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- 23. März 2016, 14:32h 2 Min.

Ein Embryo in der fünften Schwangerschaftswoche
Der Deutsche Ethikrat hat am Dienstag empfohlen, die Embryonenspende gesetzlich zu regeln – und dabei auch Partnerinnen in eingetragenen Lebenspartnerschaften diese Möglichkeit zu bieten.
Embryonen, also befruchtete Eizellen, sollten laut der Stellungnahme des Rates (PDF) am besten an Paare abgegeben werden, "wenn die Eltern ihrer Beziehung eine rechtlich verbindliche Form gegeben haben, also entweder verheiratet oder durch eine eingetragene Lebenspartnerschaft verbunden sind." Diese Verbindungen seien für den Staat ein "Zeichen der Verlässlichkeit" und damit für Kinder am besten.
In der Stellungnahme wird auch eine Studie des Bundesjustizministeriums aus dem Jahr 2009 zitiert, nach der Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut aufwachsen wie bei heterosexuellen Eltern (queer.de berichtete). Außerdem weisen die Ethiker in dem Papier auf den Gleichbehandlungsgrundsatz hin. Laut "Süddeutscher Zeitung" wollte trotzdem eine Minderheit im Ethikrat eingetragene Lebenspartner ausschließen. Andere forderten eine Öffnung für nicht verheiratete und unverpartnerte Paare.
Embryonenspenden sind seit 2013 durch Ausnahmeregelungen in der aktuellen Gesetzgebung möglich. Dabei werden Embryonen genutzt, die bei einer künstlichen Befruchtung übrig bleiben – etwa wenn eine behandelte Frau vor Einpflanzung aller produzierten Embryonen bereits schwanger wird.
Die Ethiker fordern auch, dass die Produktionen überschüssiger Embryonen soweit möglich vermieden werden sollte, und dass Embryonen nicht eigens für Spenden hergestellt werden sollten.
Der Deutsche Ethikrat ist 2001 als unabhängiger Sachverständigenrat ins Leben gerufen worden. Er soll Empfehlungen aussprechen, wie neue Entwicklungen – etwa in der Medizin – ins deutsche Recht aufgenommen werden sollen. Dem Gremium gehören 26 vom Bundespräsidenten ernannte Mitglieder an, neben Wissenschaftlern auch Politiker und Vertreter der beiden großen Kirchen, darunter etwa der katholische Weihbischof Anton Losinger. (dk)















Ich glaube nicht, dass die Meinung des Ethikrats daran was ändern wird.
Die werden auch diese Experten-Meinung (wie so oft) schlichtweg ignorieren.
Und spätestens wenn Angela Merkel wieder "Bauchschmerzen" bekundet, ist das Thema weg vom Tisch. Was zählen schon Fakten und Argumente, wenn die Magenprobleme der Kanzlerin die Politik diktieren und die SPD dem blind folgt?!