sich niederlassen will."
Gefahr von Geschlechtskrankheiten
Hodson warnte auch davor, dass offene Beziehungen die Gefahr einer Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV erhöhen könnten. Immerhin zeige die Umfrage, dass zwei Drittel der Männer, die in offenen Beziehungen leben, beim Sex mit ihrem Lebenspartner kein Kondom benutzten. 64 Prozent der Männer sagen, beim Sex mit Fremden immer ein Kondom genutzt zu haben.
Die Umfrage geht nicht näher auf die Frage des HIV-Status der jeweiligen Männer ein, auch nicht auf eine eventuelle Behandlung, die unter Bedingungen eine Übertragung verhindern würde. Knapp über die Hälfte der Befragten, die in einer offenen Beziehung leben, gaben an, sich in der Vergangenheit mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu haben; 70 Prozent glauben, dies sei außerhalb der Beziehung geschehen. Bei den Krankheiten handelte es sich um Gonorrhö (Tripper), gefolgt von Chlamydien, Filzläusen, Syphilis und HIV.
Das wichtigste in einer schwulen Beziehung, so Hodson, sei daher Ehrlichkeit; man müsse sich immer darüber austauschen, was außerhalb des "Ehebetts" passiere. Vorsorgeuntersuchungen seien ebenfalls wichtig. Auch innerhalb einer monogamen Beziehung komme es gelegentlich zu HIV-Infektionen, weil die Partner nicht über das Thema redeten und falsche Vermutungen anstellten.
Laut der Umfrage gibt es auch viele Schwule, die sich eher an traditionellen Mustern orientieren: So erklärten 53 Prozent der Singles, die noch nie eine offene Beziehung geführt haben, dass sie eher alleine bleiben wollen als mit einem Partner auf Monogamie zu verzichten. Ein Drittel von ihnen glaubt zudem, dass offene Beziehungen keine wirklichen Beziehungen seien. Allerdings erklärten 29 Prozent, dass schwule Männer einfach nicht monogam leben könnten und deshalb offene Beziehungen führten. (dk)














unsere Beziehung hat nun fast 40 Jahr Bestand ,wir haben nicht das Gefuehl durch unsere Zweisamkeit ,was versaeumt zu haben...
und wenn die Buddisten recht haetten....ein Leben mit dem selben Partner -im naechsten Leben --gerne wieder!!!!
* und Papa-Papi-Glueck auf die alten Tage ,
es schweisst uns noch mehr zusammen..
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