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Kommentare zu:
Versteckt lebenden Schwulen um 118.000 Euro erpresst


#1 schwarzerkaterEhemaliges Profil
#2 icemänAnonym
  • 13.02.2016, 18:49h

  • "Ein Grund mehr sich zu outen "???
    Ich denke, die Opfer hatten gute Gründe Ihre Homosexualität nicht offen kund zu tun.
    Dafür gibt es auch heute noch Gründe,denn nicht jeder trifft auf ein Umfeld das sich verständnisvoll und tolerant zeigt. Für junge Schwule ist heute vieles total selbstverständlich und easy. Ich habe mich erst mit Mitte Dreißig outen können, oder besser gesagt müssen, sonst hätte ich mein Leben wohl nicht mehr ertragen. Ich habe diesen Prozess lange vor mir hergeschoben, erst war da die Familie, die ich nicht belasten wollte, insbesondere meine jüngeren Geschwister. Dann war schrieben plötzlich die Zeitungen von einer Schwulenseuche und ich traute mich angesichts der von mir als sehr bedrohlich empfundenen negativen Stimmung in der Bevölkerung nicht mehr " rauszukommen". Ich kann nur hoffen, das ein hartes Urteil gefällt wird. Hier wurden Menschen auf das Schäbigste hintergangen, ausgenutzt und in ihrer Würde beschädigt.
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#3 antosProfil
  • 13.02.2016, 20:07hBonn
  • Antwort auf #2 von icemän
  • "Ich habe diesen Prozess lange vor mir hergeschoben" - Grund genug, jetzt umso lauter über die Beschädigung von irgendwers Würde zu donnern, aber hallo. Würde rulez!

    @ Artikel

    "Beim Chat mit dem Opfer aus Hameln hat S. nach Angaben der Ermittler ein Foto eines dritten SC-Rinteln-Spielers, R., benutzt, das er heimlich aus einem WhatsApp-Chat des Teams kopiert haben soll."

    Heimlich kopiert? Die Sau.
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#4 hugo1970Ehemaliges Profil
#5 hugo1970Ehemaliges Profil
#6 Johannes45Anonym
  • 13.02.2016, 21:59h
  • Also ich kann auch im Jahre 2016 und als mittlerweile in der Mitte der 40er Jahre alter Mann gut verstehen, dass man sich mit Anfang 20 im Alter zwischen 16 und 25 Jahren nicht öffentlich outen will und es in jungen Jahren Zeit braucht, um genügend Selbstbewusstsein aufzubauen. Aber so ab 25 Jahren und älter sollte dann dieser Prozess abgeschlossen sein.

    Mich wundert es immer sehr, wenn ich vereinzelt noch auf Männer mit Ende 30 und in den 40er treffe, die immer noch versteckt leben; das kann ich dann nicht mehr nachvollziehen, wobei in zwei Fällen kenne ich schwule katholische Priester, die versteckt leben, weil sie Sorge haben, von der Kirchenleitung gekündigt zu werden, wenn sie offen sich outen. Wären sie lutherische Pastoren hätten Sie dieses Problem in den Landeskirchen der EKD nicht.

    Daher auch ich kann jedem nur empfehlen: spätestens mit Ende 20/Anfang 30 sollte man geoutet sein, je früher desto besser, wobei Selbstbewustsein ist dabei wichtig und das hat nicht jeder bereits mit Anfang 18 und daher kann ich es gut nachvollziehen, wenn man als junger Mensch mit 20 noch ungeoutet ist.
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#7 audi5000Profil
  • 14.02.2016, 00:19hlindau
  • also ich bin auch nicht geoutet und kann gut damit leben. es gibt hat einfach dinge die gehen mein umfeld nicht´s an! ich lebe aber nicht wie viele so schön sagen im schrank. wer´s wissen sollte der weis es auch
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#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 14.02.2016, 07:32h
  • Es ist doch logisch, dass eine eventuelle Erpressbarkeit daraus resultiert, ob man glaubt, versteckt leben zu müssen oder nicht.

    Wenn Homosexualität kein (vermeintlicher) Makel mehr wäre, gäbe es auch keinen Grund, sich zu verstecken.

    Also kann die gesellschaftliche Lösung dieses Problems nur sein, die Stigmatisierung queerer Menschen zu beseitigen.

    Solange es diese Stigmatisierung noch gibt, und in deren Folge das Bedürfnis, sich zu verstecken, wird es auch eine Erpressbarkeit wegen Andersseins geben.

    Das Ganze ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und kann auch nur von der Gesellschaft als Ganzer vollständig gelöst werden.

    Ich persönlich hatte mein Coming out zwischen 1988 und 1990 und bin heilfroh, diesen Schritt mit -auch damals schon sehr späten- 25 Jahren für mich beendet zu haben. Daraus resultierte ein Gefühl der zumindest teilweisen Freiheit - nämlich, diesbezüglich eben NICHT erpressbar zu sein (und ich lebte durchaus in homophoben Zusammenhängen).

    Natürlich erfordert es, aus einer Unterdrückungssituation heraus, Kraft, diesen Schritt zu gehen und auch immer wieder neu aufrechtzuerhalten, da es ja immer wieder neue Lebenszusammenhänge gibt, in denen man dann eben entweder offen zu sich selbst steht oder nicht.

    Ich kann aus eigener Erfahrung jedenfalls nur jedem raten: Geht diesen Schritt. Lasst es nicht zu, dass Euch die Gesellschaft stigmatisiert und damit erpressbar macht.

    Ich persönlich hätte es keinen Deut länger ertragen, diesbezüglich angstbeladen durchs Leben gehen zu müssen.
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#10 saltgay_nlProfil
  • 14.02.2016, 10:09hZutphen
  • Nur um ein paar Klischees einmal wieder vorzubeugen, wenn hier Behauptungen aufgestellt werden über die evangelischen Landeskirchen. Gerade die hannöversche Landeskirche und die Braunschweiger Landeskirche haben sich mit homosexuellen Miterarbeitern äußerst schwer getan. So war es noch vor 25 Jahren durchaus üblich, dass homosexuelle Pastores aus dem Gemeindedienst entfernt wurden. Ferner darf man nicht vergessen, dass die Kirchenvorstände (Presbyterien) über die Besetzung einer Pfarrstelle entscheiden. Da wird kein deutscher Kirchenvorsteher einem schwulen Pastor den Zuschlag geben. Das hat ganz einfache praktische Gründe: sein ebenfalls schwuler Lebenspartner würde sich bei der Frauenhilfe nicht so wohl fühlen und auch wahrscheinlich nicht bei dem Altenkaffee die Kaffee- und Teekannen herumschleppen. Diese dienenden Aufgaben erfordern einfach schlicht gekleidete Frauen mit Dutt und dem Hauch des CVJM-Muffs. Ferner müssen auch Kinder im Pfarrhaus vorhanden sein, damit sich die Schabracken nach dem Gottesdienst entweder gegenseitig in den hymnischen Lobpreisungen über die Aufgewecktheit, den Liebreiz und die gottgegebene Fröhlichkeit der Kinder gegenseitig überbieten können, oder mit der fraulichen Gehässigkeit die alte Volksweisheit verkünden: "Pastors Kinder, Lehrers Vieh gedeihen selten oder nie." (Kann zu Eltersprechtagen genau umgedreht werden und bleibt dennoch richtig).

