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Einzelkommentar zu:
Versteckt lebenden Schwulen um 118.000 Euro erpresst


#8 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 14.02.2016, 07:32h
  • Es ist doch logisch, dass eine eventuelle Erpressbarkeit daraus resultiert, ob man glaubt, versteckt leben zu müssen oder nicht.

    Wenn Homosexualität kein (vermeintlicher) Makel mehr wäre, gäbe es auch keinen Grund, sich zu verstecken.

    Also kann die gesellschaftliche Lösung dieses Problems nur sein, die Stigmatisierung queerer Menschen zu beseitigen.

    Solange es diese Stigmatisierung noch gibt, und in deren Folge das Bedürfnis, sich zu verstecken, wird es auch eine Erpressbarkeit wegen Andersseins geben.

    Das Ganze ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und kann auch nur von der Gesellschaft als Ganzer vollständig gelöst werden.

    Ich persönlich hatte mein Coming out zwischen 1988 und 1990 und bin heilfroh, diesen Schritt mit -auch damals schon sehr späten- 25 Jahren für mich beendet zu haben. Daraus resultierte ein Gefühl der zumindest teilweisen Freiheit - nämlich, diesbezüglich eben NICHT erpressbar zu sein (und ich lebte durchaus in homophoben Zusammenhängen).

    Natürlich erfordert es, aus einer Unterdrückungssituation heraus, Kraft, diesen Schritt zu gehen und auch immer wieder neu aufrechtzuerhalten, da es ja immer wieder neue Lebenszusammenhänge gibt, in denen man dann eben entweder offen zu sich selbst steht oder nicht.

    Ich kann aus eigener Erfahrung jedenfalls nur jedem raten: Geht diesen Schritt. Lasst es nicht zu, dass Euch die Gesellschaft stigmatisiert und damit erpressbar macht.

    Ich persönlich hätte es keinen Deut länger ertragen, diesbezüglich angstbeladen durchs Leben gehen zu müssen.
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