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Boxer Manny Pacquiao steht wegen seiner homophoben Äußerungen weiter in Kritik

  • 22. Februar 2016, 11:17h 20 3 Min.

Auf den Philippinen erfährt das Sport-Idol nach seinen homophoben Ausbrüchen viel Unterstützung aus Politik, Sport und der Kirche.

Die Äußerungen des Boxers und Politikers Manny Pacquiao sorgen in seinem Heimatland, den Philippinen, nach wie vor für kontroverse Debatten. Dabei gibt es Unterstützung von allen Seiten für die Ablehnung der Gleichbehandlung von Homosexuellen durch den 37-Jährigen. So bezeichnete es der Sprecher der nationalen katholischen Bischofskonferenz, Jerome Secillano, am Sonntag in einer Radiosendung als "unfair", Pacquiao für seine Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu verurteilen.

Pacquiao hatte am Montag in einem Interview über schwule und lesbische Paare gesagt: "Wenn sich Männer mit Männern und Frauen mit Frauen paaren, sind sie schlimmer als Tiere" (queer.de berichtete). Nachdem der Sponsor Nike daraufhin seinen Vertrag gekündigt hatte, veröffentlichte der Boxer auf Instagram ein Bibelzitat, wonach ein Mann, der mit einem Mann schläft, mit dem Tode bestraft werden solle (queer.de berichtete).

Secillano erklärte dazu: "Das steht wirklich in der Bibel. Er hat dieses Zitat aus der Bibel genutzt, das wir nicht verändern können." Allerdings sagte Secillano mit Blick auf den Tiervergleich auch, dass Pacquiao keine beleidigende Sprache benutzen sollte. Die Kirche sage, dass man einen Lebensstil oder eine sexuelle Orientierung "respektieren" müsse und nicht verurteilen solle. Pacquiao war als Katholik aufgewachsen, bezeichnet sich aber inzwischen als wiedergeborenen Christen.

"Manny braucht mehr Hilfe"

Unterstützung bekam Pacquiao auch aus seiner Partei, der "Vereinigten nationalistischen Allianz" von Vizepräsident Jejomar Binay. Der Boxer war für die konservative Partei bereits für zwei Legislaturperioden in den Kongress gewählt worden und tritt im Mai für den Senat an. "Leute, die zur Partei gehören, sollten einander helfen", erklärte Parteisprecher Mon Ilagan. "Manche sagen, was Manny gesagt hat, war falsch. Aber er glaubt an gleiche Rechte [für Homosexuelle, d.Red.]. Unsere Partei glaubt auch an gleiche Rechte. Wir denken, Manny braucht mehr Hilfe."

Auch Pacquiaos amerikanischer Boxpromoter Bob Arum stellte sich hinter seinen Klienten. Vor wenigen Tagen hatte er die Äußerungen noch als "verwerflich" bezeichnet und Verständnis für die Entscheidung von Nike geäußert, sich von Pacquiao zu trennen. Am Wochenende erklärte Arum aber gegenüber dem Sender ABS-CBN, dass auch viele Amerikaner die Einstellung des Boxers teilen würden. Er werde persönlich "bis zum Tode sein Recht, so etwas sagen zu dürfen, verteidigen".

Es gab aber auch Kritik an Pacquiaos Angriffen gegen Homosexuelle: So hatte vergangene Woche der amerikanische Boxer Floyd Mayweather, der im vergangenen Jahr im "Jahrhundertkampf" gegen Pacquiao gewonnen hatte, die Aussagen scharf kritisiert und seine Unterstützung für die Ehe für alle erneuert. Auch der philippinischstämmige frühere Wrestler Dave Bautista, der heute als Schauspieler in "Guardians of the Galaxy" oder "James Bond 007 – Spectre" Erfolge feiert, kritisierte Pacquiao mit scharfen Worten: "Ich denke, er ist ein verdammter Idiot. Meine Mutter ist eine Lesbe, also akzeptiere ich so eine Scheiße nicht." (dk)

-w-

#1 Carsten ACAnonym
  • 22.02.2016, 12:22h
  • Wir halten fest:
    die katholische Kirche verteidigt Leute, die zur Ermordung von Schwulen und Lesben aufrufen.

    Das dürfte zwar niemanden wundern, sollte aber nochmal festgehalten werden...
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#2 FelixAnonym
  • 22.02.2016, 12:24h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass schüren?

    Sollte man nicht lieber Armut, Hunger und Gewalt bekämpfen, statt gegen Liebe, Freiheit und Vielfalt zu wettern?!
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#3 NicoAnonym
  • 22.02.2016, 12:51h

  • Statt solche mordlüsternen Fanatiker mal etwas zu beruhigen, bestätigt die Kirche die auch noch und hetzt sie weiter auf.

    So kennen wir die Kirche:
    Andere aufhetzen und die Drecksarbeit machen lassen, damit sie selbst als angeblich barmherzige Samariter ihre Hände in Unschuld waschen können.
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