    Die Schwestern sollten sich mit ihrem religiösen "Coming Out"-Wahn einfach zurück halten. Schön, wenn es bei ihnen keine Probleme gab - aber daraus wird noch keine Weltanschauung, die für jeden Schwulen vorgeschrieben ist. Da sind wir dann nämlich wieder in der geistigen Begrenztheit eines niedersächsischen Pfarrhauses.

    Mir ist auch nicht bekannt, dass die Bewohner des Anna-Stiftes in Hannover jeden Morgen mit Begeisterung ihre spastisch Lähmung auf der Straße herausposaunen, sondern ebenfalls unter der Ignoranz und Gleichgültigkeit der Bürger leiden. Die Welt wird durch das coming out nicht rosa.

    Ferner gibt es Berufe, in denen Schwule nicht erwünscht sind. Man denke nur an die Missbrauchshysterie der vergangenen Jahre, weshalb männliche Erzieher mit der Lupe zu suchen sind, oder andere soziale Einrichtungen eines nicht wollen: keine geouteten homosexuellen Mitarbeiter.

    Natürlich ist das eine Frage der gesellschaftlichen Entwicklung. Doch wenn man jetzt sieht, wie nach 70 Jahren nationalsozialistische Ideologie wieder salonfähig ist und Eingang in die Volksparteien findet, dann darf ja wohl die Existenz eine demokratischen und toleranten Gesellschaft verneint werden. Wer das nicht sieht, der macht sich etwas vor und redet sich die Welt schön.

    Erpressung ist ein Verbrechen, dass es immer geben wird, nur der Erpressungsgegenstand kann verschiedene Formen annehmen. Da der Mensch nicht vollkommen ist, ist Jeder erpressbar und sollte sich keinen Illusionen hingeben nicht selbst einmal in eine solche Lage zu geraten.
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#11 hugo1970Ehemaliges Profil
#12 ursus
  • 14.02.2016, 15:24h
  • Antwort auf #7 von audi5000
  • >"es gibt hat einfach dinge die gehen mein umfeld nicht´s an!"

    ich bemühe mich, für konkrete risikoabwägungen verständnis zu finden. aber ich gebe zu, das hier ist eine formulierung, die mich argwöhnisch macht. vielleicht kannst du erst mal genauer sagen, was du konkret damit meinst? ein oder zwei beispiele vielleicht?
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#13 audi5000Profil
  • 14.02.2016, 17:35hlindau
  • es geht zum beispiel niemanden was an das ich schwul bin. ich renne auch nicht zu jedem und frage ober er/sie hetero ist? das ist allein meine sache und ich persönlich kann damit leben. wer sich outet hat meinen vollen respekt und ich finde gut das er so ein umfeld hat die das dann auch aktzeptieren, ich hab´s hat nicht drum behalte ich´s für mich
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#14 Dont_talk_aboutProfil
  • 14.02.2016, 18:00hFrankfurt
  • Frage: Kann es sein, dass jemand "offen schwul" ist, aber trotzdem aus schwulen Sexdates (etwa auf den blauen Seiten) ein Geheimnis macht ?

    Ich kenne Leute, die sind offen heterosexuell, verheimlichen aber trotzdem ihre Bordellbesuche in ihrem privaten Umfeld
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#15 Talk-aboutAnonym
#16 TheDadProfil
  • 14.02.2016, 18:29hHannover
  • Antwort auf #13 von audi5000
  • ""wer sich outet hat meinen vollen respekt und ich finde gut das er so ein umfeld hat die das dann auch aktzeptieren, ich hab´s hat nicht drum behalte ich´s für mich""..

    Erst das Outing schafft dieses Umfeld !

    Man kann immer noch nicht erwarten in einem Umfeld zu sein, daß von vorne herein völlig positiv reagiert..
    Da muß man Aufklären, und vor allem auch aussortieren..
    Leute die mich ablehnen weil ich Schwul bin KÖNNEN nicht meine Freunde sein..
    Und Verwandtschaft wird sehr oft überbewertet..
    Es gibt für jeden eine Soziale Familie..
    Manchmal muß man die erst suchen..
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#17 ursus
  • 14.02.2016, 19:09h
  • Antwort auf #13 von audi5000
  • naja, es ist eine sache, wenn man sich sagt: mein umfeld würde tierisch rumstressen, das erspare ich mir. da ist uns wenigstens noch bewusst, dass wir unsere eigene freiheit einschränken wegen dieser trottel.

    aber wenn du dir allen ernstes einredest, "das" gehe niemanden etwas an, während "das" gleiche bei heterosexuellen überhaupt kein problem ist und ganz selbstverständlich überall erzählt werden kann, dann gehst du heteronormativer unsichtbarkeitspropaganda auf den leim.

    sei wenigstens ehrlich zu dir selbst.
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#18 audi5000Profil
  • 14.02.2016, 19:53hlindau
  • ich bin ehrlich zu mir! und ich kann nur wieder mal zu den ganzen 100% hardcore geouteten sagen: wo sind den eure profilbilder hier auf ner queeren seite? angst das man euch kennt? außerdem habe ich meinen sozialen umgang, und meine familie ist mir auch nicht so wichtig
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#19 Dont_talk_aboutProfil
#20 Talk-aboutAnonym
  • 14.02.2016, 20:20h
  • Antwort auf #19 von Dont_talk_about
  • "Die meisten hier, denken halt zu eindimensional. Für sie dreht sich alles nur um die sexuelle Orientierung. Dass jemand seine sexuelle Orientierung offenlegt, aber sein konkretes Sexualleben lieber im Dunekel lässt, ist ihnen zu vielschichtig"

    DU BIST DOCH DERJENIGE, DER DIES MIT SEINER NAIV-DUMM-DÄMMLICHEN FRAGEREI INS ALBERNE ZIEHT!!!!!!!!!

    Wieso fragst du überhaupt so doof???
    Wer reduziert den offen lebende Schwule nur auf ihre Sexualität??
    Und nochmal: was sind denn "versteckt-lebende Heterosexuelle"??
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#21 ursus
  • 14.02.2016, 21:14h
  • Antwort auf #18 von audi5000
  • ich rede nicht von 100%. ich dachte, das wäre klar geworden. ich habe verständnis für risikomanagment.

    was ich nicht verstehe, ist, dass so viele schwule die floskeln übernehmen, mit denen unser unsichtbarbleiben gerechtfertigt werden soll, als bestünde das problem nicht in homophobie, sondern in unangemessen aufgedrängter privatheit.

    es gibt nun mal kaum einen hetero, der davon redet, dass seine sexuelle orientierung ach so furchtbar "privat" sei, dass er darüber nicht z.b. mit kolleg_innen reden wolle. dass es andere private details gibt, die man nicht mit jedem teilen möchte, ist eine andere frage. hier geht es darum, dass homo und hetero mit verschiedenen maßstäben gemessen werden. wer das nicht sehen will, belügt sich. und übrigens auch andere.
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#22 audi5000Profil
  • 14.02.2016, 21:46hlindau
  • und eben weil das mit verschiedenen maßstäben gemessen wird behalte ich´s für mich. ich wohn auf´m land und da braucht es nun mal keiner wissen.
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#23 ursus
  • 15.02.2016, 00:11h
  • Antwort auf #22 von audi5000
  • bitte verstehe mich nicht falsch. es geht mir nicht darum, dich für deine entscheidungen anzugreifen. jede_r muss selber wissen, was sie_er für richtig / erträglich hält.

    was ich kritisiere, ist deine argumentation, die mir immer noch irgendwie diffus vorkommt. wenn ich da evtl. was falsch verstehe, dann tut es mir leid. wir können es von mir aus dabei belassen.
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#24 Homonklin44Profil
  • 15.02.2016, 01:30hTauroa Point
  • Antwort auf #22 von audi5000
  • Recht hast Du. Meiner Meinung nach reicht es völlig aus - und das auch nur, solang man's will - sich unter Schwulen zu 'outen'.

