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LSVD-Bundesvorstand Manfred Bruns fordert, dass mehr für die Integration von Asylsuchenden getan werden müsse (Bild: LSVD-Bundesverband)

  • 11. Februar 2016, 16:13h 50 2 Min.

LGBT-Lebensweisen sollten verpflichtender Inhalt in den Integrationskursen für Flüchtlinge sein.

Der Lesben- und Schwulenverband hat in einem Brief an Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) Maßnahmen von der Regierung gefordert, um Flüchtlinge auf eine vielfältige Gesellschaft vorzubereiten. Statt die Integration nur einzufordern, müssten "endlich konkrete Handlungen und Angebote folgen", heißt es in dem von den Vorstandsmitgliedern Manfred Bruns und Henny Engels unterzeichnetem Schreiben (PDF). Der LSVD hofft, dass die Vorschläge in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Thema "Integration von Flüchtlingen" aufgenommen werden, die bis Ende Februar erste Eckpunkte und bis Ende März ein Konzept erstellen soll.

Da viele der Flüchtlinge aus Ländern kämen, in denen Homosexuelle verfolgt werden, sei die Thematisierung von LGBT-Lebensweisen besonders wichtig. Der LSVD schlägt vor, schon bei Sprachkursen für "Demokratie, Vielfalt und individuelle Freiheitsrechte" zu werben und dabei Respekt für LGBT "ausdrücklich zu fordern".

Die Politik solle "endlich" dafür sorgen, dass Flüchtlinge in Integrationskursen etwas über die Rechte und die Situation von sexuellen Minderheiten erfahren, heißt es in dem Schreiben. Bislang werde dies nicht berücksichtigt. Man müsse auch darauf achten, dass die Kurse von "für LSBTI sensibilisiertem Personal" durchgeführt werden – und das koste Geld, das der Staat aufbringen müsse.

Umfangreiches Handeln statt Doppelmoral

Zudem forderte der LSVD, dass diese Integrationskurse schneller starten müssten – und etwa auch Flüchtlingen angeboten werden müssten, die noch nicht anerkannt oder nur geduldet sind. Außerdem müsse in Flüchtlingsunterkünften ein "diskriminierungsfreies Zusammenleben" möglich sein, zu dem auch "ein LSBTI-inklusives Gewaltschutzkonzept mit dementsprechend sensibilisiertem Personal" gehöre.

Bereits seit Jahren klagen Aktivisten, dass LGBT-Flüchtlinge oft in Flüchtlingsheimen diskriminiert werden würden. Das betreffe nicht nur Asylbewerber aus dem Nahen Osten, sondern auch aus anderen homophoben Ländern wie Russland. Probleme gebe es hier auch mit unsensiblen Mitarbeitern oder homophoben Dolmetschern (queer.de berichtete).

Der LSVD klagt in dem Brief auch an, dass die gegenwärtige Diskussion um Flüchtlinge und deren (fehlende) Akzeptanz von Homosexualität in Deutschland "oft von Doppelmoral und Scheinheiligkeit geprägt" sei. Einerseits würde von Flüchtlingen verlangt werden, sexuelle Minderheiten zu respektieren, andererseits würde der deutsche Staat Schwule und Lesben nach wie vor diskriminieren, beispielsweise durch das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare. "Homophob sind offenbar immer die anderen", so Bruns und Engels. (dk)

-w-

#1 GeorgGAnonym
  • 11.02.2016, 17:35h
  • " Einerseits würde von Flüchtlingen verlangt werden, sexuelle Minderheiten zu respektieren, andererseits würde der deutsche Staat Schwule und Lesben nach wie vor diskriminieren, beispielsweise durch das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare"

    Ich schätze Manfred Bruns für seinen unermüdlichen Einsatz für Schwule und Lesben seit Jahrzehnten sehr.

    Es ist jedoch absurd, Schwulen, die aus Ländern kommen, in denen die Todesstrafe auf HS steht, erklären zu wollen, warum Schwule und Lesben auch in Deutschland diskriminiert würden.

