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Bei intersexuellen Neugeborenen wird seit 1. November 2013 kein Geschlecht mehr ins Geburtenregister eingetragen (Bild: flickr / Kitt Walker / by 2.0)

  • 9. Februar 2016, 11:04h 4 1 Min.

Seit Inkrafttreten des Personenstandsänderungs-Gesetzes am 1. November 2013 wurde bis Januar 2016 in zwölf Fällen auf den Geschlechtseintrag im Geburtenregister verzichtet, weil das Geschlecht des Kindes nicht zweifelsfrei feststand. Dies teilte die Bundesregierung in ihrer jetzt veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion (PDF) mit.

Allerdings seien die Daten unter Vorbehalt zu betrachten, da eine digitale Erfassung und Übermittlung des offengelassenen Geschlechtseintrages bis Ende 2015 in den Standesämtern nicht möglich gewesen sei. Die Daten beruhten deshalb auf einer händisch zu bearbeitenden Abfrage per Fragebogen bei den Standesämtern und seien deshalb fehleranfällig, so die Bundesregierung.

Die Änderung des Personenstandsgesetzes war 2013 einstimmig vom Bundestag beschlossen worden (queer.de berichtete). Mit dem Gesetz wurde der Druck von Eltern und Ärzten genommen, unmittelbar nach der Geburt eines intersexuellen Kindes dessen Geschlecht festzulegen.

Die Grünen fordern darüber hinaus ein Verbot von prophylaktischen, geschlechtsangleichenden Operationen. Bereits Anfang des Monats hatte es die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar mit Bezug auf die Kleine Anfrage als "erschreckend" bezeichnet, dass die Bundesregierung so wenig über die Operationen, "die als strafbare Sterilisation zu werten sind", wisse (queer.de berichtete). (hib/cw)

-w-

#1 bedeutetAnonym
  • 09.02.2016, 12:15h
  • "wurde bis Januar 2016 in zwölf Fällen auf den Geschlechtseintrag im Geburtenregister verzichtet,"

    In vielen anderen Fällen von Intersexualität wurde somit nicht auf einen Geschlechtseintrag verzichtet. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, jeder autoritären, staatlich diktierten Zuweisung von Geschlecht einen Riegel vorzuschieben.
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#2 FelixAnonym
  • 09.02.2016, 14:28h
  • Da muss ich den Grünen zustimmen:
    es ist erschreckend, wie desinteressiert die Regierung am Schicksal solcher Kinder ist. Und die wagen es noch, von Kindeswohl zu reden.

    Zwangsweise Geschlechtsanpassungen sind Körperverletzung.
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#3 RobinAnonym
  • 09.02.2016, 21:56h
  • finde ich super, dass es schon zwölf sind. Hoffentlich werden es schnell mehr.
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