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Kommentare zu:
"Demo für alle": Ein Kampf gegen die "teuflische" Vielfalt


#61 SolidarityAnonym
  • 01.03.2016, 11:53h
  • Antwort auf #52 von PFriedrich
  • "in einem familiären Rahmen der Geborgenheit, der Wertschätzung und der liebenden Akzeptation

    Und warum eigentlich immer in erster Linie in einem "familiären" Rahmen?

    Gerade die - aus ökonomischen Zwängen, aus Ausbeutung und Unterdrückung erwachsene und letztere immer wieder reproduzierende - Fixierung auf die "Familie" verhindert eine tatsächlich freie und selbstbestimmte Entfaltung und Gleichberechtigung aller Menschen. Der vielbejubelte "familiäre Rahmen" ist Tatort Nummer eins für sexuelle und sonstige Gewalt. Jedes Kind muss ein Recht auf möglichst breite Netzwerke von pädagogisch gut geschulten Menschen haben (vermeintlich "besorgte", homophobe, faschistoide Eltern gehören gewiss nicht zu solchen), die gemeinsam und solidarisch gleiche Entfaltungsmöglichkeiten für Alle sicherstellen, unabhängig von der Frage der biologischen Abstammung und bei Bedarf auch gegen elterliche Autoritäten. Nicht zuletzt in der stärkeren Einbeziehung solcher breiten Netzwerke besteht auch laut zahlreichen Studien eine der besonderen Stärken gleichgeschlechtlicher Partnerschaften oder auch von Alleinerziehenden gegenüber dem angeblich so idealen bürgerlichen Familienkonstrukt Mann-Frau-Kind, dessen objektive historische und gegenwärtige Grundlage in nichts anderem besteht, als die Reproduktionskosten der Ware Arbeitskraft für die Kapitalistenklasse so gering wie möglich zu halten.

    Schwule und Lesben werden, wenn sie es mit der Befreiung von jungen Menschen aus krankmachenden, homophoben und sexuell pathologisierenden, reaktionären familiären Zusammenhängen wirklich ernst meinen, endlich auch die Frage nach frühestmöglicher ökonomischer Unabhängigkeit (zunächst) von Jugendlichen stellen und dafür, gemeinsam mit Jugendorganisationen der Arbeiterbewegung usw., klare politische Forderungen sowie eine Kampfperspektive entwickeln müssen.
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#62 LichtAnonym
  • 01.03.2016, 12:05h
  • Antwort auf #7 von kindeswohl

  • Man sollte dazu erwähnen, dass es im Film "Spotlight" um männliche Opfer sexueller Gewalt geht, auch wenn in der Filmbeschreibung der Medien allgemein von Kindern die Rede ist.
    Denn sind Mädchen durch sexuelle Gewalt betroffen, wird deren Geschlecht immer explizit erwähnt.
    Immernoch ist sexuelle Gewalt gegenüber männlichen Kindern, männlichen Jugendlichen und jungen Männern ein Tabuthema, was es männlichen Opfern doppelt schwer macht mit dem erlebten umzugehen und sich zu trauen das Schweigen zu brechen.
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#63 goddamn liberalAnonym
  • 01.03.2016, 12:39h
  • Auch interessant, weil ganz offiziell:

    www.youtube.com/watch?v=2W0N6bnUSzg

    Madame Bourges, die Organisatorin der 'Demo für alle' in Frankreich, bei einem staatlichen Propaganda-Kongress in Russland, das sie als spirituelle Heimat ihres reaktionären und menschenfeindlichen Ungeists feiert.

    Für die, die weder Russisch noch Französisch können:

    Das übliche Vichy-Programm: Gott, Familie, Vaterland.

    Gegen 1789 und 1917. Reaktionäre Internationale in Reinform.
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#64 Homonklin44Profil
  • 01.03.2016, 13:55hTauroa Point
  • Antwort auf #32 von Roman Bolliger
  • Ja, leider werden viele als Kinder zur Einfalt hin erzogen, und zur Trinität ( Dreifaltigkeit) eines an multipler Persönlichkeitsstörung leidenden "Gott"-Konstrukts. Die können sich gar nicht mehr entscheiden. Und da mal reingeprügelt wieder rauszukommen, ist kopftechnisch irre schwierig für viele.

    Ich weiß ja nicht genau, was die mit diesem 'Marcel' angestellt haben. Er könnte gehirngewaschen worden sein, vielleichtist er auch hetero und muss den Umgepolten markieren.

    Vielfalt ist die Grundstruktur des Natürlichen. Die Natur besetzt jede nur denkbare Lebensnische mit zig unterschiedlichen Formen, Farben, Nuancen, Facetten.