    Alles andere ist doch Privatsache. Die kann man bei sich behalten, auch wenn die ganze Welt heute glaubt, das Private sei sowas wie ein Schaukäfig für alle.

    Bei mir hat es Gründe von mehrmaligem Verlust des gesamten Bekanntenkreises, Gewaltandrohung und erfahrener homophober Übergriffe, warum ich es nach mehrfachem Wohnortwechsel für mich behalte. Damit müssen die Outing-Fanatiker halt leben. Und wenn mich das zur Schrankschwester abstempelt, dann isses so, fertig. Kratzt's den Frosch an den Locken?

    Erpressen lassen würde ich mich nicht. Dem könnte ich eh nur 1 Tasche voll Pfandflaschen bieten.
    Da gäbe es Wege, dem das zu vereiteln. Aber dass das auch nicht jeder kann oder sich nicht zutraut, versteh ich gut. Leute, für die evtl. Familie, Liebe, Job auf dem Spiel steht, zahlen dann lieber.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 audi5000Profil
  • 15.02.2016, 12:24hlindau
  • ursus ich fühle mich da nicht angegriffen. ich halte es da nur wie homonklin! ich tu mir nicht leicht mir nen freundeskreis aufzubauen. daher halte ich mir lieber was ich habe. und das sind freunde auf die ich mich immer verlassen kann. und die müssen nunmal nicht unbedingt wissen das ich schwul bin. vielleicht vermuten sie es ja, ich spiele ja auch etwas damit. zum beispiel mit meinem besten freund mit dem ich seit 25 jahren engstens und bestens befreundet bin. und nicht mal der weis es so gut bin ich im schauspielern. und wie gesagt, ich habe meine dates, oder auch nicht und mir fehlt nicht´s. da muss ich mich nicht outen!
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#26 ursus
  • 15.02.2016, 13:59h
  • Antwort auf #25 von audi5000
  • oh, ich hatte nicht erwartet, dass es sogar um deine besten freunde geht. ehrlich gesagt, ich finde es ziemlich traurig, das zu lesen.

    du musst selber entscheiden, was du von deinem leben erwartest. und was du unter einer freundschaft verstehen willst.

    aber ich bin mir ziemlich sicher, dass noch nie ein mensch auf dem sterbebett lag und sagte: "wie gut, dass ich so gut schauspielern konnte und immer auf meine ängste gehört habe."

    und ich sage das wirklich ohne überheblichkeit, denn mit dem angsthaben kenne ich mich selber leider ziemlich gut aus. ich wünsche dir mut und die erfahrung, dass er sich bezahlt macht.
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#27 audi5000Profil
  • 15.02.2016, 15:20hlindau
  • und nochmal, ich habe keine angst es geht nur niemanden etwas an! was ist daran so schwer zu verstehen das ich wenn es ums schwul sein geht das auch nur unter schwulen leben will? und an meinen freund kommt ein schwuler kerl eh nicht ran. ich würde eh nur vergleichen und die könnten nur verlieren
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#28 ursus
#29 TheDadProfil
  • 15.02.2016, 16:09hHannover
  • Antwort auf #25 von audi5000
  • ""zum beispiel mit meinem besten freund mit dem ich seit 25 jahren engstens und bestens befreundet bin. und nicht mal der weis es so gut bin ich im schauspielern.""..

    Schauspielern..
    Du stellst Deiner Umgebung einen Hetero dar..
    Der Du nicht bist..

    Leute die mich ablehnen weil ich Schwul bin KÖNNEN nicht meine Freunde sein..

    Wenn ich anderen Menschen den Hetero vorspiele, weiß ich nicht einmal, ob sie meine ECHTEN Freunde sind UND bleiben, wenn ich mich oute..

    Also spielt man nicht nur den Hetero, sondern letztlich auch den Freund..
    Das ist es nicht, was ich mir unter einer Freundschaft vorstelle..
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#30 audi5000Profil
  • 15.02.2016, 17:01hlindau
  • also um es nochmal anders zu sagen. ich stehe allein durch meine berufe in der öffentlichkeit, dann wende ich zeit für meine schwester, meine freunde, meine familie und was weis ich wen noch so alles auf. das ich schwul bin das gehört nur mir und das will ich nicht auch noch wie meine zeit mit jedem teilen.
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#31 David77Anonym
  • 15.02.2016, 17:42h
  • Antwort auf #30 von audi5000
  • Ja gut, aber was machst du denn, wenn du deine Liebe findest und zusammenziehen willst?
    Die Freundschaft zum besten Freund kündigen?
    Es geht doch nicht darum, was du mit deinem Kerl im Bett bevorzugst...Aber schwul zu sein ist doch viel mehr als das.
    Hast du denn keine Angst, dass dein bester Freund eher negativ reagiert, weil du ihm diesen Teil verschweigst oder er sich deshalb verletzt und ausgeschlossen fühlt?
    Wie würdest du dich fühlen, wenn dein bester Freund heiratet und viele Leute, aber dich nicht einlädt, weil er das für seine private Sache hält?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 TheDadProfil
  • 15.02.2016, 18:01hHannover
  • Antwort auf #30 von audi5000
  • ""das ich schwul bin das gehört nur mir""..

    Nicht deiner Familie ? Deiner Schwester ? Deinen Freunden ?

    Das ist bestenfalls naiv..
    In meinen Augen sogar Unsinn, denn ich kann Schwul-sein nicht mit einem Fetisch vergleichen, den man allein im kleinem Kämmerlein lebt, weil die bucklige Verwandtschaft sich davon irgendwie angeekelt fühlen könnte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 Homonklin44Profil
  • 18.02.2016, 02:32hTauroa Point
  • Antwort auf #28 von ursus
  • Dass er keine Angst hat, hat er nun ja mehrfach geschrieben. Da wird ihm auch keine wachsen, wenn man sie ihm unterstellt.

    Vielleicht sucht er sich einfach aus, was in seinem Privatleben bleiben soll und was nicht. Dass viele Schwule kein Privatleben kennen, muss nicht zum Lebensgebot anderer werden.

    Und@TheDad :

    Schwester, Bruder, Omma, Freunde ect. haben auch ein Privatleben, das man selbstverständlich achtet. So, wie die im Anstandsfall das eigene.

    Beim besten Kumpan würde ich audi5000 ebenso zustimmen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#34 audi5000Profil
  • 18.02.2016, 10:12h lindau

  • Und nochmals Danke homoklin für dein Verständnis! Also wenn ich schon mein Geld, meine Zeit, meine Autos, und mein ganzes Leben mit jedem teilen soll dann will ich wenigstens mein schwul sein für mich behalten und nur teilen mit wem ich will! Und ausreden wer mich mit meinem Freund so sieht denkt eh das wir schwul sind. Weil es und nur zusammen gibt! Da kommt bei mir kein Mann aber auch bei ihm keine Frau dazwischen. Klar wird er's schon hier und da mit einer treiben er ist ja auch noch verheiratet aber wie er selbst immer sagt kommt ihm keine mehr ins Haus. Also bis auf den Sex sind wir das Ideale Paar und da muss ich mich nicht mit aller Gewalt Outen, vielleicht weis er's ja doch von mir?!
  • Antworten » | Direktlink »
#35 ursus
  • 18.02.2016, 14:25h
  • Antwort auf #33 von Homonklin44
  • ich gebe hier keine gebote für irgendwen vor. ich weise darauf hin, dass es für mich ein problem ist, wenn man die privatheit des privaten bei heteros und homos mit verschiedenen maßstäben misst. und erst recht, wenn schwule das selber tun.

