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Einzelkommentar zu:
Gabriele Kuby vergleicht Schwule mit Rauchern


#29 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 12.02.2016, 15:42h
  • Antwort auf #21 von Matui
  • Zitat: "...Empörung! Ablehnung! Gegenangriff! Was ich nur selten gelesen habe: Reflektion. Nachdenken. Fundierte Gegenfakten..."

    Auch wenn mancher in seiner (Gegen-) Reaktion etwas über das Ziel hinausschießt, ist meiner Ansicht nach verständlich. Das ist vielleicht die allzu oft gemachte Erfahrung, dass sich (wahrscheinlich) heterosexuelle "Experten/Expertinnen" pseudoakademisch über Homosexuelle stellen. Kuby ist in ihrem Versuch, Homosexuelle als minderwertiger darzustellen subtiler und raffinierter als dumpfe Homophobe. Kuby hält ihre Vorträge (mehrheitlich) nicht vor homosexuellem Publikum und schreibt ihre Publikationen nicht für den homosexuellen Leser. Sie spricht also über Homosexuelle und nicht mit Homosexuellen und lässt sie auch nicht zu Wort kommen. Außerdem bezweifle ich, dass sie in ihrer Rolle als Verfechterin des katholischen Konservativismus, automatisch zur Expertin für Homosexualität wird.
    Auch deinen Blick auf die Vielfalt der Homosexualität finde ich etwas eingeschränkt, da du drei Gruppen von Homosexuellen hervorhebst: Schwule in offenen Beziehungen, "Singles, die rumvöglen, bis ihnen die Rosette glüht" und Schwule in monogamen Beziehungen - weibliche Homosexuelle fallen völlig raus. Auf die Darstellung dieser drei "Beziehungstypen" stützt du deine These, dass sie in der "Sache" nicht falsch liegt. Gut, dass ist deine Meinung. Aber ich glaube, dass es neben den von dir genannten schwulen Beziehungstypen, noch eine Menge andere Formen des homosexuellen bzw. schwulen Lebens gibt und dass Kuby auch in der Sache falsch liegt. Für JEDEN Menschen gilt: je höher die Anzahl von (Sexual-) Kontakten, desto höher die statistische Gefahr sich mit Keimen zu infizieren (das gilt auf für jede Erkältung, wie ich selbst gerade erfahren muss). Das sagt Kuby aber so nicht, sondern sie attestiert praktizierter Homosexualität ein "erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko". Da sie sich in ihren Veröffentlichungen nicht an ein Fachpublikum wendet, erweckt sie wahrscheinlich eher den Eindruck, Homosexualität macht bzw. ist psychisch und physisch krank. Das stimmt so einfach nicht. Gerade was den psychischen Bereich ihrer These zu Homosexualität angeht, habe ich schon genug im meinem letzten Post geschrieben. Mein Fazit: auch wenn Teile ihrer Veröffentlichung statistisch nachvollziehbar sein könnten, ist ihr Hauptinteresse Homosexualität zu diskreditieren. Ich kann die Empörung der Mitforisten nachvollziehen und zweifle etwas, ohne dir zu nahe treten zu wollen, an deiner fundierten Reflexion, die dir bei anderen zu fehlen scheint.
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