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Bernie Sanders und Hillary Clinton in einer der zahlreichen TV-Debatten (Bild: Screenshot MSNBC)

  • 15. März 2016, 15:28h 18 3 Min.

Während sich Hillary Clinton einen peinlichen Fauxpas beim Thema HIV/Aids leistet, will es ihr innerparteilicher Konkurrent Bernie Sanders mit der Pharma-Industrie aufnehmen.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders hat am Montag seinen Plan zur Bekämpfung von HIV/Aids vorgelegt. Der 74-Jährige bezeichnete den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit als "eine der großen moralischen Fragen unserer Zeit". Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei auf die Pharma-Industrie: "Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um die Gier der Pharma-Konzerne zu beenden und den Menschen die Medizin zu dem Preis zur Verfügung zu stellen, den sie sich leisten können."

So möchte der US-Senator aus dem ländlichen Vermont durch Gesetzesänderungen erreichen, dass die Industrie ihre Preise senkt oder HIV-Medikamente leichter aus dem billigeren Ausland in die USA importiert werden können. Er beschuldigte die Konzerne, das amerikanische Volk "abzuzocken". Auch sollten Wahlkampfspenden durch Großkonzerne schwerer gemacht werden, um den Einfluss dieser Industrie auf die Politik zurückzudrängen.

Sanders nennt es in seinem Plan auch "inakzeptabel", dass es nach wie vor kein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz gibt, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihres Gesundheitszustandes vor Ungleichbehandlung im Arbeits- und Zivilrecht schützt. Er würde daher "den Schutz der Bürgerrechte auf alle LGBT-Menschen und auf diejenigen, die mit HIV/Aids leben, ausweiten".

Shitstorm wegen Clinton-Lob für Nancy Reagan

Am Wochenende war seine Konkurrentin Hilllary Clinton wegen einer unbedachten Aussage zu Aids in die Kritik geraten: Sie hatte nach der Beerdigung von Nancy Reagan in einem Interview mit dem Nachrichtenkanal MSNBC die Präsidentengattin dafür gelobt, dass auf ihre Initiative ein "nationales Gespräch" über HIV und Aids begonnen habe.

Aids- und LGBT-Aktivisten zeigten sich über diese Clinton-Aussage empört, da sie die Reagans beschuldigen, aufgrund von Homophobie nichts gegen HIV unternommen zu haben; die mangelnde Prävention habe dazu geführt, dass die USA noch heute die höchsten HIV-Raten der westlichen Welt zu beklagen haben. Auch Sanders erklärte am Sonntag auf CNN, er wisse nicht, wovon Clinton spreche. Clinton hat sich inzwischen mehrfach für ihre Äußerungen entschuldigt ("Ich habe mich geirrt").

Vorwahlen in fünf Staaten stehen an

Mit dem Kampf gegen die Wallstreet, einer in der US-Politik eher unkonventionellen Idee für eine Präsidentschaftskampagne, konnte Sanders überraschend viele Stimmen bei den Vorwahlen erlangen. Er liegt allerdings derzeit deutlich hinter der früheren Außenministerin.

Am Dienstag stimmen fünf weitere Bundesstaaten in den sogenannten Primaries darüber ab, ob Clinton oder Sanders die Republikaner im Kampf ums Weiße Haus herausfordern darf. Darunter sind auch die großen Staaten Florida, Ohio und North Carolina.

Laut einer Umfrage spricht sich eine Mehrheit der Homo-, Bi- und Transsexuellen für Clinton als Präsidentin aus (queer.de berichtete). Auch die Human Rights Campaign, die größte LGBT-Organisation des Landes, unterstützt die 68-Jährige (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Johannes45Anonym
  • 15.03.2016, 16:55h
  • Clinton oder Sanders ist mir egal; beide sind gut.

    Aber bloss nicht Donald Trump und erst Recht nicht Ted Cruz als nächster US-Präsident !!!
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#2 ursusEhemaliges Profil
  • 15.03.2016, 17:07h
  • >"die Präsidentengattin dafür gelobt, dass auf ihre Initiative ein "nationales Gespräch" über HIV und Aids begonnen habe."

    schlimmer: clinton hatte behauptet, dass vorher "niemand" gewagt habe, über hiv und aids zu sprechen und hat damit ausgerechnet die aktivist_innen gedanklich weggewischt, die die ignorante reagan-regierung endlich - mit viel zu großer verspätung - zum handeln gezwungen hatten.

    immerhin scheint clinton klug genug, sich redenschreiber_innen zu holen, die ihre peinliche ignoranz gegenüber queerer geschichte wenigstens hinterher wieder auszubügeln helfen. in ihrer entschuldigung steht all das drin, was sie in ihrer dummen äußerung negiert hatte.
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#3 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 15.03.2016, 17:53h
  • Er spricht mir aus dem Herzen, die Macht der pharmakonzerne brechen.
    Das sollten sich auch bei uns SPD- und Grünen- Politiker zu Herzen nehmen!!!
    Die Krankenkassen, die Krankenhäuser haben kein Geld und die Krankenkassenbbeiträge steigen trotzdem, wo bleibt dann das Geld?, ich sag's Euch, das geht zur pharmaindustrie.
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