    Schade,dass so viele in der Einfalt verharren.
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#65 AlexAnonym
  • 01.03.2016, 14:00h

  • Wie schön. Ich wäre ja echt mal wieder für Demokratieunterricht auch für die Bischhöfe. Grundrechte und so. Die Kirchen sind Körperschaften des öffentliches Rechts, also Teil des Staates. Grundrechte wie Meinungsfreiheit und Demonstrationsrechte aber stehen dem Bürger zu, nicht dem Staat. Für die Kirchen gilt allein die Freiheit der Religion, weil sie sonst nicht arbeiten könnten, ein ohnehin schon fragwürdiges Konstrukt. Dann aber diese Freiheit immer wieder zu überschreiten ist mehr als eine Frechheit - sondern illegal.

    Es bräuchte nicht allein eine Distanzierung der anderen Kirchen - es müsste schlicht dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, ganz einfach! Der Typ ist definitiv nicht als Privatperson aufgetreten, bei jedem anderen Angestellten der Verwaltung würde es ordentlich Mecker und öffentliche Empörung geben!
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#66 PFriedrichProfil
#67 Miguel53deProfil
  • 02.03.2016, 00:22hOttawa
  • Antwort auf #53 von -hw-
  • Diese Feststellung gilt fuer verschiedene Gruppen in der Gesellschaft. Nicht nur fuer Muslime. Auch fuer weite Teile der Christen. Aber auch fuer Nationalisten. Nur, dass deren Denken bei der Huetung des Feuers stehen bleibt und nicht so eng(stirnig) auf die Sexualitaet focussiert ist, wie bei den Religioesen aller Art.
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#68 Miguel53deProfil
  • 02.03.2016, 02:29hOttawa
  • Antwort auf #56 von PFriedrich
  • Was fuer ein herausragender Link. Danke dafuer! Treffend und erschuetternd, dieser Beitrag.

    Hier der Link zu dem Ereignis in Koeln. Nein, nicht das von Sylvester. Sondern das von vor wenigen Tagen, als ein Konzert in Koeln unterbrochen wurde.

    Ein Ereignis, bei dem man fuerchten muss, dass das Auftreten, die Aussagen gewisser Politiker rechtem Mob wieder Auftrieb geben. Und das hat jetzt offenbar die "gebildete" Mittelschicht erreicht.

    Ein fatales Ereignis, wie ich meine. Und fuer das auch diese Demos und die Unterstuetzer in der CDU mitverantwortlich sind. Natuerlich nicht direkt, aber durch ihre Veraenderung von Werten und Respekt.

    slippedisc.com/2016/02/a-second-take-on-the-harpsichord-riot
    /
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#69 Miguel53deProfil
  • 02.03.2016, 02:38hOttawa
  • Antwort auf #60 von lucdf
  • Das rueckstaendige Deutschland?

    Die Regierung der National-Sozialisten bedeutete die Machtuebernahme der Gosse und der Kloake. Und diese Kraefte werden gerade wieder ermaechtigt.

    Und wieder stellt sich das so genannte Etablissiment nicht geschlossen dagegen, sondern laviert und sucht seine eigenen Vorteil daraus zu gewinnen. Und nimmt dabei wieder in Kauf, diesen Muellhaufen nicht etwa zu entsorgen, sondern zu befestigen.
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#70 Miguel53deProfil
  • 02.03.2016, 03:01hOttawa
  • Antwort auf #61 von Solidarity
  • Ich denke, Du nimmst nicht den ganzen Satz wahr, dessen Schwerpunkt auf: "In einem familiaeren Rahmen der GEBORGENHEIT der WERTSCHAETZUNG und der LIEBENDEN AKZEPTATION."

    Was Du beschreibst, ist natuerlich und leider auch Teil der familiaeren Realitaet. Aber es geht eben um die Bedeutung des positiven, familiaeren Umfelds. Das kann selbstverstaendlich auch eine Regebogenfamilie sein.

    Du beschreibst hingegen gestoerte Familien, in denen es allein um Zwaenge und Ausbeutung geht. Und genau dagegen spricht diese Arbeit von Gruen sehr tiefgruendig an, wenn Du Dir den ganzen Text anhoerst.

    Gruen sagt: "Wir muessen unseren Kindern ihre Kindheit zurueckgeben. Ihre Kreativitaet unterstuetzen. Auch in Krippen und Kindergaerten."

    Im uebrigen bietet dieser Beitrag auch eine herausragende Beschreibung derjenigen, die als Religioese oder Politiker Feindbilder schaffen und diese Feinde bekaempfen. Und das sowohl im uebertragenen, wie im wahren Sinne des Wortes bis aufs Blut bekaempfen.
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