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Einzelkommentar zu:
Gabriele Kuby vergleicht Schwule mit Rauchern


#19 LarsAnonym
  • 12.02.2016, 13:49h
  • Wenn es überzeugende Beispiele gäbe, dass die Unterdrückung und Negierung einer homosexuellen Veranlagung zur psychischen Gesundheit beiträgt, dann könnte man ja darüber reden. Im Falle von Rauchern ist das wissenschaftlich durchaus belegbar (Helmut Schmidt mal ausgenommen), im Falle von Homosexualität nicht, sondern eben genau das Gegenteil. Diese Tatsache zu negieren und enfach das Gegenteil zu behaupten, ist meines Erachtens unredlich und stiftet Verwirrung.

    Es wäre übrigens zu fragen, wenn man mal das hingeworfene Stöckchen aufnimmt, was "Ausleben" einer sogenannten "Störung der Geschlechtsidentität" denn bedeutet. Was ist überhaupt der Unterschied zwischen einer Abweichung von der Norm und einer Störung?

    Ein Beispiel: Soll ich jemandem, der eine unreparable Sehstörung hat, (was statistisch nun einmal zu einem bestimmten Prozentsatz vorkommt) verbieten, einen Blindenstock zu benutzen und Blindenschrift zu erlernen, weil das ein unnormaler Lebensstil ist, der mich vielelicht beeinträchtigt und zum Nachdenken über meine eigenen Begrenztheiten, zur Solidarität und zur Rücksichtnahme zwingt? Muss mich diese Abweichung von der Norm, die eben auch irgendwie normal ist, überhaupt stören?

    Eine Störung ist dann eine Störung, wenn sie stört und das heißt meist, dass man nicht in der Lage ist, mit ihr gelassen und konstruktiv, professionell umzugehen, sondern sie einfach nur "weghaben" will.

    Ausleben im Gegenzug heißt nicht, einfach zu tun, was man will, wozu man Lust hat, (das weiß jeder, der liebt) sondern das beste aus den Möglichkeiten, die man bekommen hat, zu machen, für sich, für den Nächsten und für die Gemeinschaft, in der und mit der man lebt. Das Gegenteil wäre - und deshalb graust es mir vor der traditionell-archaischen katholischen Einstellung zur Homosexualität - ein lebensfeindliches - Abtöten: von Gefühlen, Einsichten, Möglichkeiten, Menschlichkeit.
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