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Schwule Papis
Nachwuchs für Greg Berlanti und Robbie Rogers

Greg Berlanti präsentierte auf Instagram stolz Bilder mit seinem Filius (Bild: Instagram / berlanti)
- 22. Februar 2016, 16:07h 2 Min.
Der Produzent Greg Berlanti ("Dawson's Creek") und der Profifußballer Robbie Rogers haben mit Hilfe einer Leihmutter eine Regenbogenfamilie gegründet.
Fernsehproduzent Greg Berlanti hat am Samstag via Instagram die Geburt seines Sohnes Caleb Gene Berlanti bekannt gegeben. Der Junge ist am Donnerstag von einer Leihmutter in Kalifornien zur Welt gebracht worden. Der 43-Jährige veröffentlichte mehrere Bilder, darunter auch eines, in dem sein Lebenspartner, der 18-fache amerikanische Fußball-Nationalspieler Robbie Rogers, das Kind in den Händen hält.
"Es gibt nichts, das ich mir mehr gewünscht habe und auf das ich länger gewartet habe als Vater zu werden", so Berlanti in einem Kommentar auf Instagram. "Diesen Traum zu erreichen wäre nicht möglich gewesen ohne die Liebe und die Unterstützung meiner wunderbaren Familie, meiner Leihmutter, meines tollen Freundes und meiner unglaublichen Freunde und Mitarbeiter, die mich ermutigt und mir auf dieser bemerkenswerten Reise geholfen haben."
Berlanti produzierten "Brothers and Sisters" und "The Arrow"

Robbie Rogers mit dem kleinen Caleb (Bild: Instagram / berlanti)
Greg Berlanti ist seit Jahren in Hollywood als Regisseur, Drehbuchautor und meist als Produzent erfolgreich. Er produzierte unter anderem TV-Serien wie "Dawson's Creek", "Brothers and Sisters", "The Arrow" und zuletzt "Supergirl". Zu seinen Arbeiten als Regisseur zählte der schwule Film "Der Club der gebrochenen Herzen – Eine romantische Komödie" aus dem Jahr 2000, bei dem unter anderem Zach Braff, Dean Cain und Timothy Olyphant mitspielten.
Berlanti ist seit Ende 2013 mit dem 15 Jahre jüngeren Fußballprofi Robbie Rogers liiert (queer.de berichtete). Rogers hatte sich als erster US-Profifußballer kurz zuvor als schwul geoutet und wollte danach zunächst seine Karriere beenden (queer.de berichtete). Nach viel internationalem Zuspruch spielte er aber bis heute weiter und konnte unter anderem mit seinem Team LA Galaxy den MLS-Pokal gewinnen. (dk)















Und während in den USA im Bundesstaat Kalifornien kommerzielle Leihmutterschaften erlaubt sind und im anglo-amerikanischen Kulturkreis immer mehr auch prominente schwule Paare wie von Ricky Martin, Elton John oder Neil Patrick Harris Familien durch Leihmutterschaften bilden, wird dies im deutsschsprachigen Kulturkreis rechtlich und politisch verhindert.
Dringend müßte in Deutschland das Embryonenschutzgesetz und das Adoptionsvermittlungsgesetz reformiert werden und dringend müßte auch einmal der LSVD hierzu einen Beschluss fassen, wie ich bereits dort auf der Jahreshauptversammlung 2008 durch eine Frage an den LSVD-Bundesvorstand bereits angeregt hatte, aber immer noch ist dies nicht der Fall.
Der LSVD beschäftigt sich da auf Drängen des SPD-Aktivisten Manfred Bruns um das Asylrecht und gibt Newsletter zur Drittstaatenherkunft von Ländern wie Albanien, Kosovo, Montenegro oder aktuell von Tunesien und Marokko heraus und hat als Schwerpunktthema auch diesen Frühling erneut das Asylrecht. Mittlerweile habe ich beim LSVD den Eindruck, dass es sich nicht mehr um eine Interessensvertretung von LGBT-Belangen handelt, sondern dort grüne Amnesty-International Lobbyarbeit von Volker Beck und Co. handelt.
Während also im Bundesstaat Kalifornien sich immer mehr schwule Paare zu einer Familiengründung im Wege der Leihmutterschaft finden, wird dies in Deutschland systematisch von Politik und Recht unterbunden.