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"Sí se puede"
Obama spricht über Homo-Rechte in historischer Kuba-Rede

Barack Obama besuchte als erster US-Präsident seit 88 Jahren Kuba
- 23. März 2016, 08:16h 2 Min.
Der amerikanische Staatschef hat auf der Karibikinsel auch für die Rechte von Schwulen und Lesben geworben.
US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag beim ersten Kuba-Besuch eines US-Präsidenten seit 1928 in einer Rede zur Versöhnung aufgerufen und für Demokratie geworben. Dabei erwähnte er auch Fortschritte bei Rechten für Frauen und Homosexuelle in seinem Land, die durch demokratische Beteiligung zustande gekommen seien.
Im Gran Teatro in Havanna sagte Obama, dass Veränderung nicht einfach sei. "Es gibt immer noch enorme Probleme in unserer Gesellschaft, aber Demokratie ist der Weg, wie wir diese lösen können. Auf diese Art haben wir die Krankenversicherung auf mehr Menschen ausgedehnt. Auf diese Art haben wir enorme Fortschritte bei Frauen-Rechten und Rechten von Schwulen und Lesben gemacht." Der US-Präsident schloss die Rede mit den Worten: "Sí se puede", die spanische Übersetzung von "Yes, we can".
Obama hatte 2014 nach mehr als sechs Jahrzehnten Embargo eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba eingeleitet. Die Annäherung ist insbesondere unter Republikanern in den USA sehr umstritten, weshalb die meisten Einschränkungen in den Beziehungen nach wie vor in Kraft sind – sie müssen vom Kongress aufgehoben werden, der von der Oppositionspartei kontrolliert wird.
Castro sah Homosexualität als Nebenprodukt des Kapitalismus an
Bei LGBT-Rechten hat Kuba viel Nachholbedarf: Auf der Insel hatte das kommunistische Regime nach seiner Machtübernahme im Jahr 1959 die Verfolgung von Schwulen und Lesben verschärft. Diktator Fidel Castro sah Homosexualität zunächst als Nebenprodukt des Kapitalismus an und ließ Schwule in Internierungslager stecken, in denen viele zu Tode kamen. Castro ließ Homosexualität zwar 1979 offiziell legalisieren, allerdings wurden Schwule und Lesben weiter wegen "antisozialen Verhaltens" verfolgt. Nach seiner Abdankung entschuldigte er sich schließlich 2010 für die Verfolgung von Homosexuellen. Er bezeichnete das brutale Vorgehen gegen sexuelle Minderheiten als "spontane Reaktion der Revolutionäre, die auf den Traditionen der Nation beruht" (queer.de berichtete).
Inzwischen gibt es auf der Insel viele Fortschritte bei LGBT-Rechten, auch dank des Einsatzes der Präsidententochter Mariela Castro, die das staatliche Zentrum für Sexualaufklärung leitet (queer.de berichtete). So verbietet Kuba heute Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Arbeitsrecht – das ist bislang nur in der Hälfte der US-Staaten der Fall. Seit Jahren wird im Land auch über die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften diskutiert, allerdings bislang ohne Erfolg. Die kubanische Verfassung verbietet gegenwärtig ausdrücklich die gleichgeschlechtliche Ehe. (dk)















USA:
www.zeit.de/wirtschaft/2015-08/slum-armut-diskriminierung-us
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Welt:
www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/oxfam-armutsbericht-ein-proze
nt-der-weltbevoelkerung-reicher-als-der-rest