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Islam Karimow ist der bislang einzige Präsident Usbekistans seit der Unabhängigkeit 1991

  • 8. Februar 2016, 20:49h 23 2 Min.

Islam Karimow sagte vor Politikern, Schwule und Lesben seien Ausdruck der "geschmacklosen Kultur" des Westens.

Der usbekische Präsident Islam Karimow hat sich in der letzten Woche abfällig über Schwule und Lesben geäußert. Bei einer im Fernsehen übertragenen Sitzung mit Abgeordneten aus der Region der Hauptstadt Taschkent sprach der 78-Jährige über die "geschmacklose Kultur" des Westens.

"Wir sprechen über die sogenannte westliche Kultur. Wir nennen sie geschmacklose Kultur", so Karimow laut einer Übersetzung von Radio Free Europe, das auch einen Videomitschnitt der Rede mit englischen Untertiteln bietet.

"Sie wissen, was ich meine. Es ist sogar unangebracht, darüber im Beisein von Frauen zu sprechen. Wenn Männer mit Männern leben und Frauen mit Frauen, dann denke ich muss hier oben etwas falsch sein", so Karimow weiter, der dabei auf seinen Kopf zeigte. "Etwas ist hier kaputt. Es gibt das Sprichwort: Wenn Gott die Geschmacklosigkeit einer Person offenbaren will, nimmt er erst ihren Verstand weg."

Bis zu drei Jahre Haft für schwulen Sex

Die Worte des Präsidenten haben dabei durchaus einen ernsten Hintergrund: Das Gesetzbuch des laizistisch und autoritär geführten Regimes sieht für einvernehmliche sexuelle Handlungen unter Männern bis zu drei Jahre Haft vor. Berichten zufolge wird das Gesetz von der Polizei offenbar vor allem zur Erpressung genutzt sowie zur Verfolgung von Regimegegnern und Journalisten (queer.de berichtete). 2009 wurde allerdings ein Aids-Aktivist zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er Homosexualität "gefördert" habe (queer.de berichtete). 2011 wurde er aus der Haft entlassen.

Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass in dem Land mehrere tausend Menschen wegen ihrer politischen oder religiösen Ansichten inhaftiert seien, auch gibt es zahlreiche Berichte über Misshandlungen und Folter durch Sicherheitskräfte. 2005 waren bei einer Demonstration 400 bis 600 Menschen erschossen worden. Karimow bestreitet, einen Schießbefehl gegeben zu haben.

Nachbar könnte Homo-"Propaganda" mit Haft bestrafen

Usbekistan, ein Land mit immerhin fast 30 Millionen Einwohnern, von denen rund 90 Prozent sunnitische Muslime sind, ist neben Turkmenistan die einzige Ex-Sowjetrepublik, in der (männliche) Homosexualität noch unter Strafe steht.

Das benachbarte Kirgisistan könnte in den nächsten Wochen allerdings ein Gesetz gegen Homo-"Propaganda" erlassen, das anders als das Vorbild in Russland Haftstrafen vorsieht. Der unter extrem homophoben Äußerungen im Parlament debattierte Entwurf war in den letzten Jahren allerdings mehrfach auf die Tagesordnung und dann wieder von ihr genommen worden (queer.de berichtete). Bis Ende des Monats könnte nun die letzte Lesung des Gesetzes folgen, berichtet "Radio Free Europe". (nb)

-w-

#1 panzernashorn
  • 08.02.2016, 23:32h
  • Geisteskrank sind doch wohl eher solche Bekloppte wie dieser senile, alterstarrsinnige religiotisch verblödete Realitätsverweigerer.

    Wissenschaft anstatt religiösen Wahns!
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#2 Homonklin44
  • 08.02.2016, 23:42hTauroa Point
  • Karimow anscheinend über sich selbst :

    "Etwas ist hier kaputt. Es gibt das Sprichwort: Wenn Gott die Geschmacklosigkeit einer Person offenbaren will, nimmt er erst ihren Verstand weg."

    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung, na dann auf, Herr Karimow. Fragen sie ihren Arzt oder Therapeuten.
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#3 aLuckyGuy
  • 09.02.2016, 07:16hPeine
  • Man kann nur hoffen, dass er irgend eines Tages die Selbsterkenntnis gewinnt, wie furchtbar peinlich seine Äußerungen eigentlich sind. Ich meine, wer so dumm ist, eine sexuelle Orientierung für die "geschmacklosen Kultur" des Westens zu halten, hat doch wohl selbst ein psychisches Problem.
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