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Kommentare zu:
Letzte Amtshandlung von Grün-Rot: Bildungsplan in Kraft


#35 der BasisAnonym
#34 Homonklin44Profil
  • 02.04.2016, 19:28hTauroa Point
  • Antwort auf #33 von stromboli
  • Chapeau, der Herr!

    Zwischen Bildung und Einbildung unterscheide ich noch die Verbildung, das jetzt aber sicher nicht bezogen auf Deinen konstruktiv gut aufgeladenen Beitrag.
    Verbildung ist die Eigenheit einer u.A. verleiteten Bildungsform, wozu die von Dir erwähnte Hinzu-Schneiderung/ gezielte Veränderung von Weltbildern dem aktuell hochzelebrierten oder reduktiven Horizont gehört. In Ansätzen ist mir bekannt, dass diese Christomorphen-Kultur einen einstigen Wissensstand verschütten konnte, der deutlich deren Verkleinerungs-Drall voraus war.
    Wenn man sich nur mal ansieht, dass die Kenntnis über den amerikanischen Kontinent bis auf Erwähnungen in meist nordischen Sagas mehr oder weniger verschwand ...

    Dafür und für die Links möchte ich mich aber doch extra bedanken - das bringt mich auch in einer bestimmten Richtung meines Buches über die 'ungewollte Natur' um ein paar Lightspeed-Ellen weiter!
    Und persönlich vermutlich auch. Ich bin zwar nicht smart, aber ewig wissbegierig. Und habe die Hoffnung noch nicht verloren.

    Hab Dank von einigen oder auch etlichen Etappen weiter den Bildungs-Ast runter,gelle.
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#33 stromboliProfil
  • 02.04.2016, 09:35hberlin
  • Antwort auf #32 von Homonklin44
  • "Dass das 'christliche Menschenbild' eine diskriminierende, latent faschistoide Weltanschauung enthält, dürfen die Schüler hoffentlich kritisieren, wenn klar wird, die, über die unter Homo, Lesbisch, Trans usw. beschrieben werden, sind danach ja gar keine richtigen Menschen.
    Weiß nicht genau, wie der Bezug dazu lautet... wenn man die Kulturgeschichte heran ziehen will, sollte man wenigstens ebenfalls die Weltbilder der Leute mit einbeziehen, die vor der Christianisierung hier so rumrannten."

    Nun, es ist wirklich schwer sich ein bild über jene gesellschaften vor unserer zeitrechnung zu machen, weil nach beginn dieser zeitrechnung alles daran gesetzt wurde , die geschichte im sinne unserer zeitgenössischen ideologie umzuschreiben & umzuinterpretieren.

    Zuallererst müss/ten schüler lernen, "christentum und anderweitige religionssekten potentiel auf grund ihrer missionarischen weltsicht, als faschistoide "gemeinschaften zu begreifen.
    So auch sich gegen die politische form des faschismus und seiner schleichenden unterwanderung humanistisch/demokratischer wertvorstellungen zu wappnen.

    Es sind einander sich ergänzende und rückkoppelnde syteme, die durch die "heilssprechung" der religionen als grundpfeiler unserer gesellschaften, irreparable wege und ideologische richtungsvorgaben hervorrufen.

    Das sollten schülerInnen lernen, bevor sie ihr wahlrecht nützen wollend, von manipulation und propaganda überschwemmt werden , so die parteien wählen, die weiter an diesem system drehen..
    Sozusagen das restaurative religiot/politische hamsterrad am laufen halten!

    Welche begriffe kann man nun suchen-benutzen, um der allgegenwärtigen gefahr der reaktionären weltordnung einen griffigen, aussagekräftigen namen zu geben...
    Ich benutze den faschismus und den ihm innewohnenden regelwerk, um zusammenhänge hin zur religion und deren herkunft begreiflich zu machen.
    Dabei stolpert man förmlich über die parallelen inhaltlicher wie sich veräusserlichender art und darstellung!
    Das der begriff faschismus erst über die faschistische zeit des 20zigsten jahrhunderts in unserer heutigen politischen-gesellschaftanalyse einen "wirkungsvoll negativen namen erhält, einen, der nicht mehr an begrifflichkeiten wie monarchie-oligarchie-autokratie- neokonservatismus/liberalismus verniedlicht wird, sondern nun entgültig die moralischen zuweisungen erhält , die die im namen von religion/en-ideologien begangenen verbrechen in den öffentlichen bewusstseinsfokus zurück bringen!

