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Einzelkommentar zu:
Sachsen: "Besorgte Eltern" schicken homophobe Propaganda an Abgeordnete


#25 wuermchenEhemaliges Profil
  • 19.03.2016, 15:22h
  • Antwort auf #22 von Homonklin44
  • "wer soll den Verfehlten erklären, warum jetzt eine Strafe ansteht, warum es asozial ist, was sie mit Mobben oder Ausgrenzung getan haben?"

    Entschuldige aber die Kinder sind doch nicht doof. Auch wenn das hier als Argumentation so gerne bemüht wird, mit der Aussage: ohne Bildungsplan würde jemand dumm gehalten.
    Natürlich wissen die, dass Mobbing ein Fehlverhalten ist. Nur wenn es keine Konsequenzen gibt, setzen sie sich darüber hinweg. Ein Grund für Mobbing gibt es oder auch nicht, gemobbt wird trotzdem solange, bis es unterbunden wird.
    Ich halte es auch für einen Fehler alle Argumentation darauf zu stützen, dass einem Täter vorher nicht alles gut genug erklärt wurde. Es gibt regeln und die sind einzuhalten. Dafür braucht es keine langatmige Schulung oder eine Therapie sondern eine Ansage mit entsprechenden Konsequenzen. Das Verständnis dahinter kommt mit der Zeit ganz von alleine, das ist das Erwachsenwerden. Und wenn die Regeln eingehalten werden, gibt es auch ein Umfeld in dem sich Persönlichkeiten entwickeln können, gerade diejenigen die schon zu Hause einen schweren Stand haben.

    Natürlich kann beides (Hinweise/Unterricht und Ansagen) Hand in Hand gehen. Was mich stört, ist der absolute Geltungsanspruch, der hier und auch an vielen Stellen einem neuen Bildungsplan zugesprochen wird. Er ist meiner Meinung nach nur ein Bruchteil der Lösung und dementsprechend ist er auch zu gewichten. Während die absolut notwendigen Inhalte im Schulbetrieb immer mehr in den Hintergrund rücken macht sich ein dauerhafter Sozial- und Erziehungsunterricht breit. Dabei wächst der Anteil der Schüler die aus der Schule kommen und nichteinmal lesen können, die in jeder Form Leistungsunfähig sind und niemals eine Ausbildung direkt annehmen können. Von Naturwissenschaften, die in vielen Bereichen einfach Voraussetzung sind, möchte ich gar nicht erst anfangen. Und Gleichzeitig gibt es immer mehr Abiturienten, weil ihnen die Noten hinterher geworfen werden. Der Ausbildungsstand nach so vielen Jahren Schule ist so mies, dass man sich fragen muss ob es nicht besser wäre die Kinder zu Hause zu unterrichten. Und das alles nur wegen einer Schulpolitik die es nicht einmal schafft Gewaltlosigkeit in der Schule zu wahren. Genau diese Gewaltlosigkeit die es braucht damit junge Menschen eine Chance haben. Ich denke die Forcierung auf eine gewaltlose Schule wäre auch der Kompromiss mit den man mit 'Bildungsplangegner' sofort auf einen Nenner kommt.

    "Die meisten Eltern sind doch dankbar, dass sie die Kinder nicht selbst unterrichten müssen, sondern arbeiten gehen können."

    Entschuldige aber das meinst du doch nicht ernsthaft oder? In unserer heutigen Gesellschaft ist es als Familie für den größten Teil doch gar nicht mehr möglich vernünftig Kinder großzuziehen, weil ein Gehalt eines Familienmitgliedes doch um längen nicht mehr reicht. In den 70igern und 80igern war das noch easy möglich. Das System hat sich gewandelt. Heute ist es zwingend Voraussetzung dass beide Elternteile Malochen gehen, wenn auch nur ein Leben als Mittelständler gehalten werden soll. Dass die Eltern über diesen Zustand froh sind, halte ich für einen Schlag in das Gesicht jeder Eltern.
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