    Wenn man ihnen gegenüber die Forderung nach einer Ehe aufstellt, werden sie überhaupt nicht wissen, über was gesprochen wird.

    Bestenfalls werden sie alles abnicken, um Asyl zu bekommen, aber dass eine Ehe nur etwas zwischen Mann und Frau ist, ist in ihren Kulturkreisen total verinnerlicht.

    Man sollte in der Anfangsphase diese Leute nicht überfordern. Man wird nur etwas bei ihren Kindern in den Schulen erreichen können. Das alles wird aber Jahrzehnte dauern.
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#2 Johannes45Anonym
  • 11.02.2016, 17:37h
  • Ich halte dieses Thema bei der Integration von Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika für sehr wichtig.

    Die Menschen, die von dort aus Syrien, Marokko, Irak oder auch Libyen kommen, haben aufgrund der Indiktrination durch die dortigen Imame und Moscheeen seit der Kindheit gelernt und gelehrt bekommen, dass Homosexualität eine schwere Sünde sei und homosexuelle Paare sündhaft sind. Das wird dort im Nahen Osten noch viel massiver gelehrt, als es beim Vatikan der Fall ist, wo selbst ein Papst Franziskus mittlerweile zumindest öffentlich erklärte, dass er sich kein Urteil über homosexuell veranlagte Menschen anmaße und Franziskus mischt sich im Unterschied zu seinen Vorgängern auch aktuell nicht in das Gesetzgebungsverfahren zur Lebenspartnerschaft in Italien ein, indem er beispielsweise als Redner bei den Protesten in Rom auftritt, stattdessen fliegt er nach Kuba morgen.

    Und das die evangelischen, anglikanischen, presbyterianischen und altkatholischen Kirchenleitungen anders predigen und lehren als die Moscheevertreter des Nahen Ostens und Nordafrikas, das zeigt sich darin, dass dort öffentliche Segnungsgottesdienste oder auch kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht werden.

    Diese guten Entwicklungen im Christentum in Europa/Nord- und Südamerika sowie Ozeanien gibt es im Islam im Nahen Osten und in Nordafrika nicht !!!

    Daher wenn wir nicht wollen, dass Gewalt auf den Strassen der deutschen Großstädte gegen homosexuelle Menschen am Abend/in der Nacht durch islamisierte junge Männer geschieht, dann müssen wir DRINGEND dieses Thema stärker aufgreifen und thematisieren.

    UND NEIN das hat NICHTS mit Ausländerfeindlichkeit oder Islamfeindlichkeit zu schaffen, wie es gerne immer wieder linke und grüne Politiker und Aktivisten aufgrund falsch verstandenem Toleranzdenkens vorgaukeln.

    UND noch eines sei geschrieben: wenn weniger Menschen aus dem Nahen Osten/Nordafrika kommen/gekommen wären ("nicht nur im letzten Jahr sondern auch in früheren Jahren") dann hätten wir heute auch weniger Probleme mit zunehmender Gewalt, Diebstählen, sexuellen Übergriffen an Frauen und homophoben Gewaltdelikten. Wer der These widerspricht, dass wir nicht uns diese Gewalt und Strafdelikte teilweise auch aus dem Ausland nach Deutschland importieren, der betreibt linke politische Propaganda, denn es ist Fakt, dass wir erhebliche Probleme mit Gewaltdelikten durch ausländische Personen haben. Dazu muss man sich nur die Zusammensetzung de Haftinsassen in deutschen Haftanstalten genauer anschauen !!!

    NEIN und wenn nun doch der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit wiedereinmal von TheDad und Co kommt: sei Ihnen geantwortet: NICHT JEDER AUSLAÄNDER ist kriminell, homophob oder denkt patriachalisch und die ausländischen Frauen sowieso nicht, aber wir haben doch mit einem erheblichen Anteil von kriminellen und homophoben Straftätern zu kämpfen, die aus dem Nahen Osten und Nordafrika stammen. Wer dies tabusiert, der hilft nicht, dem entgegenzuwirken.
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#3 FrageAnonym