    Das muss wieder ziel der AUFKLÄRUNG werden:
    Die gegen staatskonstrukte-obrigkeit und klerus errungene und gleich auch wieder verlorenen aufklärung zurück in unser aller bewusstsein bringen, um so wirklich umfassend "aufgeklärt, endlich die "vergangenheit" hinter sich zu lassen, zukunft zu gestalten!

    Lassen wir die schüler/innen nachdenken ..

    de.wikipedia.org/wiki/Klerikalfaschismus

    www.gegen-die-kirche.eu/geschichte-der-kirche/item/die-chris
    tlichen-kirchen-und-der-faschismus.html


    www.humanist.de/kultur/literatur/religion/deschner10.html

    tangsir2569.wordpress.com/2014/01/10/kirche-und-faschismus-d
    ie-naturliche-allianz/


    Dann können wir endlich auch die schimäre des gescheiterten realsozialismus mit der des nationalsozialistischen vergleichen, können den kapitalismus und dessen unterstützung aus den religionen als teil ein und der selben machtideologie durchschauen.
    Könnten so mal das wort zum sonntag "gebt dem kaiser, was des kaisers.." auf seinen inhalt und interpretationsspielraum hin überprüfen.
    Das wäre bildung!
    Der rest ist einbildung...
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#32 Homonklin44Profil
  • 01.04.2016, 20:43hTauroa Point
  • Ich finde es gut, dass die das mit Hängen und würgen noch irgendwie raus gehauen haben, keine Frage.
    Aber das Gefühl, dass die CDU-GenossInnen so auf die zukünftige Düse stehen werden, dass irgend eine Korrektur oder Reform der Bildungspläne notwendig wird, auf fahlen Gerüsten aufgebaut und genährt wird, bis die grüne seite weich wird, lässt mich auch nicht los.

    Sagen, was kommen wird, kann ja keiner so genau.

    Dass das 'christliche Menschenbild' eine diskriminierende, latent faschistoide Weltanschauung enthält, dürfen die Schüler hoffentlich kritisieren, wenn klar wird, die, über die unter Homo, Lesbisch, Trans usw. beschrieben werden, sind danach ja gar keine richtigen Menschen.
    Weiß nicht genau, wie der Bezug dazu lautet... wenn man die Kulturgeschichte heran ziehen will, sollte man wenigstens ebenfalls die Weltbilder der Leute mit einbeziehen, die vor der Christianisierung hier so rumrannten.

    Ob das Ganze der SPD jetzt groß Wählertreuen rettet? Wetten würde ich nicht drauf.
    Aber da hat Johannes oder wer das schrieb wohl auch mal Recht mit, die Queer-Themen machen nur einen Bruchteil in der allgemeinen Bewertung der Wähler aus.
    Die Allgemeinheit straft schon mehr für 'asoziale' Neigungen dieser Partei.

    Wiederum sind einige doppelt betroffen. Schwul und arbeitslos bzw. sozial schwach. Die spucken mehrmals hin.

    Wollen wir darum bangen, wie lange dieser Bildungsplan vielfältig bleiben darf? Bis die C-Infizierten wieder genug Magensäure gesammelt haben....
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#31 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 01.04.2016, 11:46h
  • Antwort auf #20 von Fortune
  • "Die künftige Landtagspräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) hat sich für LSBTTIQ-Themen verkämpft. Und der Grüne Landesvorsitzende Oliver Hildenbrand, der Teil der Delegation für die Koalitionsverhandlungen ist, ist Mitglied im LSVD."

    Deine Worte in die Ohren der Grünen Verhandlungsführer, hoffentlich lassen die sich nicht so leicht einlullen, oder besser gesagt einschüchtern wie die SPD.
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#30 hugo1970Ehemaliges Profil
#29 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 01.04.2016, 11:04h
  • "Dies wäre "eine Geste des politischen Anstandes".

    Ja, Ja, die christlich neoliberal konservativen kennen Anstand gar nicht und wollen aber von anderen einfordern, ewas was sie gar nicht haben wollen, nähmlich wahre Menschliche Nächstenliebe!!!

