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Kommentare zu:
Sachsen: "Besorgte Eltern" schicken homophobe Propaganda an Abgeordnete


#11 wuermchenEhemaliges Profil
  • 18.03.2016, 08:09h
  • Antwort auf #5 von Nico
  • "Warum wollen die wohl Schüler dumm halten?!"

    Dieser Satz ist doch bezeichnend. Allein die Ansicht, dass man ohne einen Bildungsplan dumm sei, lässt schon tief blicken. Da fragt man sich unweigerlich, wie die Generationen vor den Bildungsplänen aufgewachsen sind und wie vorher schon eine nahezu vollkommene Gleichstellung erreicht werden könnte. Und ich frage mich was passiert, wenn Bildungspläne eingeführt und dann verändert werden? Ist das dann noch schlimmer, weil vom Optimalzustand abgerückt wurde?
    Wer so mit absolutismen Argumentiert, Ohne Bildungsplan = Dumm, der ist nicht ernst zu nehmen. Dabei wäre es ein leichtes mit nahezu allen Beteiligten einen Kompromiss aufzusetzen, denn das Ziel Diskriminierung und gewaltfrei unterrichtet zu werden, verfolgen alle. Mit dir wird aber keine Lösung erreicht werden können, denn du bist der extreme Rand.
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#12 NicoAnonym
  • 18.03.2016, 09:20h
  • Antwort auf #11 von wuermchen
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    Dieser Satz ist doch bezeichnend. Allein die Ansicht, dass man ohne einen Bildungsplan dumm sei, lässt schon tief blicken.
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    Wissen über sexuelle Vielfalt ist genauso Weltwissen, wie Wissen über die Klimazonen dieser Erde, die unterschiedlichen politischen Systeme, geschichtliche Zusammenhänge, die Funktionsweise des menschlichen Körpers, etc.

    Jeder, der irgendeines dieser Themen ausklammern will, will Schüler dumm halten. Dass die nicht komplett dumm sind, sondern durchaus in anderen Themenbereichen Wissen haben können, ist klar.

    Aber das besondere an der Aufklärung über sexuelle Vielfalt ist, dass es halt auch die persönliche Identität (auch von Heterosexuellen) betrifft.

    Wenn jemand z.B. nicht den Unterschied zwischen Taiga und Tundra kennt (jetzt nur mal als Beispiel), dann fehlt ihm halt dieser eine Ausschnitt des Weltwissens. Das kann man aber leicht in einem Lexikon nachlesen. Wenn aber jemand nie gelernt hat, welche sexuellen Orientierungen es gibt und dass diese Vielfalt keine Bedrohung, sondern ein Gewinn ist, dann wird er sein Leben lang Homo-, Bi- und Transsexuelle für minderwertig halten (und mit seiner Gesinnung auch Probleme im Job, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis, etc. bekommen). Oder er wird sogar seine eigene Sexualität unterdrücken und damit ein zutiefst unzufriedener Mensch oder sogar eine Gefahr für andere (wie die Priester, die sich aufgrund ihrer eigenen unterdrückten Sexualität an Kindern vergreifen). Und Toleranz lernt man eben nicht aus dem Lexikon. Da gilt "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr."

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    Da fragt man sich unweigerlich, wie die Generationen vor den Bildungsplänen aufgewachsen sind
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    Das kann ich ihnen sagen, wie bisherige Generationen aufgewachsen sind:
    als manche Mitschüler nur schon den Verdacht hegten, ich könne schwul sein, wurde ich zuerst nur beleidigt, gehänselt und gemobbt. Irgendwann kamen dann das Spucken, das Schlagen und das Treten hinzu. Auf einer Klassenfahrt wurde ich von zwei Schülern festgehalten, während 5 andere mit mit den Worten "Darauf stehst Du doch" anpissten.

    Hätte ich nicht so ein stabiles Elternhaus gehabt, hätte ich sicher manches mal Selbstmordgedanken gehabt.

    Und wir reden hier nicht über eine Schulzeit in den muffigen 50ern, sondern in den 90ern.

    Und auch heute noch sind "Schwuchtel", "schwule Sau" etc. die häufigsten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Und noch heute ist die Selbstmordrate unter LGBTI-Jugendlichen 5 mal höher als bei anderen Jugendlichen.