    >"Dass viele Schwule kein Privatleben kennen, muss nicht zum Lebensgebot anderer werden."

    du suggerierst eine alternative von "jedem alles auf die nase binden" oder "niemandem etwas privates verraten". das ist aber nicht die alternative. das ideal liegt für die meisten irgendwo in der mitte. es gehört zu den perfidesten argumenten unserer unsichtbarmacher_innen, anzudeuten, dass es an sich schon geradezu unanständig sei, überhaupt mit irgendwem über "privates" zu reden. das soll nämlich seltsamerweise immer nur für queere menschen gelten, während die angeblich "normalen" immer und überall ihr "privates" ausbreiten.

    privatheit bedeutet für keinen einzigen hetero "geheimhaltungspflicht". und das sollte es für uns auch nicht bedeuten.

    lassen wir mal nachbarschaft und beruf außen vor: findest du es nicht merkwürdig, wenn sogar in einer freundschaft ein wichtiger teil des eigenen lebens vollkommen tabu bleibt?

    mit wem, wenn nicht mit meinen besten freund_innen, soll ich denn über das reden, was mich privat bewegt? für mich macht gerade das eine freundschaft aus.

    und nein, ich will hier niemandem angst einreden, die er nicht hat. wenn audi5000 aber davon redet, er spiele seinem besten freund etwas vor ("schauspielern"), dann ist doch die frage berechtigt, ob das wohl etwas mit angst zu tun hat. nach einer völlig souveränen entscheidung klingt es für mich nach wie vor keineswegs.
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#36 ursus
  • 18.02.2016, 14:52h
  • Antwort auf #33 von Homonklin44
  • >"Schwester, Bruder, Omma, Freunde ect. haben auch ein Privatleben, das man selbstverständlich achtet. So, wie die im Anstandsfall das eigene."

    auch das ist rhetorisch geschickt, folgt aber wiederum einer perfiden scheinlogik der unsichtbarmachung.

    "das privatleben achten", das klingt natürlich nobel und unstrittig. es geht hier aber gerade nicht darum, ob man die privatsphäre von ANDEREN achtet, sondern um die frage, inwieweit man sein EIGENES privatleben tabuisiert. auch hier suggerierst du, es sei per se unanständig und schamlos, etwas privates mit nahestehenden menschen zu teilen. das ist es aber nicht.

    du erklärst hier indirekt etwas zutiefst menschliches zu etwas unanständigem. das finde ich empörend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#37 TheDadProfil
  • 18.02.2016, 15:18hHannover
  • Antwort auf #33 von Homonklin44
  • ""Schwester, Bruder, Omma, Freunde ect. haben auch ein Privatleben, das man selbstverständlich achtet. So, wie die im Anstandsfall das eigene.""..

    Natürlich..
    Omma's die einem erzählen wie sie den Opa kennen lernten..
    Mutti's die einem erzählen warum sie eigentlich ausgerechnet diesen Kerl heiraten wollten..
    Brüder die ihre heimlichen Porno-Sammlungen herzeigen, um nachzufragen, welche "dralle Blondine" einem wohl mal einen blasen sollte..
    Schwestern die einem ungefragt ihre neue Eroberung vorstellen, und freudig verkünden in "anderen Umständen" zu sein..
    Mithin alles sehr deutlicher Hinweise auf die "sexuellen Aktivitäten" der Verwandtschaft..

    Die Schieflage zwischen "geht die nichts an", und dem deutlichem, beinahe täglichem "coming out's" der einen umgebenden Heten ist doch erkennbar, oder ?

    ""Beim besten Kumpan würde ich audi5000 ebenso zustimmen.""..

    Ich soll jemanden als "meinen besten Freund" akzeptieren, der sich bei einem Coming Out meinerseits möglicherweise als Schwulen-Feind herausstellen könnte ?
    Alleine die Möglichkeit das man mich ablehnt weil ich Schwul bin, ist inakzeptabel zum Aufbau und führen von Freundschaften..

    Wenn "audi5000" das leben so will, aus welchen Gründen auch immer, dann soll er..
    Es bleibt ein "sich-selbst-belügen"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#38 audi5000Profil
  • 18.02.2016, 19:25hlindau
  • also langsam werde ich schon sauer! wo seit ihr denn, ich kann euch nicht sehen? zu feige sich sogar auf ner schwulen seite mit bild zu zeigen? ist schon besser sogar unter sich 100% anonym zu bleiben oder? ich teile mein ganzes leben mit anderen und das schwul sein gehört nur mir. war das jetzt mal deutlich
  • Antworten » | Direktlink »
#39 ursus
  • 19.02.2016, 15:36h
  • Antwort auf #38 von audi5000
  • >"ich teile mein ganzes leben mit anderen und das schwul sein gehört nur mir. war das jetzt mal deutlich"

    das habe ich verstanden. WARUM das so ist, wenn es angeblich nichts mit angst zu tun hat, das verstehe ich nicht.

    weshalb die meisten menschen im internet mit privaten daten und bildern vorsichtig sind, finde ich nicht besonders erklärungsbedürftig. zumindest bei mir hat das nichts mit versteckspielen zu tun. wer meinen bürgerlichen namen googelt, findet in zehn sekunden heraus, dass ich schwul bin, und das ist okay. trotzdem halte ich nicht in jedem internetforum meinen kopf zum draufschlagen hin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 audi5000Profil
#41 audi5000Profil
  • 19.02.2016, 21:37hlindau
  • ach und das mit dem draufschlagen das machst aber gerne bei anderen? so was aber auch
  • Antworten » | Direktlink »
#42 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 19.02.2016, 21:55h
  • Antwort auf #41 von audi5000
  • Also jetzt mach' mal halblang.

    ursus schreibt hier so ziemlich die empathischsten Kommentare von allen. Ich kann da nirgends ein Draufschlagen erkennen.

    Allerdings führen wir hier eine offene gesellschaftliche Diskussion. Und wenn jemand nicht verstehen kann, weshalb Du so versteckt leben zu müssen glaubst, ist es nur legitim, da auch mal nachzufragen und nachzuhaken. Mit allem Respekt.

    Also fang' DU jetzt nicht an, um Dich zu schlagen.
    Danke.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#43 Homonklin44Profil
  • 19.02.2016, 22:21hTauroa Point
  • Antwort auf #37 von TheDad
  • Lieber TheDad, ich weiß nicht, in was für einer sozialen Umgebung Du lebst, und wenn Deine Kontakte derart offen miteinander umgehen, ist das deren bzw. eure Sache.

    In meiner Welt läuft das wesentlich zurückhaltender ab, ich bin damit aufgewachsen, dass man sich anderen nicht mit Details aus dem Privatleben aufdrängt, und Fragen danach auch nicht beantworten muss.