    "Uns wäre es lieber gewesen, die Rechtskraft bis nach den Koalitionsverhandlungen auszusetzen", erklärte der CDU-Bildungsexperte Georg Wacker."

    Wir wissen doch alle warum, weil die ultrakonservativen aus dem Ländle haargenau wissen, das sie in Fragen der LSBTTIQA Rechte sich durchsetzen werden.
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#28 ChristineAnonym
#27 seb1983
  • 31.03.2016, 22:00h
  • Antwort auf #26 von Fortune
  • Nanana, nicht den Miesepetern hier in die Suppe spucken.
    alles ganz große kaka, nix Wert der Bildungsplan, und dann wird er ganz ganz bestimmt auch noch kassiert werden, emanzipierte Schwule wissen das doch schon lange gell

    Wozu abwarten was passiert wenn man doch schon alles vorher weiß und im Notfall schnell passend uminterpretiert
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#26 FortuneProfil
  • 31.03.2016, 20:39hTübingen
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • 1. Mit "Unser Fokus liegt ... auf der Bildungspolitik" kann viel gemeint sein: Gemeinschaftsschule, Realschule, G8/G9, etc. pp.

    2. Die Koalitionsverhandlungen beginnen erst am Freitag und am Verhandlungstisch sitzen immer zwei.

    3. Wie bereits gesagt ist der grüne Landesvorsitzende Mitglied beim LSVD.

    Also erst einmal abwarten.

    Fortschritte wird es mit der CDU sicherlich keine geben. Ob es Rückschritte gibt, das wird sich noch zeigen.
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#25 FortuneProfil
  • 31.03.2016, 20:28hTübingen
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • 1. Mit "Unser Fokus liegt ... auf der Bildungspolitik" kann viel gemeint sein: Gemeinschaftsschule, Realschule, Gymnasium.

    2. Die Koalitionsverhandlungen haben noch nicht begonnen. Also erst mal abwarten, was die CDU zu dem Thema "Vielfalt" im Bildungsplan sagt.

    3. Zu Koalitionsverhandlungen gehören immer zwei. Und wie bereits gesagt ist der Grünen-Vorsitzende beim LSVD.
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#24 stephan
  • 31.03.2016, 20:08h
  • Dies wäre "eine Geste des politischen Anstandes".
    sagt der CDU-Mann!

    Änderungsbedarf sehe er insbesondere bei der Berücksichtigung sexueller Minderheiten im Unterricht ... lässt er folgen und dieser Typ wagt es, von Anstand zu reden!

    Das dreckige Diskriminiererpack weiß doch nicht, was Anstand ist und hält mit dem sonntäglichen Kirchgang alle moralischen Verpflichtungen für abgegolten! Welch ein Vorbild dieser 'Bidungsexperte'!
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#23 TheDadProfil
  • 31.03.2016, 17:49hHannover
  • Antwort auf #20 von Fortune
  • ""Ebenso glauben manche ganz genau zu wissen, dass Grün-Schwarz das wieder kassieren wird.""..

    O-Ton Guido Wolf nach den Sondierungsgesprächen in die Mikros :

    "Unser Fokus liegt insbesondere auf der Bildungspolitik"..

    Deutlicher geht das kaum noch..
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#22 Vater
  • 31.03.2016, 15:55h
  • Antwort auf #9 von fazit
  • Die Befürchtung ist leider nicht aus der Luft gegriffen.
    Ich hoffe trotzdem, dass dieser Plan nicht wieder einkassiert wird und wenigstens in einigen Fällen hilfreich ist.

    Rettet dieser Plan nur einem schwulen Jugendlichen den Arsch, indem er für eine etwas besser aufgeklärte Schülerschaft sorgt, dann hat es sich trotzdem gelohnt. Auch wenn das Ziel verfehlt wurde und der politische Druck erhöht werden muss.

    Ich denke gerade darüber nach Kontakt mit den großen und kleineren Printmedien aufzunehmen, um dort mal die Lage zum Thema zu checken.
    Jetzt muss dringend die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam gemacht werden, damit schwarz -grün nicht still und leise die Aufklärung über die Existenz und Gleichwertigkeit aller sexuellen Ausrichtungen aus dem Plan streicht.