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    wie vorher schon eine nahezu vollkommene Gleichstellung erreicht werden könnte.
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    1. Es gibt keine "nahezu vollkommene Gleichstellung". Wir dürfen weiterhin nicht heiraten. Unsere Kinder werden weiterhin diskriminiert, weil die Volladoption verwehrt wird. Wir können weiterhin aufgrund unserer Liebe unseren Job verlieren. Etc. etc. etc. Und das sind nur Aspekte rechtlicher Gleichstellung. Von gesellschaftlicher Gleichstellung oder einer medialen Präsenz, die dem Anteil in der Bevölkerung entspricht mal ganz zu schweigen.

    2. Das bisschen was erreicht wurde, wurde ganz sicher nicht von denen erkämpft, die jetzt gegen den Bildungsplan sind. Sondern eher von denselben, die sich jetzt auch für den Bildungsplan einsetzen.

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    Und ich frage mich was passiert, wenn Bildungspläne eingeführt und dann verändert werden? Ist das dann noch schlimmer, weil vom Optimalzustand abgerückt wurde?
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    Wer hat denn gesagt, dass die jetzigen Bildungspläne irgendein "Optimalzustand" mit Ewigkeits-Garantier wäre?

    Schulische Inhalte müssen immer auf dem Prüfstand stehen. Man muss immer gucken, ob die Bildungsziele erreicht werden. Selbst in einem Fach wie Mathematik wird ja mit PISA, IGLU, etc. immer wieder kontrolliert, ob die Lernziele erreicht wurden oder ob man vielleicht methodische Änderungen vornehmen sollte.

    Selbstverständlich muss auch Aufklärung über sexuelle Vielfalt ständig hinterfragt werden und überprüft werden, was funktioniert und was nicht. Und gegebenenfalls muss justiert werden. Die jetzigen Bildungspläne sind ja überhaupt erst eine Konsequenz dessen, dass man guckt, wo in den Schulen Dinge im Argen liegen und wo vielleicht etwas geändert werden muss.

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    Dabei wäre es ein leichtes mit nahezu allen Beteiligten einen Kompromiss aufzusetzen
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    1. Wenn ich mir so die hier in dieser Diskussion wieder betroffenen "Besorgten Eltern" ansehe, glaube ich nicht, dass mit denen irgendein Kompromiss möglich wäre. Die wollen GAR keine Aufklärung. Wer Homosexualität als "Teufelszeug" bezeichnet und wer gemeinsam mit der NPD Kundgebungen hält, will keine Kompromisse.

    2. Lehrpläne sollten von Fachleuten gemacht werden. Wie können Eltern entscheiden, was in Lehrpläne gehört oder nicht. Ich weiß noch, dass bei uns an der Schule ein Mädchen wegen Mathe sitzen bleiben sollte und die Eltern dann gefragt haben, wieso das Mädchen überhaupt Trigonometrie lernen müsse, da sie das garantiert nie mehr im Leben bräuchte. Soll man jetzt sagen "Lasst uns Trigonimetrie aus dem Matheunterricht streichen, weil manche das nie im Beruf brauchen werden."? Aber andere brauchen es sehr wohl und es geht ja auch nicht nur um das Thema an sich, sondern auch um das logische, abstrakte Denken, das damit geschult wird.

    Oder wieviele radikal-religiöse Eltern gibt es nicht, die sich daran stören, dass Evolution statt biblischer Schöpfungslehre gelehrt wird.

    Fazit: Wenn Eltern entscheiden müssten, wie Schulunterricht auszusehen hat, wäre das katastrophal. In allen Fächern, auch Mathematik & Co.

    Die Lehrpläne sollten von Experten erarbeitet werden, die nicht nur im jeweiligen Fach Experten sind, sondern sich auch mit Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Didaktik, etc. auskennen.

    3. Entweder lernen die Schüler, was Homo-, Bi- und Transsexualität ist und dass das genauso natürlich und normal wie Heterosexualität ist, oder sie lernen es nicht. Wie soll da ein Kompromiss aussehen? Wissen über Homosexualität ja, aber über Transsexualität nein?

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    Mit dir wird aber keine Lösung erreicht werden können, denn du bist der extreme Rand.
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    Da ich nicht in der Erarbeitung der Bildungspläne involviert bin, wird "mit mir" gar nichts erarbeitet. Das will ich auch gar nicht, da ich wie gesagt der Meinung bin, dass die dafür vorgesehenen Experten das tun sollten.

