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  • 24. Februar 2016, 15:29h 14 2 Min.

Gabriele Kuby macht seit Jahren Stimmung gegen Homo- und Trans­sexuelle (Bild: ZDF)

In der schweizerischen Grenzstadt Kreuzlingen beendet die evangelische Kirche die Ökumene, weil die katholische Ortskirche die Homo-Hasserin Gabriele Kuby hofierte.

Susanne Dschulnigg, die Kirchenpräsidentin der evangelischen Gemeinde im schweizerischen Kreuzlingen, hat in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "Thurgauer Zeitung" angekündigt, die ökumenische Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde zu beenden. Als Grund nannte die lesbische Christin, dass die Katholiken im Ort der homophoben Aktivistin Gabriele Kuby ein Forum geboten hätten. Die Gemeinde St. Ulrich hatte zum 12. Februar die deutsche Anhängerin der Homo-"Heilung" zu einem Vortrag eingeladen, in dem sie gegen Homosexuelle Stimmung machen durfte.

"Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen es zulassen, wie Gabriele Kuby im Rahmen ihres Referates homosexuelle Menschen als Fehlentwicklung unserer Gesellschaft darstellt, ohne das zu kommentieren", sagte Dschulnigg. "Dass man im Namen der Kirche zulässt, dass gewisse Gruppen wie beispielsweise die Homosexuellen ausgegrenzt werden, ist falsch." Als lesbische Frau sei sie von solchen Darstellungen "persönlich betroffen, befremdet und enttäuscht".

Sie verwies allerdings darauf, dass ihre Amtszeit im Mai ende und ihr Nachfolger die Zusammenarbeit wieder beginnen könne. "Aber für mich ist klar, dass ich mit solchen Leuten während meiner verbleibenden Amtszeit als Kirchenpräsidentin nichts mehr zu tun haben will", so Dschulnigg.

Katholiken drohten wiederholt mit Ende der Ökumene


Susanne Dschulnigg kann die Homophobie ihrer katholischen Glaubensgeschwister nicht mehr ertragen (Bild: Evangelische Kirchengemeinde Kreuzlingen)

In der Vergangenheit haben eher katholische Würdenträger mit dem Ende der Ökumene gedroht, weil ihnen die evangelische Kirche in manchen Gegenden zu LGBT-freundlich wurde. Zuletzt äußerte der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp diese Drohung, nachdem die rheinische Landeskirche homo­sexuellen Paaren die kirchliche Trauung ermöglicht hatte (queer.de berichtete).

Die katholische Kirchengemeinde in Kreuzlingen hatte Kuby im Rahmen einer Erwachsenenbildungsreihe eingeladen, um zum Thema "Gender Mainstreaming" zu sprechen. Die Veranstaltung hatte auch in der Lokalpresse für Irritationen gesorgt; das brachte Kuby dazu, Schwule mit Rauchern zu vergleichen (queer.de berichtete). Zudem forderte der grenz­überschreitende "CSD am See", der in Konstanz und Kreuzlingen gefeiert wird, dass "Christen, gleich ob Katholiken oder Protestanten, nicht unter dem Siegel der Nächstenliebe die Ausgrenzung befördern sollten".

Neben Kuby hat die katholische Kirchengemeinde für kommenden Monat auch Martin Lohmann, den früheren Chefredakteur des katholischen Fernsehsenders K-TV, eingeladen, der in der Talkshow "Hart aber fair" vor einem "homo­sexuellen Hype" warnte und einem schwulen Gast "die Schönheit einer klaren heterosexuellen Lebenswelt" näherbringen wollte (queer.de berichtete). Bei "Günter Jauch" hatte Lohmann 2013 erklärt: "Schwul sein darf man im Prinzip – vorausgesetzt, man praktiziert es nicht, denn das ist Sünde." Er soll in Kreuzlingen zum Thema "Familie – das ungewollte Abenteuer des Lebens?" sprechen. (dk)

-w-

#1 saarteddybaerAnonym
#2 Carsten ACAnonym
  • 24.02.2016, 18:00h
  • Richtig so!

    Man darf bei Hetze nicht immer weggucken.

    Das Schüren von Hass muss endlich Konsequenzen haben...
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#3 HeinerAnonym
  • 24.02.2016, 18:16h
  • Gut, dass es auch noch Christen gibt, die den zunehmenden Faschismus der Katholischen Kirche und ihre immer menschenverachtendere Hetze nicht widerspruchslos hinnehmen und die daraus Konsequenzen ziehen.

    Diesem Beispiel sollten andere folgen.

    Das ist eine Frage der Menschlichkeit, der Aufrichtigkeit und des Respekts.
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