    Die Tatsache, dass sich Jungs in Mädels verlieben, mit ihnen Eis essen gehen und mit ihnen gemeinsam - Hand in Hand - barfuß am Strand spazieren gehen ist nicht nur aus jugendfreien Serien und Spielfilmen hinlänglich bekannt.
    Um das zu wissen und zu erfahren ist es völlig irrelevant, was diese Jungs und Mädels gemeinsam im Bett treiben. Hier blenden diese Filme nämlich allesamt wohlweislich aus.

    Dass es dasselbe auch bei anderen Geschlechterkonstellationen gibt ist einfach Fakt.
    Was dort im Bett geschieht, interessiert hier erstmal ebensowenig.

    Die Menschen sind von Natur aus nicht alle gleich. Sie haben nicht alle das gleiche Geschlecht und sie haben auch nicht alle die gleiche sexuelle Orientierung. Dennoch sind sie aber alle gleich viel wert!

    Was Kinder angeht und themenbezogene Aufklärung jenseits des altersangemessenen (!) Sexualkundeunterrichts , so geht es nicht um mehr, als die Existenz dieses breiten Spektrums. Nur darum dreht es sich, um das Wissen, dass sich niemand seine persönliche Farbe des Regenbogens aussucht UND um das Wissen, dass aber dennoch jede Farbe dazugehört und normal ist - auch wenn nicht jede Gruppe quantitativ gleich stark vertreten ist.
    Das gilt schließlich genau so für Linkshändigkeit, grüne Augen (die große Mehrheit der Menschen hat braune) oder rote Haare.

    Gerade letztere sind einebenso eindrückliches wie trauriges Beispiel dafür, wie groß die Ähnlichkeit zur vermeintlichen Unnormalität von der Masse 'abweichender' sexueller Orientierungen ist, wurden doch Rothaarige immer wieder als angebliche Hexen verbrannt...

    Und wenn sich die reaktionäre Bande wieder einmal am Begriff der 'Normalität' aufreibt, sei ihnen dringend noch einmal eine kleine Nachhilfestunde auf der Schulbank ans Herz gelegt.
    Dort sollten sie sich einmal eingehend mit der Gaußschen Normalverteilung und den Bedeutungen des Wortes 'normal' beschäftigen.

    Die vermeintliche 'Frühsexualisierung' ist nichts als ein Gespenst der eigenen übersexualisierten Vordtellungswelt.
    Was die Jugendlichen angeht, so geht es um nichts weiter, als mit Aufklärung gegen Fremdenhass vorzugehen - gegen DIE Fremden und gegen DAS Fremde.
    Es geht in keiner einzigen Sekunde darum, das Fremde zum Eigenen zu machen (was ja gerne immer wieder unterstellt wird ).

    Dass auch Jungs mit Jungs zusammen Händchen halten und dabei Eis essen UND dies völlig okay ist, reicht dabei völlig aus.

    Dabei unterscheidet sich das Ganze qualitativ kein Stück vom afrikanischen Kind im Sandkasten.

    Obwohl die übrigen Kinder eine andere Hautfarbe haben, ist es dennoch normal. Es gehört dazu und will nicht ausgeschlossen werden. Ebenso verlangt niemand von den anderen Kindern ebenfalls schwarz zu werden. Es geht nicht darum, das schwarze Kind zu hofieren oder den Normalitätsbegriff von weiß auf schwarz zu verschieben....

    Der Bildungsplan wurde jetzt unterzeichnet.

    Ich halte es für extrem wichtig, dass die Öffentlichkeit über seinen wahren Zweck ins Bild gesetzt wird. Die Desinformationskampagnen der neuen Rechten muss man jetzt mit echter Information beantworten.
    Nehmen sich Stern, Spiegel, SZ u.a. dieses Themas rechtzeitig an, versteht der Bürger möglicherweise auch, was uns die Union gerade wieder wegnehmen will.

    Genau das kann sie nämlich nur dann tun, wenn die breite Masse unaufgeklärt bleibt und das Märchen von der vermeintlichen Frühsexualisierung schluckt.
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#21 seb1983
#20 FortuneProfil
  • 31.03.2016, 14:58hTübingen
  • Irgendwie lustig, was manche hier ganz genau zu wissen glauben. "Hätte die SPD das mal vor der Wahl unterschrieben, dann hätte es für Grün-Rot gereicht".

