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Kommentare zu:
Es wird ungemütlich in Deutschland


#11 Opa HoppenstedtAnonym
#12 FelixAnonym
  • 14.03.2016, 12:46h
  • Das gute Abschneiden der AfD ist natürlich skandalös. Ebenso wie die Tatsache, dass die größte Gruppe die der Nichtwähler ist.

    Aber man sollte die AfD jetzt auch nicht stärker reden, als sie ist:
    für viele war das eine Protestwahl gegen die Politik der schwarz-roten Bundesregierung. Und Protestparteien können sich meist nicht dauerhaft etablieren.

    Man denke nur an die Piraten, die auch mal riesige Erfolge hatten und heute weg vom Fenster sind. Und auch die AfD war ja schon mal mit der Hetze gegen Griechenland stark und als das Thema (und Lucke) weg war, war die AfD plötzlich in allen Umfragen unter 5%. Aber dann kam halt die Flüchtlingskrise, die offenbar viele Menschen verunsichert (gerade auch wenn man wie z.B. in Köln, sieht, wie manche Asylsuchende sich benehmen und es damit für die Mehrheit der friedlichen Migranten auch kaputt machen). Und sowas bietet halt den Boden für Protestparteien.

    Was jetzt wichtig ist:

    1.
    Man darf jetzt nicht wie die Schlange vorm Kaninchen in Schockstarre verfallen und vor lauter Angst vor der Wut der Bürger gar nichts mehr machen.

    2.
    Man muss der Hetze der AfD jetzt vernünftige Sachpolitik entgegensetzen. Und das bedeutet auch, nicht immer nur auf Wirtschafts-Lobbys zu hören, sondern endlich wieder mal an den Bürger zu denken.

    Wenn z.B. Rentner, die ihr ganzes Leben geschuftet haben, Pfandflaschen sammeln müssen oder für Essen zu den Tafeln müssen, dann geht etwas gehörig schief.

    Oder auch wenn man irgendwelche Handelsabkommen (TTIP, TISA, CETA), die den Bürgern, der Umwelt und dem Verbraucherschutz schaden und nur irgendwelchen Großkonzernen nutzen, vorantreibt - noch dazu als Geheimverhandlung geheimer Abkommen - darf man sich nicht wundern, wenn man den Boden für Populisten bereitet.

    3.
    Man darf jetzt nicht den Fehler machen, die AfD zu imitieren oder rechts überholen zu wollen. Man muss Populisten entgegentreten, indem man Bürgerrechte, Freiheit und Vielfalt noch mehr stärkt, statt das jetzt vor lauter Angst einzuschränken.

    Und ja, dazu gehört ausdrücklich auch die volle Gleichstellung von GLBTI.

    Das ist z.B. ein Thema, wo die AfD nur deshalb punkten kann, weil sie auch wieder mal Ängste von Menschen ausnützt. Wenn man jetzt möglichst schnell GLBTI voll gleichstellt, sehen die Bürger auf einmal, dass das alles nicht der Untergang ist, sondern sogar der gesamten Gesellschaft nützt - nicht nur, aber auch wirtschaftlich.

    Nur dieser Schlingerkurs bei Menschenrechten, Freiheit und Vielfalt schürt genau die Ängste, die die AfD und andere Faschisten erst stark machen.
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#13 TheDadProfil
  • 14.03.2016, 12:48hHannover
  • Antwort auf #4 von Johannes45
  • ""wenn sie die CDU/CSU mit der AfD in einen "Topf werfen" oder wie dies hier im Forum auch Miguel53de, linker IslamistenDad und Iinke Islamistenstromboline es ebenso machen. Sie verharmlosen dadurch die Gefährlichkeit der Partei AfD und helfen der AfD dadurch.""..

    Du bedienst hier seit Jahren schon sämtliche Politikfelder mit denen es die AFD in die Landtage geschafft hat :
    Islamophobie, Fremdenhass, Xenophobe Hetze, Anti-Asyl und Anti-Zuwanderung,
    Griechenland-Bashing, Euro-Länder-Spaltung, billigen Rassismus, und vor allem Desinformationspolitik mit Teils absurden Inhalten..

    Aber die Anderen sind Schuld, wenn dann eine Partei gewählt wird, von der Du mehr als einmal hier geschrieben hast, sie sei eine "demokratische Partei", die zu wählen Du dir durchaus vorstellen kannst ?
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#14 myysteryAnonym
#15 NicoAnonym
  • 14.03.2016, 13:24h

  • Union und SPD treiben mit ihrer völlig verfehlten Sozial-, Renten- und Gesundheitspolitik, wo Wirtschaftsinteressen über Bürgerinteressen gestellt werden, manche Wähler geradezu in die Arme von Rechtspopulisten.

    Und auch das Schüren homophober und transphober Ressentiments aus kurzfristigem Kalkül heraus nutzt letztlich nur den braunen Populisten.