    Aber das heißt nicht, dass ich dazu keine Meinung haben darf und dass ich nicht fordern darf, dass endlich die Bildungspläne umgesetzt werden. U.a. damit kommende Schüler nicht mehr das durchmachen müssen, was ich und viele andere in der Schule durchgemacht haben.

    Schule sollte ein geschützter Ort sein und nichts, wo man jeden Tag mit Angst hingeht.

    Wenn mich diese Forderung in Ihren Augen extrem macht, kann ich damit gut leben. Aber jeder normale Mensch, der das beste für Schüler will, wird mir zustimmen.
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#13 EhlaAnonym
  • 18.03.2016, 09:31h

  • Ich war auf der Demo der "Besorgten Eltern" in Dresden und Hamburg.
    Es waren (fast) alle Russendeutsche und (eingeflogene) Russen. Diese kleine homophobe Minderheit versucht krach zu machen, als wären Sie das ganze "Bevölkerung".

    Wir müssen dieser aus Moskau gesteuerten und finanzierten Minderheit klar machen, dass sie wieder in ihre Heimat zurückkehren müssen, wenn es Ihnen hier nicht passt und wir müssen in den Medien klar machen, dass es nur die Russendeutsche Probleme machen!
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#14 TheDadProfil
  • 18.03.2016, 12:52hHannover
  • Antwort auf #11 von wuermchen
  • ""Dieser Satz ist doch bezeichnend. Allein die Ansicht, dass man ohne einen Bildungsplan dumm sei, lässt schon tief blicken. Da fragt man sich unweigerlich, wie die Generationen vor den Bildungsplänen aufgewachsen sind und wie vorher schon eine nahezu vollkommene Gleichstellung erreicht werden könnte.""..

    Man kann es hier lesen..
    Bildungspläne sind die Grundlagen aus denen Lehrpläne entwickelt werden..
    Quasi der "Fünf-Jahres-Plan" der Bildungspolitik..

    Es gibt keine "Generationen ohne Bildungspläne"..

    Es gibt nur Bildungspläne die von Gleichstellung und Gleichberechtigung frei sind..

    Wer sich dagegen stemmt das LGBTTIQ-Themen aus den Lehrplänen herausgehalten werden, weil Bildungspläne diese Inhalte nicht vorschreiben, der will das Schüler*innen "dumm bleiben" !

    Es ist nicht die Aufgabe von Bildungseinrichtungen Realitäten zu verschweigen, um den Eltern ein "Recht" zu basteln, ihre Kinder zu verdummbibeln !
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#15 wuermchenEhemaliges Profil
  • 18.03.2016, 19:09h
  • Antwort auf #12 von Nico
  • "Wenn aber jemand nie gelernt hat, welche sexuellen Orientierungen es gibt und dass diese Vielfalt keine Bedrohung, sondern ein Gewinn ist, dann wird er sein Leben lang Homo-, Bi- und Transsexuelle für minderwertig halten"

    Entschuldige mal, aber wir leben nicht im Mittelalter. Es ist ja nicht so, als würde ohne neue Bildungspläne keine sexuelle Ausrichtung besprochen oder wäre das ein Buch mit sieben Siegeln. Jeder Bürger und auch Schüler kennt sexuelle Orientierungen. Respekt vor Menschen, also eine humanistische Erziehung, ist auch ein generelles Lehrziel, ganz zu schweigen von der Erziehung, die die Eltern einem Kind zukommen lassen.
    Bei der Erziehung der Eltern hapert es doch in den meisten Fällen. Und da hilft nicht ein Vortänzer in der Schule, wo sowieso die aus dem Raster fallenden Kinder und jugendliche nicht mehr erreicht werden können. Da helfen Konsequenzen.
    Wenn du schlimme Erfahrungen gemacht hast, dann sollte man sich doch eher fragen, wie in einer hundert Prozent staatlich überwachten Stelle, wie eine Schule, solche Dinge geschehen können, ohne dass die Täter unterbindende Konsequenzen erfahren mussten. Das gleiche gilt für Dinge außerhalb der Schule. Ein Bildungsplan erreicht sowieso eher die aufgeklärten Schüler andere sind doch häufig gar nicht mehr zu fassen.