    Das klingt ja so, als sei der Bildungsplan nach der Landtagswahl einfach so vom Himmel gefallen. Die Proteste der Demo für Alle in Stuttgart zeigen doch das Gegenteil. Der Bildungsplan war ja bereits seit 2013 im Kultusministerium in Planung.

    Außerdem ist am 16. Juni 2015 der Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte von der Grün-Roten Landesregierung beschlossen worden. Dieser wurde vom Sozialministerium unter beispielhafter Einbindung der Community erarbeitet.

    Insbesondere Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) und Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) haben sich dafür stark gemacht.

    Auch wenn man sich mancher mehr gewünscht hätte, sollte man doch mal anerkennen, dass sich mit Grün-Rot in Baden-Württemberg etwas bewegt hat. Der Vorwurf die SPD betreibe nur Gleichstellung nachdem sie "abgewählt" wurde kann so also nicht stehen bleiben.

    Ebenso glauben manche ganz genau zu wissen, dass Grün-Schwarz das wieder kassieren wird. Die Koalitionsverhandlungen haben noch nicht einmal begonnen. Wartet das doch mal ab.

    Die künftige Landtagspräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) hat sich für LSBTTIQ-Themen verkämpft. Und der Grüne Landesvorsitzende Oliver Hildenbrand, der Teil der Delegation für die Koalitionsverhandlungen ist, ist Mitglied im LSVD.
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#19 iZickeAnonym
  • 31.03.2016, 14:21h
  • Antwort auf #14 von seb1983
  • Ihr Metier mehr Mift und Malle?
    Wie geht es dem Prosecco, der Mucki-Bude ihres Vertrauens und den Produktlinien aus dem Hause apple?
    Einst warfen Sie noch mit beruhigender Verlässlichkeit Bonus-Infos zu solchen Sächelchen in die Runde, um ja keine Zeifel an Ihrer Jugendversteherischkeit aufkommen zu lassen.
    Nur Mut. Denken Sie sich etwas aus! Arg into!
    Fühlen Sie den Puls und teilen ihn mit!

    www.youtube.com/watch?v=JRL5Z1k60tg
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#18 und hierAnonym
#17 David77Anonym
  • 31.03.2016, 14:08h
  • Antwort auf #10 von Norisette
  • "Ich fürchte, dass nun auch die queeren Themen Verhandlungsmasse mit der CDU werden."

    Eben. Aber vielleicht lässt sich so wenigstens mehr rausholen und retten, als wenn man stattdessen die Aktion nicht beschlossen hätte.
    Die Polit-Schwuppen, die sich so sehr über die Abwahl von Grün-Rot gefreut haben, werden mit der CDU noch ihr schwarzes Wunder erleben.
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#16 TimJohannesWachAnonym
#15 LucaAnonym
#14 seb1983
#13 David BergerAnonym
#12 GROSSWETTERAnonym
  • 31.03.2016, 12:54h
  • Hunderttausende traten neu in die Labour-Partei ein. Rund 60% stimmten in der Urwahl für Jeremy Corbyn als neuen Parteivorsitzenden und damit gegen die Politik von Tony Blairs "New Labour".

    Was die Eliten fürchten, ist die linke Stimmung breiterer Bevölkerungsschichten, die sie hinter dem Votum für Corbyn vermuten. Dass in der Urwahl eine große Mehrheit "für Verstaatlichung, gegen Nato, gegen Sparmaßnahmen und für den unbegrenzten Ausbau des Sozialstaats" gestimmt habe (Süddeutsche Zeitung), versetzt viele Politiker und Kommentatoren in Rage.

    Nikolaus Piper, der Chef-Kommentator der Süddeutschen Zeitung für Wirtschaftsfragen, lässt seiner Empörung freien Lauf: "Nur 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist Sozialismus wieder schick geworden", schimpft er. Die Corbyn-Wahl habe "etwas Bizarres". Das Programm von Corbyn sei rückwärtsgewandt und grotesk. Die Labour Party steuere damit in den nächsten Unterhauswahlen auf "eine krachende Niederlage" zu.

