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Der LSVD hält sich mit Kritik an seinem ehemaligen Vorstandsmitglied zurück: Volker Beck werde "weiter dringend gebraucht" (Bild: flickr / Metropolico.org / by 2.0)

  • 5. März 2016, 08:44h 36 2 Min.

Der grüne Bundestagsabgeordnete habe "einen Fehler gemacht", meint der Lesben- und Schwulenverband – und kritisiert "Häme und homophobe Hetze".

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland beklagt "Häme und homophobe Hetze" gegen den grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck. In einer am Freitag veröffentlichen Stellungnahme reagierte der Verband auf die am Dienstag von der Polizei bei Beck gefundenen 0,6 Gramm einer "betäubungsmittelverdächtigen Substanz" – der Kölner Politiker war daraufhin von seinen Fraktionsämtern zurückgetreten (queer.de berichtete).

"Volker Beck gehört zu den prägenden Persönlichkeiten in der Gründungszeit des LSVD und ist langjähriger Mitstreiter im Kampf um Gleichberechtigung und Akzeptanz. Darauf sind wir stolz", heißt es in der Erklärung des LSVD-Vorstands. "Seine ebenso dialogorientierte wie unbequeme Politik für Menschenrechte, Eheöffnung und Antidiskriminierung ist richtig. Nun hat er einen Fehler gemacht."

LSVD verurteilt "erschreckend boshafte Kommentare"

Eine sachliche Kritik müsse sich auf den möglichen Gesetzesverstoß konzentrieren, fordert der Lesben- und Schwulenverband: "Widerlich ist die Häme und homophobe Hetze, die nun die Feinde einer offenen Gesellschaft wieder einmal an den Tag legen. Das zeigt erneut, dass für sie menschlicher Respekt ein Fremdwort ist. Wir verurteilen die mitunter erschreckend boshaften Kommentare. Diese sind auch davon motiviert, dass nun so manche eine Politik für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt diskreditieren wollen, gegen die man keine sachlichen Argumente hat."

Der LSVD wünscht Volker Beck "für den Weg, den er nun gehen muss, viel Kraft". Einen kompletten Rückzug aus der Politik lehnt die Bürgerrechtsorganisation ab: "Er wird als wichtige politische Stimme für eine vielfältige Gesellschaft, für die Rechte von Lesben, Schwule, bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI) im Bundestag weiter dringend gebraucht. "

Volker Beck war von 1991 bis 2004 einer der Bundessprecher des (Lesben- und) Schwulenverbands in Deutschland. (mize)

Umfrage zum Artikel

» Ist Volker Becks Rücktritt von allen Fraktionsämtern richtig?
    Ergebnis der Umfrage vom 03.03.2016 bis 02.05.2016
-w-

#1 PopeyeAnonym
  • 05.03.2016, 10:09h

  • Der LSVD hat die richtigen Worte gefunden.
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 05.03.2016, 10:11h
  • Was geht es eigentlich andere an, wenn jemand Drogen nimmt, erst Recht, wenn es sich dabei um einen Politiker handelt, der grundsätzlich eine liberale Drogenpolitik verfolgte? Ich kann mich da im Gegenzug an einen CSU-Staatssekretär erinnern, der im volltrunkenen Zustand einen anderen Autofahrer bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt hat, dafür auch rechtskräftig verurteilt wurde und später dann von Stoibers Gnaden Verkehrsminister in Bayern wurde, gell, Otto Wiesheu? Oder an einen CSU-Politiker, der wegen Meineids verurteilt wurde und im ersten Kabinett Kohl Innenminister wurde, gell Friedrich Zimmermann, genannt "Old Schwurhand"?
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#3 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 05.03.2016, 10:17h
  • Das sollten sich auch einige Kommentator_innen hier auf queer.de zu Herzen nehmen.

    Menschlicher Respekt und Empathie sind viel wichtiger als Häme, Boshaftigkeit und Hass.
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