    "Die jetzigen Bildungspläne sind ja überhaupt erst eine Konsequenz dessen, dass man guckt, wo in den Schulen Dinge im Argen liegen und wo vielleicht etwas geändert werden muss."

    Das sehe ich anders. Die Bildungspläne sind der Versuch die gleichen Methoden anzuwenden, die schon zu einer versagenden Schulpolitik geführt haben. Es gab seit jeher Mobbing, Gewalt und Schikane. Gerade auch in der Schule, nur dass früher dieses Fehlverhalten besser unterbunden wurde. Das, was uns zu den heutigen Zuständen geführt hat, ist der Umstand, dass die Eigenverantwortung und Leistungsfähigkeit immer mehr zurück gedrängt wird. Wer nicht für seine Taten einstehen muss, lässt sich gehen.

    "Wie können Eltern entscheiden, was in Lehrpläne gehört oder nicht."

    Wenn es um Erziehung geht, haben die Eltern jedes Recht zu entscheiden, was gelehrt wird.
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#16 WürmchenwatchAnonym
  • 18.03.2016, 19:54h
  • Antwort auf #15 von wuermchen
  • "Wenn es um Erziehung geht, haben die Eltern jedes Recht zu entscheiden, was gelehrt wird."

    Natürlich doch. Und wenn es um Homosexualität geht, dann haben homophobe Eltern homosexueller Kinder das Recht ihnen einzubleuen, das sei falsch, das sei sündhaft, oder sie gar dafür zu schlagen oder aus dem Haus zu werfen.
    Wenn sie so ausrasten wie in diesem "Streich"

    www.queer.de/detail.php?article_id=25781

    dann ist das hinzunehmen und deren Sache.
    Da hilft auch kein Plan, gell?
    Und wenn Kinder aufgrund der religiösen Erziehung der Eltern innere Gewissenskonflikte ausstehen, sich selbst belügen oder sich gar umbringen, weil sie diesen inneren Konflikt nicht aushalten, dann ist das ebenfalls hinzunehmen, gell?
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#17 TheDadProfil
  • 18.03.2016, 20:52hHannover
  • Antwort auf #15 von wuermchen
  • Ich will das gar nicht so ausführlich machen..

    ""Bei der Erziehung der Eltern hapert es doch in den meisten Fällen.""..

    ""Wenn es um Erziehung geht, haben die Eltern jedes Recht zu entscheiden, was gelehrt wird.""..

    Das ein Unsinn den anderen bedingt, ist dir also immer noch nicht klar ?

    ""Und da hilft nicht ein Vortänzer in der Schule, wo sowieso die aus dem Raster fallenden Kinder und jugendliche nicht mehr erreicht werden können. Da helfen Konsequenzen.""..

    Du solltest mal die Schulgesetze der Länder lesen..
    Dort steht drinnen, wer über die Bildungsinhalte entscheidet..
    Kleiner Tipp..
    Eltern sind dort beteiligt..
    Aber nicht diejenigen, die diese Inhalte bestimmen..
    Das steht übrigens auch so in der Verfassung..
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#18 Homonklin44Profil
  • 19.03.2016, 00:18hTauroa Point
  • Antwort auf #12 von Nico
  • Auf jeden. Zustimmen, meine ich. Super Beitrag!

    Tut mir Leid, dass Du an der Schule auch dieser widerlichen Behandlung ausgesetzt warst. Ich dachte, in den Siebzigern sei es schlimm gewesen und die Neunziger schon einen Ticken voran, von wegen Mobbing wird nicht geduldet /soziopsychologisch bearbeitet ect. Wohl nicht überall.

    Weiter vorn schrieb Jemand über die Struktur des Weiterreichens von einst erlebter Gewalt -da ist bei diesen 'Besorgten' wohl viel dran, die sorgen sichdarum, ihre Cocooning-Syteme zu verlieren,das Verdecken solcher Zustände und ihrer eingebläuten Tradition.

    Mit Aufklärung ließe sich auch diese 'Gewalr-Kette' endlich durchbrechen, wenn Schüler lernen dürfen, es gibt andere Wege, als es später an eigenen Kindern zu wiederholen. Es gibt das Lernen um das Bewusstsein, solches anderen niemals zumuten zu müssen.

    Mit vernünftigen Bildungsplänen steht es jedem Schüler offen, und ohne eben nur sporadisch den Ausnahmepersönlichkeiten.
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#19 wuermchenEhemaliges Profil
  • 19.03.2016, 08:11h
  • Antwort auf #16 von Würmchenwatch
  • "Da hilft auch kein Plan, gell?"