    Besonders abstoßend findet Piper die Vorstellung, Steuergelder und Kredite der Notenbank für soziale Projekte und gesellschaftliche Aufgaben einzusetzen. Er schreibt, die Rubrik "People's Quantitative Easing" in Corbyns Wirtschaftsprogramm sei besonders bezeichnend. Praktisch bedeute People's QE, "dass die Bank von England Geld drucken soll, um Wohnungen, Eisenbahnen und Straßen zu bauen." Ein solches Inflationsprogramm "ähnelt auffallend Plänen des gescheiterten griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis" und führe "geradewegs in den Ruin".

    Nikolaus Piper war von 2007 bis 2014, also während der internationalen Finanzkrise, als Wirtschaftskorrespondent für die Süddeutsche in New York. In unzähligen Artikeln unterstützte er die Politik der Regierung und der Notenbank der USA, die hunderte Milliarden Dollar zur sogenannten Bankenrettung und Finanzierung krimineller Finanzspekulationen bereitstellten, die anschließend durch Einsparungen in allen sozialen Bereichen und Lohnsenkungen aus der Bevölkerung herausgepresst wurden.

    Piper befürwortet die amerikanische Form des Quantitative Easing (QE) in Form von Billigkrediten zur Finanzierung der Spekulationsgeschäfte einer superreichen Finanzoligarchie. Aber günstige staatliche Kredite zur Finanzierung von Wohnungen, Eisenbahnen und Straßen, vielleicht auch von Bildung und Verbesserung der Sozialsysteme, findet er total abwegig, ja sozialistisch.

    Piper warnt: "Auch außerhalb Großbritanniens etabliert sich in vielen Ländern jenseits der Sozialdemokratie eine neue aggressive Linke." Sie sei "gegen 'Austerität', also dagegen, dass der Staat spart, gegen Freihandel, gegen die Reichen und gegen die 'Konzerne'." Dass auch in den Vereinigten Staaten mit Bernie Sanders ein "bekennender Sozialist" als Präsidentschaftsbewerber auftrete, mache deutlich, dass es sich bei der Corbyn-Wahl um ein internationales Phänomen handle.

    Nils Schmid, Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg (Wahlergebnis vom 13.03.2016: 12,7%), kommentierte damals, an passender Stelle, so:

    www.welt.de/debatte/kommentare/article146353221/Corbyn-fuehr
    t-britische-Labour-Party-ins-Nirwana.html
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#11 Johannes45Anonym
  • 31.03.2016, 12:23h
  • Antwort auf #2 von Luca
  • @Luca
    "
    Hätten die das mal eher umgesetzt, statt wegen einer schrillen Minderheit fanatischer Homohasser zu zögern, dann hätte es vermutlich wieder für Grün-Rot gereicht."

    Was für ein Quatsch. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt wurde diesmal fast ausschliesslich durch die bundespolitische "Großwetterlage" entschieden und Themen wie "Insolvenz des Nürburgringes" in Rheinland-Pfalz oder LGBT-Themen spielten fast überhaupt KEINE Rolle.

    Einziger Sieger bei allen drei Landtagswahlen war leider nur die Partei "Alternative für Deutschland", die zweistellig aus dem Stand in alle drei Landtage eingezogen ist.

    Es ist die Flüchtlingsthematik und wie die jeweiligen Parteien mit ihr umgehen und im letzten Jahr umgegangen sind ("Refugee Welcome" und Offene Grenzen CONTRA Obergrenzen und Gefahren der Islamisierung Deutschlands). DIESE Thematik hat entschieden und nicht irgendeine Bildungsplanreform, das interessiert die allermeisten Wähler überhaupt nicht und Du unterliegst dort dem gedanklichen Fehler, dass Du deine Sicht zum Maßstab aller Wähler machst.

