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Vertrag beendet
"Gay Prank": Youtube-Star verliert Vermarktungsnetzwerk

So "witzig" hatte Mert Matan das Video bei Youtube beworben
- 17. März 2016, 18:53h 2 Min.
TubeOne Networks beendet die Zusammenarbeit mit Mert Matan, der es für einen Scherz hielt, sich als Heterosexueller bei seinem Vater als schwul zu outen.
Nach übereinstimmenden Medienberichten hat TubeOne Networks, ein zur Ströer Media Group gehörendes Multichannel-Vermarktungsnetzwerk, am Donnerstag die Zusammenarbeit mit dem Youtube-Star Mert Matan mit sofortiger Wirkung beendet. Nähere Angaben machte das Unternehmen aus Köln dazu nicht.
Der 20-jährige Hamburger, der bei Facebook auf rund 600.000 Follower und bei Youtube auf fast 840.000 Abonnenten kommt, war durch ein Video in Kritik geraten, in dem er sich bei seinem Vater als schwul outet – dieser reagierte mit Schlägen. Der Familienfrieden ist wieder aufgelöst, nachdem der Sohnemann das vermeintliche Coming-out als Scherz auflöst. (queer.de berichtete).
Nachdem die Idee des Videos, das Verhalten des Vaters und das unkritische Aufgreifen der Situation durch seinen Sohn für Kritik in der Heftigkeit eines Shitstorms sorgte, die sich in sozialen Netzwerken mit zahlreichen homophoben Kommentaren abwechselte, hatte Matan ein zweites Video hochgeladen und betont, nicht schwulenfeindlich zu sein. Das saloppe und in manchen Äußerungen ebenfalls unbedachte Video konnte die Kritik allerdings nicht entschärfen (queer.de berichtete). So hieß es darin: "Mein Vater hat nichts gegen Homosexuelle, außer dass sein Sohn vielleicht schwul sein könnte. Das gibt es bei uns in der Familie nicht, in der Kultur genauso wie in der Religion nicht. Bei uns in der Familie existiert so etwas einfach nicht."
TubeOne ist mit mehr als 300 Millionen Videoaufrufen im Monat eines der reichweitenstärksten Netzwerke seiner Art in Deutschland. Das "Gay Prank"-Video hat es bislang innerhalb von vier Tagen laut Youtube-Statistik auf fast 1,2 Millionen Views gebracht, das Nachfolgevideo auf fast 600.000. (nb)















Sehr gute Nachricht; wobei der Typ und seine Familie jetzt natürlich die Schuld bei den Homos suchen und nicht bei auch selbst. Lernen wird der Typ nichts daraus. Ich finde die Entscheidung exzellent.