    Mir geht es darum, dass jeder Mensch selbst bestimmen kann, frank und frei, welche Lebensdetails seine Umgebung erfahren mag, oder auch nicht erfahren soll. Die Motive, warum man etwas für sich behält, sind dabei doch ziemlich nebensächlich.
    Schwulsein ist zumindest etwas so Privates, dass es genügt, wenn andere Schwule, so man sie lange kennt, davon erfahren, oder vielleicht ein potentieller Partner.

    Wenn man den Mumm hat oder meint, das muss unbedingt sein und wenn nicht so dann geht die Welt ein Stückerl unter, kann man's irgendwann Eltern und Geschwistern verklickern. Das wäre dann das klassische 'kleine' Outing im engsten Kreis.

    Aber auch dazu ist niemand verpflichtet.

    Mein bester Freund ist leider ein ausgesprochen homophober Mensch aus einer entsprechend geprägten Subkultur seines Landes. Das tut dem aber nicht ab, was die Kenntnis seiner Persönlichkeit unersetzlich für mich macht. Ich möchte diesen Menschen möglichst bis irgendwann Lebensende kennen, und schwul zu sein ist mir nicht bedeutend genug, um diese Freundschaft daran ins Zerbersten zu schicken.
    Sein Privatleben ist sein gutes Recht und ich akzeptiere seine Person auch mit all den Dingen, die er mir nie erzählen wird. Für mich gehört das zum Selbstverständlichen. Andere können das anders sehen, aber ich habe nicht vor, deren Betrachtungsweise nachzuleben.

    Ich weiß heute noch nicht, wo oder wie Omma Opa kennengelernt hat. Oder Vater die Mutter. Über so etwas sprachen die nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#44 StockholmSyndromAnonym
#45 Homonklin44Profil
  • 19.02.2016, 22:33hTauroa Point
  • Antwort auf #36 von ursus
  • ich suggeriere oder kompliziere nicht, jedenfalls kommen mir gar keine so kimplexen Gedanken zu dem Thema, wie Dir offenbar.

    Ich weise drauf hin, dass jedem Menschen die Entscheidung zusteht, inwiefern er sein Privatleben bestellt hält, mit wem er welche Details teilen möchte, oder auch nicht, wobei die Entscheidung, es nicht zu machen, ebenso frei ist, wie die Gegenteilige.

    Das Privatleben kann ja nur so lange eines sein, solange man es für sich behält. Was Du da von Tabuisierung faselst, versteh ich nicht mal recht.

    Unanständig und schamlos finde ich eher die Art, wie man heute teils mit Details aus dem Privatleben anderer berieselt und bedrängt wird, sogar dann noch, wenn man signalisiert, kein Ohr dafür über zu haben. Gerade unter Schwulen scheint das ja eine Art Zwang zu sein ... mir egal, deren Sache. Ich muss deshalb nicht gleich damit verfahren.

    Mir geht es darum, dass es nicht unbedingt sein muss. Nicht, dass es nicht machbar oder nicht möglich sein soll. Das wäre ja wieder eine Frage der jeweiligen Umstände und der Gewichtung der Sozialkontakte.

    Und so ist es audi5000 freigestellt, mit oder ohne der von Dir ihm unterstellten 'Angst'. Die es meines Erachtens nicht gibt.
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#46 Homonklin44Profil
#47 TheDadProfil
  • 20.02.2016, 00:32hHannover
  • Antwort auf #43 von Homonklin44
  • ""Lieber TheDad, ich weiß nicht, in was für einer sozialen Umgebung Du lebst, und wenn Deine Kontakte derart offen miteinander umgehen, ist das deren bzw. eure Sache.""..

    Ich schrieb schon weiter oben, man schafft sich seine Umgebung selbst..
    Je mehr offenes Leben, desto weniger homophobe Menschen scharen sich um einen herum..
    Natürlich kann man die gerade in der Arbeitswelt nicht ausschließen..
    Aber Freundschaften schließen mit einem Menschen der homophob ist, oder von dem ich daß im Verlauf der Bekanntschaft die sich zu Freundschaft entwickeln kann, erfahre ?

    Nöö..
    Dazu bin ich mir ganz hanseatisch viel zu fein..

    ""dass man sich anderen nicht mit Details aus dem Privatleben aufdrängt""..

    Wenn man seiner Umgebung nicht verborgen hält, ein stolzer Schwuler Mann zu sein, ist das kein "aufdrängen von Privatleben"..
    Jede Hete erzählt mir ungefragt die sexuelle Beziehung, spätestens mit dem herumzeigen des Eheringes..

    ""und Fragen danach auch nicht beantworten muss.""..

    Das kommt darauf an, ob man bereit ist seine Umgebung zu belügen..
    Auf die Frage nach der Freundin kann man antworten, man hätte gerade keine..
    Man kann aber auch den Mann an seiner Seite nennen, und eben nicht lügen, und nicht den Partner verschweigen..

    ""Mir geht es darum, dass jeder Mensch selbst bestimmen kann, frank und frei, welche Lebensdetails seine Umgebung erfahren mag, oder auch nicht erfahren soll."..

    Wenn man darüber einmal richtig nachdenkt, wird man zu der Erkenntnis kommen, das es diese Freiheit für Heten auch nicht wirklich gibt..
    Teil der vorhandenen Homophobie ist es tatsächlich, das Heten immer darstellen müssen, selbst Hetero zu sein..
    Und das stellen sie dann auch klar..
    Mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Frau, meine Kinder..

    ""Schwulsein ist zumindest etwas so Privates,""..

    Schwuler Sex mit dem Partner oder dem ONS ist privat..
    Schwules Leben ist so privat wie die Kasse beim LIDL..

    ""Aber auch dazu ist niemand verpflichtet.""..

    Das seh ich anders..
    Denn wäre dazu keiner "verpflichtet", dann bestünde auch kein Anrecht auf Gleichstellung/Gleichberechtigung..

    Keine Gesellschaft würde Frauen gleichstellen, wenn man sie nicht wahrnehmen würde !

    ""Mein bester Freund ist leider""..

    Deine Entscheidung..
    Daran kritisier ich nichts..

    Meinen besten Freund habe ich vor 41 Jahren kennengelernt..
    Ein kleiner, sehr dicker Junge, der zu einem großem, sehr dicken Mann wurde..
    Hetero und Single, weil keine Frau einen sehr dicken Mann heiratet..
    Außer Reiner Calmund hat halt genug Geld..
    Sie wollen sie selber mästen..

    ""Sein Privatleben ist sein gutes Recht""..

    Meins auch..
    Und zu dem gehört untrennbar ein Schwuler Mann zu sein, der sich nicht verbiegt, um anderen Menschen zu gefallen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#48 ursus
  • 20.02.2016, 00:56h
  • Antwort auf #41 von audi5000
  • also, wo ich "draufgeschlagen" haben sollte, das müsstest du mir schon erklären. du hast dich hier zu deinem leben geäußert, und ich habe nachgefragt. da ich mehrmals auf mein "warum?" nur die antwort "darum!" bekommen habe, habe ich nicht locker gelassen, denn solche antworten finde ich nicht besonders befriedigend. dass das irgendwann nervt, wenn man keine andere antwort parat hat, kann ich ja verstehen, aber mit "draufschlagen" hat das nichts zu tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#49 DoubleBindAnonym
#50 audi5000Profil
  • 20.02.2016, 10:54h lindau