    Übrigens aktuell erschien ein gutes Interview vom Philosophen und Autor Rüdiger Safranski

    *
    diepresse.com/home/bildung/4949948/Safranski_Den-politischen
    -Islam-will-ich-nicht-bei-uns-haben


    (Den politischen Islam will ich nicht bei uns haben)

    Sehr gut schildert er in dem Interview, warum derzeit die österreichische Regierung sehr zu loben ist, und das Handeln von Gabriel/Merkel im letzten Jahr unverantworliche Gesinnungsethik war.
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#10 NorisetteProfil
  • 31.03.2016, 11:53hNürnberg
  • Ich fürchte, dass nun auch die queeren Themen Verhandlungsmasse mit der CDU werden. Da sitzen bei der CDU zu viele besorgte Bürgerinnen und Bürger drinnen, und Kretschmann ist ja auch bei anderen Themen eingeknickt. Ja, die SPD hat viel verschlafen. Aber vielleicht hat sie damit uns wenigstens einen letzten Dienst erwiesen?
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#9 fazitAnonym
  • 31.03.2016, 11:43h
  • dieses wachsweiche bildungsplänchen, ergebnis des kuschens vor gut koordinierten und finanzierten, reaktionären, rechten netzwerken, die aktiv am aufbau der neofaschistischen bewegung in europa beteiligt sind, wird auch weiterhin keinen einzigen lgbti-jugendlichen vor alltäglicher psychischer und physischer gewalt schützen.
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#8 Fünf Jahre ZeitAnonym
  • 31.03.2016, 11:30h
  • Nach jahrelanger Anbiederung an den faschistoiden und faschistischen Mob sowie daraufhin verlorener Landtagswahl wird dann der - sowieso völlig unzureichende, da viel zu spät mit Aufklärung beginnende und viel zu unscharf und unverbindlich gehaltene - "Bildungsplan" unterschrieben.

    Absurd. Grotesk. Bezeichnend.

    Könnten die noch deutlicher zum Ausdruck bringen, dass die Lebens- und Persönlichkeitsrechte eines beträchtlichen Teils der Jugendlichen für sie, wenn überhaupt, an allerletzter Stelle kommen?
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#7 stromboliProfil
#6 NicoAnonym
  • 31.03.2016, 10:08h
  • Antwort auf #1 von Berlin_

  • >> Wow, die SPD hat ja doch noch sowas wie Mut und zieht das knallhart durch. <<

    Was ist denn daran "mutig", wenn eine Partei ihr Wahlversprechen, das sie 5 Jahre verhindert hat, erst wenn sie nichts mehr zu verlieren hat und eh abgewählt wurde, umsetzt?!

    Wir lernen daraus:
    So lange die SPD auf Wiederwahl hofft, sind wir ihr scheißegal. Erst wenn die SPD abgewählt wird, erinnert sie sich an ihre Versprechen.
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#5 stromboliProfil
  • 31.03.2016, 09:58hberlin
  • Antwort auf #2 von Luca
  • ja , bei untergehenden schiffen gilt die regel , "frauen und kinder zuerst"...
    Man verschafft sich so ein moralisches ansehen, obwohl man mit volldampf zuvor durch eisberggefährdetes gebiet gedampft ist.
    Die erinnerung verklärt die fehlerhafte schiffsführung!
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#4 AufgeatmetAnonym
  • 31.03.2016, 09:44h
  • Schwule, Lesben, Bi-, Pan- und Intersexuelle sowie Transpersonen dürfen aufatmen: der Bildungsplan in Baden-Württemberg ist unter Dach und Fach! Da wird die CDU nun vor vollendete Tatsachen gestellt und ich mahne und warne die Konservativen: laßt gefälligst Eure schmierigen Wurstfinger davon und an die "Besorgten Eltern" sage ich nur:

    www.youtube.com/watch?v=EgTA31RCoG8
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#3 MarcAnonym
#2 LucaAnonym
  • 31.03.2016, 08:57h

  • Hätten die das mal eher umgesetzt, statt wegen einer schrillen Minderheit fanatischer Homohasser zu zögern, dann hätte es vermutlich wieder für Grün-Rot gereicht.
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#1 Berlin_Profil
  • 31.03.2016, 07:03h Berlin

  • Wow, die SPD hat ja doch noch sowas wie Mut und zieht das knallhart durch. Sehr gut!

    Interessant wäre es trotzdem gewesen ob die Grünen sich auf einen Kuhhandel (der von der CDU bestimmt schon geplant war) eingelassen hätten.

    Auf jeden Fall eine erfreuliche Nachricht. Gut gemacht!
  • Antworten » | Direktlink »

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