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Gouverneur ergreift Initiative
New York verbietet Homo-"Heilung"
- 9. Februar 2016, 16:16h 2 Min.

Gouverneur Andrew Cuomo beim CSD in New York City (Bild: flickr / Bob Jagendorf / by 2.0)
Andrew Cuomo, der Gouverneur des 20 Millionen Einwohner zählenden US-Bundesstaates New York, hat ein Verbot der sogenannten Konversionstherapie für Jugendliche erlassen.
Am Samstag erklärte der demokratische Politiker, dass die Versuche, Schwule und Lesben zu Heterosexuellen umzuerziehen, "jungen Menschen erheblichen Schaden zufügen können, da sie die sexuelle Orientierung als Krankheit ansehen". Die Grundlage der Konversionstherapie sei Hass gegen Schwule und Lesben und "widerspricht allem, wofür dieser Bundesstaat steht".
Daher hat er in einem Erlass allen psychiatrischen Einrichtungen im Bundesstaat verboten, durch "Therapien" die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von Jugendlichen verändern zu wollen. Außerdem dürfen öffentliche und private Krankenversicherungen künftig Konversionstherapien nicht mehr finanzieren, weder für Jugendliche noch für Erwachsene.
LGBT-Aktivisten begrüßten das Verbot: "Mit Anführern wie Gouverneur Cuomo sind wir auf dem Weg, diese schreckliche Praxis ein und für alle mal zu beenden", erklärte Chad Griffin, Chef der Organisation Human Rights Campaign.
In den USA gibt es immer mehr Gegenwind für Homo-"Heiler": Erst vor wenigen Monaten hat eine US-Gesundheitsbehörde in einem ausführlichen Bericht erklärt, diese Therapien seien eine Gefahr für Jugendliche (queer.de berichtete). Bislang haben die Bundesstaaten Oregon, Kalifornien, Illinois und New Jersey sowie die Hauptstadt Washington per Gesetz Homo-"Heilung" von Jugendlichen verboten.
In Deutschland war ein von den Grünen gefordertes Verbot von Homo-"Heilung" an Jugendlichen in dieser und in der letzten Legislaturperiode am Widerstand der Union und ihres jeweiligen Koalitionspartners im Bundestag gescheitert (queer.de berichtete). (dk)















Solche Gehirnwäsche-Therapien verursachen schwerste psychische Schäden bis hin zum Suizid.
Diese Körperverletzung (oft genug mit Todesfolge) sollte US-weit verboten werden. Und auch in anderen Staaten.