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Kommentare zu:
Guido Westerwelle ist tot


#31 MarcAnonym
  • 18.03.2016, 20:48h

  • Das ist traurig und tut mir sehr leid, vor allem für seinen Mann.

    Aber gerade in diesem Punkt muss man gerade jetzt noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen: Das ist nicht sein Mann! Es ist 'lediglich' sein "Eingetragener Lebenspartner". Und dass das (leider) nach wie vor so ist, ist nicht zuletzt Guido Westerwelle selbst zu verdanken, der seinerzeit jeden, wirklich jeden Schachzug der Union zur Verzögerung und Verunmöglichung einer entsprechenden Regelung zur "Ehe für alle" oder entsprechender Vorläufer mittrug.

    Dennoch war seine Person (als er denn endlich mal aus dem Schrank gekommen war) der letzte Damm, der verhinderte, dass die FDP auf ihrem neoliberal-strukturkonservativen Kurs noch weiter in die homophobe Ecke schlich. Die Baden-Württembergische FDP hat im Landtagswahlkampf gerade gezeigt, was uns nun blüht: Da wurde ausdrücklich betont, dass die Homo-Ehe "nicht gleichwertig" ist, und der Schulterschluss mit der sogenannten "Demo" für alle gesucht. Von Parteichef Lindner nicht der leiseste Widerspruch...

    Dass Westerwelle sein privates Glück gefunden hat, gönne ich ihm von Herzen. Aber dass er - laut Nachruf im "Stern" - politisch "der Unvollendete" war, hatte leider katastrophale Auswirkungen für den Kampf um Gleichberechtigung und für zig Tausende privater Glücksmomente Anderer.
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#32 stephan
  • 18.03.2016, 20:51h
  • Auch ich stimmte mit Guido Westerwelle in politischen Fragen und in Fragen der schwulen Emanzipation nicht überein und mich hat es schockiert, dass ein prominenter Mann derart lange für sein Coming-out brauchte und nicht erkannte, welches Vorbild für junge Menschen er hätte sein können, aber die Nachricht von seinem Tod hat mich heute sehr erschreckt! Mein Mitgefühl gilt seinem Mann und allen, die Guido Westerwelle liebten oder eng mit ihm verbunden waren. Ich hätte Guido Westerwelle von Herzen viele glückliche Jahre gegönnt! R.I.P.
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#33 kuesschen11Profil
  • 18.03.2016, 20:54hFrankfurt/Main
  • R.I.P. Guido Westerwelle.

    Es ist traurig, dass die Krankheit ihn zu früh aus dem Leben gerissen hat. Mein Mitgefühl gilt seinem Mann und seiner Familie.

    Immerhin stand er als prominenter Politiker, der in einer gleichgeschlechtlichen "Ehe" lebt in der Öffentlichkeit.

    Es ist jetzt wohl nicht der richtige Zeitpunkt, über seine Politik zu streiten.

    Das Engagement für LGBT-Rechte ist in der FDP-Politik zwar da, dennoch wurden die Themen viel zu zaghaft vorangetrieben und eher CDU-angepasst/unterkühlt angegangen.
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#34 TheDadProfil
  • 18.03.2016, 21:06hHannover
  • Antwort auf #28 von Johannes45
  • Ich zitiere da jetzt mal einen Satz aus einem Kommentar :

    ""Aus alles politischen Lagern wurde heute mit höchstem Respekt über den Menschen und Politiker Guido Westerwelle gesprochen und Anteilnahme ausgesprochen! ""..

    Nur der Herr "Johannes45" nutzt selbst dieses Ereignis in schäbiger Weise für billige Polit-Propaganda..
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#35 Dont_talk_aboutProfil
  • 18.03.2016, 21:19hFrankfurt
  • Guido Westerwelle war ein einzigartiger Politiker und ein großartiger Mensch.

    Ich werde ihn nie vergessen.
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#36 joergNeubauerAnonym
  • 18.03.2016, 21:33h
  • Tragisch, dass ausgerechnet diese furchtbare Krankheit die Unrichtigkeit der neoliberalen Devise des "Jeder ist seines Glückes Schmied" beweist. Der Erkrankte benötigt dringend einen anderen Menschen, einen Rückenmarkspender, um eine Überlebenschance zu haben.