    Nur in einem Umfang, der der Beschreibung spottet.
    Wir werden es nicht verhindern können, dass Eltern ihre Kinder erziehen und in einigen Fällen auch entgegen dem Kindeswohl indoktrinieren. Aber es kann und wird auch nicht das Ziel sein, den Eltern die Erziehung wegzunehmen. Da muss man einfach mal realistisch sein.
    Die geplanten Bildungspläne setzt doch viel zu klein an. Nico hat beschrieben, was mit ihm in der Schule passiert ist. Und da glaubst du allen ernstes wenn ein Lehrer sagt, dass Vielfalt was tolles ist, das sich daran was ändert? Diejenigen die drangsalieren lachen sich doch scheckig, wenn das Thema in der Schule behandelt wird. Denn bei denen wirken die Erziehungen der Eltern und die eigene Einstellung genauso. Falls sie überhaupt zum Unterricht gehen.
    Von den Lehrern bekommen schikanierte Homosexuelle eine Welt vermitteln, die in der Realität eben in einigen Fällen gar nicht existiert. Da wird gepredigt aber jeder Tag im Leben sagt genau das Gegenteil, wer ist da wohl glaubwürdiger?
    Es ist so klein gedacht, dass mal eben in der Schule eine Prise Akzeptanz gebetet wird und das Leben zu Hause und auf dem Schulhof erlebe eine humane Blüte.
    Die Schule könnte eine weitestgehende gewaltfreie Umgebung sein, müsste sogar sein, wenn Fehlverhalten konsequent und effektiv sanktioniert würde, aber stattdessen wird den Betroffenen eine Welt gepredigt, die aus der eigenen Erfahrung der Drangsalierten gar nicht existiert und diejenigen, die die Welt zur Hölle machen, erreicht die Predigt nicht, noch schlimmer: man lässt sie gewähren.
    Das Vorgehen und die Hoffnungen, die in die Bildungspläne gelegt werden, ist so dermaßen absurd, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.
    Als aller erstes müssen Gewalt, Beleidigungen, Mobbing und Drangsalierung in Schulen sofort unter konsequenter Strafe gestellt werden. Das ist der aktuell notwendige Schritt, damit Schüler in der Schule überhaupt eine freie Entwicklung erfahren können. Damit haben wir schon nahezu alles erreicht was eine Schule leisten kann sowohl als Vorbild und Chance für Schüler, die im Selbsthass erzogen wurde, wie auch von Schülern die im Hassen anderer erzogen wurde.
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#20 RaffaelAnonym
  • 19.03.2016, 09:48h
  • Antwort auf #15 von wuermchen
  • "Wenn es um Erziehung geht, haben die Eltern jedes Recht zu entscheiden, was gelehrt wird."

    Aha, wenn fundamentalistische Eltern also der Meinung sind, dass Evolutionslehre gegen die biblische Schöpfungsthese verstößt und dass Sexualkunde nicht in die Schule gehört, dürfen sie also bestimmen, dass es keinen Biologie-Unterricht geben darf?

    Und wenn irgendwelche Eltern was gegen die USA haben, dürfen sie aus Gewissensgründen den Englisch-Unterricht verbieten?

    Oder wenn die Eltern, die selbst schon Physik gehasst haben, nicht wollen, dass ihr Kind das auch machen muss, gilt für Physik ähnliches?

    Mal ganz zu schweigen vom Unterricht in den Fächern Erdkunde, Geschichte, Politik, Sozialkunde, wo häufig Themen dran kommen, wo man unterschiedlicher Meinung sein darf...

    Wenn aber Schüler nur noch eine einzige Meinung kennenlernen (die ihrer Eltern, die auch gleichzeitig die der Schule sein muss), wie sollen sie dann überhaupt noch lernen, sich ihr eigenes Urteil zu bilden und verschiedene Positionen gegeneinander abwägen zu können.

    Mal ganz zu schweigen davon, dass den meisten Eltern die Kompetenz fehlt, zu entscheiden, was wann in welchen Fächern unterrichtet wird.

    In jeder Demokratie ist es üblich, dass entsprechende Experten die Lehrinhalte bestimmen. Und Sie wollen das für Deutschland abschaffen?
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