    Wenn Union und SPD jetzt nicht sehr schnell einiges grundlegend ändern, wird der rechte Mob Deutschland übernehmen. Die Zeit des "Weiter so" muss spätestens jetzt vorbei sein.
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#16 HeriAnonym
  • 14.03.2016, 13:28h

  • Auffällig, dass die Rechten in den ostdeutschen Bundesländern soviel Zuspruch erhalten...mehr noch als in Westdeutschland.
    Das System der DDR und des gesamten Ostblocks inklusive Russlands und Polen hat ganze Arbeit geleistet antidemokratisches Verhalten zu erzeugen und in die Bürger zu impfen, was jetzt noch nachwirkt...auch im Wahlverhalten.
    Es sind also nicht nur CDU und SPD schuld ( natürlich auch, sonst gäbe es nicht so starke Einbußen generell) , sondern auch das System der DDR...anders lässt es sich nicht erklären, dass Protestwähler im Osten besonders häufig rechte Parteien wählen.

    Wie sagte jemand? Wenn man kein Mineralwasser der Marke XYZ mehr trinken will, trinkt man aus Protest doch auch nicht das Wasser aus dem Klo.

    Wer die AFD aus Protest wählt, nur um den etablierten Parteien Mitte und Links einen Denkzettel zu verpassen ohne nachzudenken was das für LGBTI und andere Minderheiten bedeutet, hat nicht mehr alle Latten am Zaun oder ist schlicht ungebildet...ich schätze ein Großteil der Protestwähler hat sich nichtmal das Wahlprogramm durchgelesen. Denn den meisten geht es um das Thema Flüchtlinge, die anderen antidemokratischen Punkte der Partei kennen die nicht mal.
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#17 yslmd
  • 14.03.2016, 13:28h
  • Antwort auf #2 von TheDad
  • ..."Mit insgesamt 9 % für die "Anderen Parteien", zu denen dann hier auch erneut die "NPD" gehört, haben mehr als Ein Drittel der Wähler in Sachsen-Anhalt ihre Stimmen absichtlich an Nicht-Regierungsfähi ge-Parteien gegeben.. Das ist ebenso besorgniserregend für ein Bundesland in dem vor 26 Jahren noch für das freie und geheime Wahlrecht demonstriert wurde, wie das bisherige Negativ-Ergebnis der Wahlbeteiligung in 2006 von nur 44 % Wahlbeteiligung"

    Ich stimme Deiner Meinung uneingeschränkt zu.

    Ich befürchte nur, dass auch nach dieser Wahl keiner der bisher verantwortlichen Politiker, die nun am Wahlabend wirklich lange Gesichter gezogen haben, (nicht nur in Sachsen Anhalt) den Wählerinnen und Wählern einmal zuhört und zumindest versucht, die Themen, die Probleme und Belange der Wähler aufzugreifen und darauf die Politik auszurichten. Nein, sie werden genau an der Stelle weitermachen, wo sie am Freitag aufgehört haben. Sicherlich bläst ein anderer Wind durch die Parlamente, es müssen neue Seilschaften gebildet werden, lieb gewonnene Amigos müssen ihren Hut nehmen, aber dafür stehen dann Andere schon bereit. Ob die AFD eine erfolgversprechende Oposition ist, wird sich noch herausstellen. In einigen Länderparlamenten waren bereits rechte Parteien vertreten, von der parlamentarischen Arbeit war allerdings wenig zu spühren. Zumindest haben die gewählten Volksvertreter ihr gesichsertes monatliches Einkommen für die nächsten Jahre. Und die Ursachen und Gründe für diese zum Himmel schreiende Scheiße sind natürlich beim Wähler zu suchen. Wie kann der Wähler und vor allem der im Osten, die noch vor 26 Jahren auf die Straßen gingen, um ihr Recht nach Demokratie einzufordern, ja wie kann denn der Wähler so impertinent sein und den etablierten Parteien so eine Klatsche verpassen.
    Das ist doch eigentlich skandalös, dieses undankbare Volk und vor allem natürlich die im Osten.
    Ja so läuft es ab, von Wahl zu Wahl. Aus Niederlagen werden plötzlich Erfolge, Schuld sind immer die Anderen, wenn nicht die Wähler dann die anderen Parteien. Das Wetter wurde ja auch schonmal für den miesen Wahlausgang verantwortlich gemacht. Es ist wirklich zum verrückt werden, so ein undankbarer Job - die Politik. Ist schon ganz schön schlimm, wenn man zum Politiker Zwangsverpflichtet wird. Oder sitze ich da einem Irrtum auf?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#18 stromboliProfil
  • 14.03.2016, 13:33hberlin
  • Antwort auf #3 von TheMum
  • "Beim Christentum ist das linken Aktivisten auch üblicherweise klar und die würden den Christen am liebsten sämtliche Rechte entziehen. Geht es hingegen um den Islam, empfinden viele linke Aktivisten eine absonderliche Minderheitenverbrüderungsromantik."