    Daher finde ich ein freundliches, auf Ausgleich zielendes soziales Miteinander und das Respektieren der "Schwächeren" so wichtig, besonders aus der Position der Macht.
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#37 Johannes45Anonym
  • 18.03.2016, 21:37h
  • Antwort auf #32 von stephan
  • @stephan
    "Auch ich stimmte mit Guido Westerwelle in politischen Fragen und in Fragen der schwulen Emanzipation nicht überein und mich hat es schockiert, dass ein prominenter Mann derart lange für sein Coming-out brauchte und nicht erkannte, welches Vorbild für junge Menschen er hätte sein können"

    --> Sorry ich stimme Dir nicht zu. Für mich war Guido Westerwelle ein prominenter Vertreter, der offen schwul Parteivorsitzender der FDP war und auch offen schwul Aussenminister Deutschlands wars.

    Es ist schlichtweg gelogen, das er spät sein Coming-Out hatte und selbst hier im Artikel der linken Queer kannst Du dies nachlesen, das Westerwelle ab 2004 offen geoutet war. Sowohl in seiner Eigenschaft als Parteivorsitzender war er von 2004 bis 2011 offen homosexuell lebend als auch in seiner Eigenschaft als Aussenminister der Bundesrepublik Deutschland. Intern wusste ich bereits seit Ende der 1990er, das Westerwelle schwul ist, so wie dies intern auch heute schon bei Altmaier der Fall ist und der schafft es nicht einmal im Jahre 2016 ein ordentliches mediales Coming-Out hinzubekommen.

    Ich stimme Dir daher hier nicht zu, was deine Bewertung zum Coming-Out von Westerwelle angeht.

    Aber gerade auch seiner Art und Haltung, stets für seine Ideale und Ziele sich als leidenschaftlicher Kämpfer ("Jetzt erst Recht - Mentalität") einzusetzen, ist es rückblickend zu verdanken, das junge Menschen wie ich sich als LGBT-Aktivisten engagiert haben.

    Persönlichkeiten wie Guido Westerwelle haben mich veranlasst, Mitglied im LSVD zu werden.

    UND wo engagierst Du dich und zahlst Mitgliedsbeiträge, stephan ????

    Oder bist du auch nur so ein typischer linker Autor, der gerne auf alle Politiker "draufhaut", wenn sie nicht links sind.

    Aber vor allem HEUTE selbst im Angesicht des Todes nicht einmal den Anstand hat, entweder zu schweigen oder die Guten und SCHÖNEN Seiten eines Menschen hervorzuheben, der gerade von uns gegangen ist.

    Ich erkenne hier heute Abend wiedereinmal, wie wenig Format, Anstand und Empathie hier eine Reihe linker/grüner Forenschreiber haben. Kein Wunder, das die LGBT-Szene so innerlich zutiefst zerstritten ist, wenn hier solche Kommentare heute abend zu lesen sind.
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#38 lucdfProfil
  • 18.03.2016, 21:38hköln
  • Ich konnte mit seinen politischen Ansichten nicht sehr viel anfangen aber als er krank wurde, hat mich seine Art mit seinem Schicksal umzugehen sehr gerührt. Diese Nachricht macht mich traurig.
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#39 Johannes45Anonym
  • 18.03.2016, 21:43h
  • Antwort auf #36 von joergNeubauer
  • @joerNeubauer
    "Daher finde ich ein freundliches, auf Ausgleich zielendes soziales Miteinander und das Respektieren der "Schwächeren" so wichtig, besonders aus der Position der Macht."

    --> Gerade dies zeichnet die FDP aus, das sie auf ein freundliches auf Ausgleich zielendes Miteinander und Respektieren des Schwächeren ausgerichtet ist. Deswegen setzt sich die FDP so massiv für die Soziale Marktwirtschaft ein und unterstützt die Leistungsstärke des Einzelnen, damit aus diesen Leistungen der Einzelnen die Gesellschaft als Ganzes profitieren kann, um dann auch die Schwächeren unterstützen zu können. Wer aber die Leistung schwächt, der hat auch keine Möglichkeiten am Ende mehr, andere zu stützen und zu helfen.
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#40 janxAnonym
  • 18.03.2016, 21:59h

  • Entsetzlich. Habe gerade nochmal sein letztes interview im spiegel gelesen. Ungewöhnlich offen, menschlich und selbstkritisch und so weit weg von der aggresiven fdp rhetorik, die ich immer fragwürdig fand. Da ich selbst krebs überlebt habe konnte ich vieles im interview gut nachvollziehen. Eine Horrorkrankheit, die man in ihrem existentiell bedrohenden ausmaß erst wirklich versteht wenn man sie gehabt hat was ich meinem größten feind nicht wünsche. Er war noch so optimistisch. Mein Beileid seinem Mann und den weiteren Angehörigen.
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