Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?25715

Ein schwuler Kuss im Taxi führte zu gegenseitigen Beschimpfungen und Gewalt (Bild: flickr / Emanuele / by 2.0)

  • 7. März 2016, 09:25h 295 2 Min.

Nach einem Zungenkuss auf der Hinterbank rastete ein Taxifahrer aus, beschimpfte seine Fahrgäste als "Arschficker" und verletzte einen der Männer mit einem Faustschlag.

In der österreichischen Hauptstadt Wien wurde ein schwules Paar am Wochenende Opfer eines homophoben Übergriffs. Am frühen Freitagmorgen kurz vor zwei Uhr seien die beiden 27 und 37 Jahre alten Männer als Fahrgäste von einem Taxifahrer erst beleidigt und dann tätlich angegriffen worden, berichteten sie unter anderem gegenüber dem Boulevardblatt "Österreich".

Das homosexuelle Pärchen kam aus einem Lokal im dritten Bezirk und war auf dem Weg in seine Wohnung im 15. Bezirk, als es sich auf Höhe Schloss Schönbrunn im Wagen einen Zungenkuss gab. Der Taxifahrer, der dies bemerkte, habe daraufhin sofort losgeschimpft. Unter anderem sollen die Worte "So etwas Schwules will ich nicht im Auto haben" und "Arschficker" gefallen sein.

"Leute wie ihr gehören erschossen!"

Die beiden schwulen Männer forderten den Fahrer daraufhin auf, sofort anzuhalten und sie aussteigen zu lassen. Weil sie sich jedoch weigerten, den Fahrpreis zu bezahlen, rief der Chauffeur die Polizei. Bis zum Eintreffen der Beamten eskalierte der Streit. "Leute wie ihr gehören erschossen!", soll der muslimische Taxifahrer mit Verweis auf seine religiösen Überzeugungen gesagt haben. Außerdem schlug er dem 27-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Der an der Lippe blutende Fahrgast wurde von einem alarmierten Rettungssanitäter vor Ort versorgt.

Im offiziellen Wiener Polizeibericht taucht der Vorfall nicht auf. Polizeispressesprecher Thomas Keiblinger bestätigte den Einsatz jedoch gegenüber queer.de. Es sei zwischen den beteiligten Personen unstrittig, dass es wegen des schwulen Kusses im Taxi zum Streit gekommen sei, auch habe der in Montenegro geborene Taxifahrer den Faustschlag zugegeben. Zuvor sei er jedoch von einem der schwulen Männer geohrfeigt und provoziert worden, gab er der Polizei zu Protokoll.

Das schwule Paar habe Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet, erklärte Keiblinger. Eine Gegenanzeige des Taxifahrers liege bislang nicht vor. Die beiden homosexuellen Männer kündigten in den Medien darüber hinaus eine Beschwerde bei der Taxi-Innung an. (mize)

04.05.26 | Mit weiteren "ESC-Legenden" wie Lordi
Mit anderen "Legenden": Max Mutzke tritt beim ESC 2026 auf
04.05.26 | Eurovision-Queen in Wien
Nach 54 Jahren: Vicky Leandros kehrt zum ESC zurück
29.04.26 | Eurovision Song Contest 2026 in Wien
Der ESC-Probenplan ist da: Sarah Engels startet am 7. Mai

#1 SebiAnonym
  • 07.03.2016, 10:31h
  • So jemand ist nicht geeignet, andere Menschen zu transportieren und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

    Taxifahrer, die gegenüber einem Fahrgast gewalttätig werden (Selbstschutz bei Angriff natürlich ausgenommen) haben in dieser Branche nichts zu suchen und sollten sich einen Job ohne Kundenkontakt suchen.

    Der muss sofort seinen Job und seine Zulassung verdienen und sollte nie mehr andere Menschen befördern dürfen - weder als Taxifahrer, noch als Busfahrer oder sonstwas...
  • Direktlink »
#2 HeinerAnonym
  • 07.03.2016, 10:52h
  • "Leute wie ihr gehören erschossen!"

    Und Leute wie der gehören nicht nur entlassen, sondern auch wegen Beleidigung und vorsätzlicher Körperverletzlung vor Gericht gestellt.

    Sollte der weiter seinen Job machen dürfen, muss man allen Touristen empfehlen, in Wien auf Taxis zu verzichten, da man dort seines Lebens nicht sicher ist und Wiener Taxifahrer Mord-Phantasien an ihren Kunden ausleben wollen.

    Will die Taxi-Innung wirklich Boykottaufrufe? Oder wird der aus seinem Job entfernt, um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten?!
  • Direktlink »
#3 GeorgGAnonym
  • 07.03.2016, 10:54h
  • ""Leute wie ihr gehören erschossen!", soll der muslimische Taxifahrer mit Verweis auf seine religiösen Überzeugungen gesagt haben. "

    Viele westeuropäischen Schwule haben noch nicht verinnerlicht, dass sich die Situation hier in Mitteleuropa gründlich verändert hat. Egal, ob in Wien, Berlin oder Amsterdam, schwule Männer sollten beim Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit vorsichtig sein.
  • Direktlink »