  • Also ich habe glaube ich mehrmals gesagt das ich entgegen meinem anderen Leben mein schwul sein nur für mich haben will. Und wenn Teile ich das nur mit Personen mit denen ich das auch teilen will! Ist das so schwer zu begreifen? Und Sex ist mir eh nicht wichtig, da unterscheide ich mich wohl wieder von so ziemlich jedem anderen Schwulen?! Ich habe meinen besten Freund und den schon seit 25 Jahren und außer Sex könnte ne Freundschaft nicht enger sein. Er ist immer für mich da so wie ich für ihn. Ich fahr mit seinen Kindern in Urlaub passe immer auf sie auf wenn's nötig ist und das werd ich mir nicht zerstören nur weil ich sage ich bin schwul. Und wie ich schon mal erwähnt habe vermutet er er sicher es schon. Er weis ja auch das ich nen schwulen Freund habe! Also ich kann mit dieser "Ungewissheit" die für mich keine ist Leben! Und was meine Familie angeht, meine Mutter ist jetzt 80, ihr Input hat 1945 geendet! Ich muss ihr jetzt nicht noch was erzählen das sie nicht begreifen würde und auch früher nicht begriffen hätte. Ich bin froh das wir jetzt wieder so ein gutes Verhältnis Haben egal was mal war.
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#51 stromboliProfil
  • 20.02.2016, 11:10hberlin
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • "Meins auch..
    Und zu dem gehört untrennbar ein Schwuler Mann zu sein, der sich nicht verbiegt, um anderen Menschen zu gefallen.."
    Ich würd da noch weiter ausholen um homonklin und audi5,0 paroli zu bieten.
    Auch wir müssen uns entscheiden, ob und wie weit wir mit solchen beispielen umgehen und "freundschaften zu homohassenden/abwertenden aufrecht halten oder aufbauen.
    Für mich ist entscheidend, wie da der blick des andern, nicht nur auf mich, sondern auf meine mitcommunity schwuler männer ist. Wichtig auch, sich nicht von anderen , auch wenn die sich bester freund nennen, beleidigen zu lassen ob dessen krankhaftem homohasses.
    Zudem ist die frage zu stellen erlaubt: wie tief muss das eigene ego stapeln, um freund eines solchen "freundes" zu sein!
    Das erinnert an den makabren spruch von göring, der da sagte, "wer jude ist bestimme ich selbst..."
    Wer so handelt, wer so um der eigenen bequemlichkeit willen sich selbst und andere schutzlos macht, weil nicht die gelebte/geäusserte ausgrenzung bekämpfend, hat wiederum an MEINER seite , in meinem freundeskreis, nicht zu suchen.
    Selektion trifft auf selektion.

    "Privat sein wollen" hat auch oft was mit feigheit zu tun. Feigheit, nicht die grenzen ziehen zu wollen/können, weil einem sonst anderweitige vorteile entgehen.
    Ist nicht die ausblendung wichtiger teile einer persönlichkeit einerseits folge eben jenem selektiven denkens das dem privatmenschen vom freund aufgezwungen wird, andererseits aber auch das versagen darüber, den "freund mit der eigegen wirklichkeit zu konfrontieren.
    Ich paktire so auch nicht mit religioten oder faschisten , nur weil ansonsten deren persönlichkeitsbild mir angenehm erscheint.. die nette nachbarn oder sonstwelche zeitgenossen sind.
    Das setzt zwangsweise aber auch neue maßstäbe an die beurteilung der sozialen kompetenz und belastungsfähigkeit obiger foristen.
    Schade!
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#52 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 20.02.2016, 11:29h
  • Antwort auf #50 von Audi5000
  • Als ich mich 1990 meiner Familie gegenüber geoutet habe, war meine Oma, die bei uns lebte, auch genau 80.

    Ihre Reaktion damals: "Was sollte das für mich ändern? Du bist doch mein lieber Junge, und ich liebe Dich so, wie Du bist".

    Man sollte also Achtzigjährige nicht unterschätzen. Wo Liebe im Herzen ist, spielt das Alter nämlich keine Rolle.
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#53 ursus
  • 20.02.2016, 12:29h
  • Antwort auf #50 von Audi5000
  • >"Also ich habe glaube ich mehrmals gesagt das ich entgegen meinem anderen Leben mein schwul sein nur für mich haben will."

    und ich habe gesagt, dass ich das längst verstanden habe, nur nicht, WARUM das für dich so ist. aber wenn du keine andere antwort geben kannst oder willst als "das ist nun mal so", dann verstehe ich es zwar weiterhin nicht, aber dann hilft es ja auch nichts, wenn wir uns hier weiter im kreis drehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#54 audi5000Profil
  • 20.02.2016, 13:55hlindau
  • weil ich es so will und keinen grund sehe es zu ändern weil ich einfach keinen nachteil deswegen habe. ich führe mein schwules leben offen wo ich es will und meine familie ist nunmal kein teil davon.
  • Antworten » | Direktlink »
#55 audi5000Profil
  • 20.02.2016, 14:01hlindau
  • und herr major! wie ich geschrieben habe endete der lernprozess meiner mutter 1945. von 1936 bis 1945 hat sie alles gelernt was sie wissen muss und da gehört ein schwuler sohn nun wirklich nicht dazu! und das hat nicht´s mit feigheit zu tun sondern das ich ihr die letzten jahre die sie hat nicht noch damit belasten möchte. und nochmal ist schon schön so ganz anonym zu bleiben gell. für mich war das nie ne überlegung wert mich hier mit bild anzumelden. aber so mutig bin wohl ausser ein paar anderen nur ich?
  • Antworten » | Direktlink »
#56 TheDadProfil
  • 20.02.2016, 14:13hHannover
  • Antwort auf #46 von Homonklin44
  • ""Stockholm-Syndrom ist zudem ganz was anderes.""..

    Nöö..
    Das zurückstellen eigener Bedürfnisse zugunsten anderer Menschen, die einen unterdrücken und in Geiselhaft der Heteronormativität festhalten, das übernehmen von Denkweisen die nicht die eigenen sein können, weil sie nicht eigenen Zielen dienen, ist genau das..
    Stockholm-Syndrom..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#57 TheDadProfil
#58 TheDadProfil
  • 20.02.2016, 14:28hHannover
  • Antwort auf #55 von audi5000
  • ""wie ich geschrieben habe endete der lernprozess meiner mutter 1945. von 1936 bis 1945 hat sie alles gelernt was sie wissen muss und da gehört ein schwuler sohn nun wirklich nicht dazu!""..

    Weil es Schwule Männer in der Jugend Deiner Mutter ja auch nicht gab ?
    Oder weil es Dir zu mühsam ist das vielleicht falsche Wissen aufzulösen, und durch richtiges zu ersetzen ?

    ""und das hat nicht´s mit feigheit zu tun sondern das ich ihr die letzten jahre die sie hat nicht noch damit belasten möchte.""..

    Schwule söhne sind also eine "Belastung" für die Eltern ?
    Kuck an..
    Dumm bloß daß Du hier eigenes Empfinden als bei den Eltern vorliegendes annimmst..
    Ob ein schwuler Sohn eine Belastung wäre, liegt im Entscheidungsbereich der Mutter..
    Das hätte man natürlich vor Jahren erledigt haben können..
    Schon klar..
    Aber Eltern Entscheidungen zu verunmöglichen ist eine Form von Entmündigung, die keiner von uns erleben will !

    ""und nochmal ist schon schön so ganz anonym zu bleiben gell""..

