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Bericht von Focus Online
Volker Becks "Dealer" soll bestreiten, ihn zu kennen

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck will sich erst zu einem späteren Zeitpunkt über seinen Anwalt zu den Drogenvorwürfen äußern (Bild: Angelika Kohlmeier)
- 11. März 2016, 10:35h 2 Min.
"Focus Online" präsentiert neue Details zum Drogenfund bei dem Grünen-Politiker, die durch seinen Anwalt allerdings teilweise dementiert werden.
Weiter Wirbel um Volker Beck: Nach einem Bericht von Focus Online soll der angebliche Lieferant der bei dem Politiker gefundenen Drogen gegenüber dem Magazin bestritten haben, Beck überhaupt zu kennen.
Beck war am vergangenen Dienstag am Berliner Nollendorfplatz von Polizisten mit 0,6 Gramm eines vermutlich verbotenen Rauschmittels erwischt worden (queer.de berichtete). Medienberichten der letzten Tage zufolge soll es sich um Chrystal Meth handeln. Zu der Kontrolle sei es gekommen, als der Politiker das Haus des observierten mutmaßlichen Dealers verließ.
Laut dem neuen "Focus"-Bericht handelt es sich dabei um den polizeibekannten Drogenhändler P., der seine eigene Sucht durch den Verkauf von Drogen finanziere. Die Polizei habe am vergangenen Dienstag mehrere Personen kontrolliert, die das Haus verließen. Gegenüber Focus Online habe P. jedoch bestritten, Beck zu kennen: "Den habe ich nie gesehen", zitiert ihn das Nachrichtenmagazin. Bereits vor zwölf Jahren habe P. in New York mit Crystal Meth gedealt. Er sei dafür in den USA zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Spätestens seit 2011 habe er seine Geschäfte in Berlin wieder aufgenommen.
Ermittlungen haben noch nicht begonnen
Der "Focus"-Bericht enthält auch angebliche Äußerungen Becks gegenüber Beamten während der Festnahme, die allerdings am Freitag von Becks Anwalt dementiert wurden. So soll Beck gegenüber den "Fahndern" gesagt haben, die Drogen seien nicht für ihn selbst, sondern für jemanden anderes bestimmt gewesen. "Solche Erklärungen von Volker Beck gegenüber den Strafverfolgungsbehörden" habe es "nicht gegeben", heißt es in der knappen Mitteilung von Rechtsanwalt Johannes Eisenberg. "Herr Beck hat sich zur Sache überhaupt nicht erklärt."
Volker Beck war einen Tag nach der Polizeikontrolle von seinen Fraktionsämtern zurückgetreten. "Zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen wird mein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben", hieß es damals in einer kurzen Stellungnahme. "Ich werde mich dazu öffentlich nicht einlassen." Zurzeit ist der Bundestagsabgeordnete für vier Wochen krankgeschrieben (queer.de berichtete).
Der Bundestag hat bislang aufgrund eines Formfehlers der Berliner Staatsanwaltschaft die Immunität von Volker Beck nicht aufgehoben (queer.de berichtete). Erst im Rahmen des Ermittlungsverfahrens kann die gefundene Substanz jedoch untersucht und der Grünen-Politiker zum Fall befragt werden. (cw)
überarbeitete Fassung