    Warum nur lügst du so dreist!
    wo wer hier im forum stellt solche forderungen in den raum..
    Komm raus aus deiner emotionalen wolke und stell deine füsse auf den boden von tatsachen, statt hier billiges propagandageschwätz zu halten.

    Wie oft muss man dir sagen, dass es um die religionen als ganzes geht.. geht das nicht in deinen kopf rein?
    Und wieviel ließt du von dem hier geschriebenen, auch da, wo im nick schon der gegner rüberblinkt..
    jottchen bist du anstrengend!

    Migration ist im gesamtgesellschaftlichen kontex die den bundesdeutschen michel bedroht, dem der armutsschere gleich zu stellen...
    Da sind die selben kräfte, die da handeln!
    Die selben wirtschaftlichen, politischen , ideologischen und ja, auch religiösen gründe!

    Ist das so schwer zu durchschauen.. so a-politisch aufs eigen innere wohlbefinden gewickelt , dass einem die umgebenden zusammenhänge nicht auffallen?

    ""Wer für LGBTTIQ-Rechte ist, MUSS auch für mehr Rechte für religiöse Gemeinschaften sein.""
    na ja, das kommt eher aus deiner bewundererecke um tinnitus-apostel johannes..
    der verlinkt dafür auch zweimal täglich die wikipedialiste all jener pfarreien, die segungsgottesdienste für ihn organisieren.. ( um ihn zu zitieren...)

    Nicht dem islam gegenüber fühle ich mich "verbunden", aber jedem menschen der auf flucht ist.
    Das ist keine
    "Minderheitenverbrüderungsromantik" ,wie du so den herrn gauland von der afd treffend zitierst.
    Warum nur immer diese wortnähe bei deinen beiträgen.. kommt jetzt noch der "gutmensch" ins spiel?

    Definier mir nun mal, was links sein soll..
    grüne?
    spd?
    linke?
    Dein terminus moderat - mitte:
    fdp?
    cdu/csu?
    afd? npd?

    Du schreibst richtig , es fehle an säkularer kraft im lande...
    Keine der hier aufgeführten parteien entspricht diesem anspruch.
    Keine der vorhandenen gesetze bekräftigt dies.

    Wo und wie lange aber haben wir geschlafen weggeschaut, wenn dies angesprochen wurde, religion als gefahr formuliert wurde.
    Aber in der mitte gibt es diesen denkansatz nicht, weil mitte eben die akzeptanz der religion bestimmt.
    Es wir/ist eben dieser mittegedanke der vor einschneidenden maßnahmen zurück schreckt.
    Nun hat sich nicht das linke denken dem angenommen, sondern das rechte.. und handelt eben seinen entsprechungen gemäß.
    Da wächst kein kraut mehr , kein gedanke der wirklich fruchtbar wäre.
    Eben mitte!
    Und seine wir ehrlich, ein wirkliches links von der mitte hat es für die mitte nie gegeben.
    Mittigkeit im analysieren, mittigkeit im diskutieren, mittigkeit im handeln.
    Solange ihr euch mit der mitte gemein macht, solange wird es keine änderungen geben!

    Die "mitte" der politische begriff, eingebracht um die konfliktränder zu kaschieren, diese mitte ist der eigentliche totengräber unserer utopien!
    So wird auch dein sehnen nach säkularität in der mitte hängen bleiben.Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#19 43vsdfAnonym
  • 14.03.2016, 13:40h
  • Antwort auf #16 von Heri
  • "Auffällig, dass die Rechten in den ostdeutschen Bundesländern soviel Zuspruch erhalten...mehr noch als in Westdeutschland. "

    Den Rhein entlang...

    Stadt Worms 17,5
    Landkreis Alzey-Worms 14,8
    Stadt Frankenthal 18,5
    Stadt Ludwigshafen 19,9
    Stadt Mannheim 1 22,0
    Stadt Speyer 15,3
    usw., usf.
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#20 yslmd
  • 14.03.2016, 13:41h
  • Antwort auf #16 von Heri
  • Herzlichen Glückwunsch, Du hast es immer noch nicht verstanden. Natürlich sind immer die Anderen Schuld und nicht zu vergessen hat u.a. das seit 26 Jahren abgeschaffte DDR-System ganze Arbeit geleistet. Deshalb sind auch bei den unter 50 jährigen Wählern die meisten Wähler der AFT zu finden, weil die vor 26 Jahren auch noch in Schnellkursen eingeimpft bekamen - und immer schön Protest wählen. Du machst es Dir verdammt einfach. Und wer seine Lektion nicht gelernt hat, der muß sie wiederholen. Von Wahl zu Wahl wie bisher und in Zukunft.
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