    Die Frage wurde Dir beantwortet..
    Einfach nur ein Bild im Profil zu haben ist übrigens nicht die Auflösung dieser Anonymität..
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#59 audi5000Profil
  • 20.02.2016, 14:56hlindau
  • also noch mehr quatsch um mit aller gewalt seine outingthese zu rechtfertigen kann echt nicht mehr vorgeschoben werden. der der mich unterdrücken kann muss erst noch geboren werden.
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#60 audi5000Profil
  • 20.02.2016, 15:03hlindau
  • thedad bleib besser unerkannt, auch hier! ich lebe so wie ich´s für richtig halte schwul wo ich will und auch ungeoutet wo ich mag. und was meine mutter angeht, was ist daran so schwer zu verstehen. das hat nicht´s damit zu tun das sie nicht´s neues lernen könnte, sondern das sie nicht´s neues lernen will. und glaub mir ich kenne meine mutter wohl besser als du! adolf war und ist ihr vorbild was man ihnen halt damals eingetrichtert hat und daran wird sich auch nicht´s mehr enden. und ein schwuler sohn oder auch ausländer kann und darf es da nicht geben. war das jetzt mal deutlich das es sogar du kapierst?
  • Antworten » | Direktlink »
#61 TheDadProfil
  • 20.02.2016, 19:35hHannover
  • Antwort auf #60 von audi5000
  • ""thedad bleib besser unerkannt, auch hier!""..

    Bin ich nicht..
    Während auf Deiner User-Seite hier steht
    "audi5000 hat noch keine Kontaktmöglichkeiten angegeben!"
    kann man bei mir lesen das ich unter gleichem Nick bei Romeo zu finden bin, wo dann auch Bilder zu sehen sind..

    Zum Rest mit der Mutter schreib ich jetzt mal weiter nichts, außer, das ich es für Unsinn halte, das 10-Jährige Mädchen, die 6 Jahre ihres Lebens nur Krieg erlebt haben, ihr "Idol" in Hitler finden können, wenn nicht Großeltern auch nach dem Untergang die Legenden fortsetzen, die sich in dem Satz
    "Davon hat der Führer doch nichts gewußt"
    zusammen fassen lassen..

    ""war das jetzt mal deutlich das es sogar du kapierst?""..

    Es geht mir da durchaus ähnlich wie "ursus"..
    Das habe ich schon lange kapiert..
    Das erklärt aber immer noch keine Gründe, sich selbst in Unfreiheit zu halten, um die Verursacher der Unfreiheit vor den Folgen ihrer Dummheit zu schützen..

    Dir ist mehrfach mitgeteilt worden :
    Deine Entscheidung..

    Aber du kannst eben auch nicht erwarten bei solchen Entscheidungen NICHT hinterfragt oder gar kritisiert zu werden..
    Das ist dir doch wohl auch klar..
    Also spar Dir aggressive Untertöne..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#62 stromboliProfil
  • 20.02.2016, 20:43hberlin
  • Antwort auf #59 von audi5000
  • schatzerl, schau in den spiegel und du siehst DEINEN unterdrücker.. egal wieviel du dir da zurechtschusterst an erklärungen und rechtfertigungen.
    Sicher, es ist DEIN leben das du führst, aber es wäre keines an meiner seite , in MEINEM freundeskreis!
    Und jeder schwule müsste sich fragen , wie weit er dir trauen kann im ernstfall!

    Was ich teile ist die sicht darauf, dass, wenn familie uneinsichtig ob der eigenen vergangenheit (parteimitgliedschaft-bdm herkunft u.ä.), und der gegenwärtigen lebenssituation ihres kindes sind, bleibt eine innere trennung unvermeidlich... Aber man sollte sie auch im äusseren vollziehen um so ein für alle mal dem eigenen wie auch zukünftigen auf andere auswirkendes unterdrückungspotential den boden zu entziehen.
    Entsorgt ein für allemal eure kellerleichen der nicht aufgearbeiteten vergangenheitsbewältigung..
    Aus deiner mutter wird anderswo die oma oder der urgroßopa..
    So familiäres unvermögen sich forterbt durch die generationen hindurch.. mal als täter, mal als mitläufer, mal als schweigende!
    Her müssen klare ehrliche aussagen darüber, was ertragbar und was untragbar sein muss..
    Homophobie-hass und abwertung/ächtung ist eine dieser grundsätzlichkeiten, die NICHT und von keiner seite her tragbar sein darf, wollen wir nicht, dass die geschichte/n sich wiederholen!.

    Soviel ehrlichkeit sollte man auch und gerade in der familie sich erarbeiten, um dann erst ein anrecht darauf zu erwerben, innerhalb einer gemeinschaft von anderen gleiche rechte einzufordern.
    Wer an sich selbst diese kriterien nicht erfüllt, verliert ein anrecht auf forderungen an andere.
    Nicht mal die diskussion um gleichstellung oder abwertendes durch dritte ( parteien-kirchen/sekten etc.!) ist dann noch DEIN "anliegen".
    Wie willst du kelle und co entgegentreten , mit welchen argumenten die du dir und deiner mutter gegenüber verweigerst..

    Klarheit darüber wie man sich der umwelt stellt fängt, in der eigenen familie an!
    Sollen sie wissen, dass ihre art zu denken zu urteilen und zu handeln, ihre konsequenzen mit sich bringt.
    Das ist dann individuelle freiheit die du für dich beanspruchen darfst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#63 Homonklin44Profil
  • 21.02.2016, 02:55hTauroa Point
  • Antwort auf #56 von TheDad
  • Sorry, ich schätze Deine Beitragskunst ansonsten öfter, aber hier verstolperst Du Dich doch ein Stückerl im Fachgebiet.

    Wo stelle ich denn Bedürfnisse zurück, und wie weit hast Du mein Leben mit erlebt, um feststellen zu können, wie meine Bedürfnisse tatsächlich bestellt sein mögen?

    Außer bluntly zu mutmaßen? Etwas zu unterstellen, und ins Bläuliche hinaus zu loten?

    Selbst wenn ich zugunsten von irgendwem irgendwas zurückstellen wollte, ist auch das meine Entscheidungsfreiheit. Also vergleichbar damit, beim Veganertreffen nicht grade über das waidgerechte Aufbrechen eines Hirschs zu referieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#64 Homonklin44Profil
  • 21.02.2016, 04:23hTauroa Point
  • Antwort auf #49 von DoubleBind
  • Die 'Konstellation' DARF Dir nicht gefallen.

    Wir zwei sind schließlich nicht befreundet.

    Aber mein Buddy mit mir, und ich empfinde den Kontakt auch nach 21 Jahren immer noch als sehr bereichernd und Freude bringend.

    Pathologisieren ist ein nettes Hobby, aber man sollte es nicht zu verbissen betreiben.

    Bleib wacker.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#65 audi5000Profil
  • 21.02.2016, 15:47h lindau

  • Und wie oft hab ich schon geschrieben das mir durch das nicht geoutet sein absolut und total nichts fehlt? Und unterdrück fühle ich mich erst recht nicht. Und ja meine Großeltern haben das munter weiter geführt, meine Oma war auch so und meine Opas fleißig und und nur in uniform! Drum distanzier ich mich auch komplett davon und versuche trotzdem auch wenn es von euch keiner begreifen kann oder will eine gutes Verhältnis mit meiner Mutter zu haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#66 TheDadProfil
  • 21.02.2016, 18:17hHannover
  • Antwort auf #63 von Homonklin44
  • ""Wo stelle ich denn Bedürfnisse zurück, und wie weit hast Du mein Leben mit erlebt, um feststellen zu können, wie meine Bedürfnisse tatsächlich bestellt sein mögen?""..

    Das muß man gar nicht an persönlichen Aspekten festmachen..
    Das Stockholm-Syndrom ist eine gesellschaftliche Funktion, die in vielen Bereichen zum Tragen kommt..

    Sie beginnt z.B. oft damit Unfähig zu sein den eigenen Kanzler oder die eigene Partei, die eigene "Kirche", oder den eigenen Verein zu kritisieren, weil Kritik Heute nur noch als Schelte, und nicht mehr als Anstoß zum Nachdenken empfunden wird..

    Ich kann mich da ja auch täuschen..
    Aber meine Erfahrung als Pfleger sagt mir,
    ein schwuler Mensch der sich nicht outet, weil er weiß sein "Freund" ist ein homophober Mensch, HAT ein Stockholm-Syndrom !

    ""Selbst wenn ich zugunsten von irgendwem irgendwas zurückstellen wollte, ist auch das meine Entscheidungsfreiheit.""..

    JAAAA.. Sicher..
    Aber das schützt Dich doch nicht vor Nachfragen und kritischen Anmerkungen..

    ""Also vergleichbar damit, beim Veganertreffen nicht grade über das waidgerechte Aufbrechen eines Hirschs zu referieren.""..

    Das macht man auch nicht..
    Da endet dann mein Hang zu meinen Stockholm-Syndromen spätestens, denn ich ginge zu keinen Veganertreffen..
    Ich schau auch nicht aus falsch verstandener "Solidarität" Heten-Pornos mit meinen Heten-Freund*innen..
    Ich such auch meiner besten FrundIN keinen neuen Dildo aus..
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#67 TheDadProfil
#68 audi5000Profil
  • 21.02.2016, 20:26hlindau
  • ja wir kommen schon recht gut aus. und ich spare auch nicht an kritik wenn sie mal wieder mit entsprechenden kommentaren kommt. also was jetzt zum beispiel ausländer angeht. und mein nick auf den blauen seiten ist auch der gleiche wie hier.
  • Antworten » | Direktlink »
#69 Homonklin44Profil
  • 22.02.2016, 03:46hTauroa Point
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • Also ich sehe keine Unfähigkeit zur Selbstkritik. Mir wird häufig ein etwas akzuentierter Hang dazu attestiert, nur mal am Rande.

    "Ich kann mich da ja auch täuschen..
    Aber meine Erfahrung als Pfleger sagt mir,
    ein schwuler Mensch der sich nicht outet, weil er weiß sein "Freund" ist ein homophober Mensch, HAT ein Stockholm-Syndrom !"

    Du täuschst Dich nicht allein darin, sondern auch noch daran, diese Einzelvermutung zum ganzen Urgrund zu erheben, weshalb ich mich nicht (mehr) oute. Ich habe hier wohl öfter schon angedeutet, was da noch alles für Gründe bestehen.
    Da andererseits niemand in diesem Land gezwungen ist (noch nicht, wenigstens) sich zu outen zu haben ... was fast wieder verquer zum Thema Bögen spannt ... sich zum Outing etwa nicht erpressen zu lassen. Auch nicht durch eine schwule Pro-Bewegung. Selbst wenn man dann 'raus' ist.

    Man kann sich auch dem Outing verwehren, weil man nicht jeden Blödsinn der Moderne mitgemacht haben muss. Was meinst Du wohl, wie viele Menschen ihr Leben halbwegs machbar zufrieden überstanden haben, ohne dass alle Welt ihre privatesten Eigenschaften kannte?

    Das tut dem nichts ab, dass, wer will, natürlich darf.

    Ich wundere mich überdies stark über einen Pfleger, der durch Internetforen-Kommentar beflügelt meint, "Ferndiagnöschen" übernehmen zu können, weil's sich über an Ariadne's Fäden hergesponnene Erklärthesen gerade so zu passend reinbauen lässt.
    Andere würden zu denken kommen, Du naschst heimlich von der Medikation Deiner Pflegefälle.

    Ich oute mich vor allem deswegen nicht, weil ich es nicht muss. Wahrscheinlich würde ich es auch dann aufgrund meiner Erfahrungen damit in Familie und jüngeren Jahren nicht wieder versuchen, wenn es in Deutschland zur Pflicht erhoben würde. Zu häufig schlechte Erfahrung vertreibt den Enthusiasmus.

    Die Anführungszeichen aus "Freund" gebe ich mal dankend zurück.

    ""Selbst wenn ich zugunsten von irgendwem irgendwas zurückstellen wollte, ist auch das meine Entscheidungsfreihei t."".. JAAAA.. Sicher.. Aber das schützt Dich doch nicht vor Nachfragen und kritischen Anmerkungen..

    Schützt es mich nicht. Stimmt. Kritische Anmerkungen sind voll okay, damit muss man um können. Kann ich auch. Auf Nachfragen kann man wiederum antworten, muss man aber nicht.

    Ich gehe mit keinem Freund oder Bekannten irgendwelche frivolen Unternehmungen absolvieren, dafür haben die sicher Kollegen ihrer Wahl,( Freundin, Ehefrau, Prostituierte ect.) falls die das machen wollen. Aber zur Jagd, Angeln oder Sport, abendfüllende Diskussionen, sowas schon.

    Vielleicht solltest Du mal nachschlagen, was ein Stockholm-Syndrom außerhalb von Wikipedia und Pflege-Lehrbuch Psychologie so beschreibt. Einfach nur mal so.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#70 audi5000Profil
#71 wiking77
#72 TheDadProfil
  • 22.02.2016, 20:08hHannover
  • Antwort auf #69 von Homonklin44
  • ""Man kann sich auch dem Outing verwehren, weil man nicht jeden Blödsinn der Moderne mitgemacht haben muss.""..

    Du hältst "Coming Out" für eine Erfindung der Neuzeit ?
    Nie etwas von den Griechen gehört ?
    Oder den Römern ?

    ""Was meinst Du wohl, wie viele Menschen ihr Leben halbwegs machbar zufrieden überstanden haben, ohne dass alle Welt ihre privatesten Eigenschaften kannte?""..

    Das ist nicht die Frage..
    Die lautete im Ursprung : Was macht man um Erpressung zu verhindern ?

    Im Zweifel SOFORT zur Polizei gehen, noch bevor die ersten Euros geflossen sind..

    ""Schützt es mich nicht. Stimmt. Kritische Anmerkungen sind voll okay, damit muss man um können. Kann ich auch. Auf Nachfragen kann man wiederum antworten, muss man aber nicht.""..

    Macht Freundschaft dann auch so "wertvoll" wenn sie sich mit dem Nimbus des Geheimnisvollem umgibt..

    ""Vielleicht solltest Du mal nachschlagen, was ein Stockholm-Syndrom außerhalb von Wikipedia und Pflege-Lehrbuch Psychologie so beschreibt. Einfach nur mal so.""..

    Muß ich nicht..
    Habe Dir ja schon geschrieben es aus eigenen Erfahrungen heraus zu kennen..
    Das lehrt mehr als jedes Lehrbuch..
    Und in der Pflege arbeite ich schon seit 20 Jahren nicht mehr..

    Deine Angriffslust ist schon erfrischend..
    Aber wie kommst du auf das schmale Brett, man könnte das Coming Out zur "Pflicht" erheben ?

    Macht doch keiner..
    Es sei denn er ist Hete, und folgt der Heteronormativität seiner Erziehung und Sozialisation..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »

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