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Kommentare zu:
Letzte Amtshandlung von Grün-Rot: Bildungsplan in Kraft


#11 Johannes45Anonym
  • 31.03.2016, 12:23h
  • Antwort auf #2 von Luca
  • @Luca
    "
    Hätten die das mal eher umgesetzt, statt wegen einer schrillen Minderheit fanatischer Homohasser zu zögern, dann hätte es vermutlich wieder für Grün-Rot gereicht."

    Was für ein Quatsch. Die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt wurde diesmal fast ausschliesslich durch die bundespolitische "Großwetterlage" entschieden und Themen wie "Insolvenz des Nürburgringes" in Rheinland-Pfalz oder LGBT-Themen spielten fast überhaupt KEINE Rolle.

    Einziger Sieger bei allen drei Landtagswahlen war leider nur die Partei "Alternative für Deutschland", die zweistellig aus dem Stand in alle drei Landtage eingezogen ist.

    Es ist die Flüchtlingsthematik und wie die jeweiligen Parteien mit ihr umgehen und im letzten Jahr umgegangen sind ("Refugee Welcome" und Offene Grenzen CONTRA Obergrenzen und Gefahren der Islamisierung Deutschlands). DIESE Thematik hat entschieden und nicht irgendeine Bildungsplanreform, das interessiert die allermeisten Wähler überhaupt nicht und Du unterliegst dort dem gedanklichen Fehler, dass Du deine Sicht zum Maßstab aller Wähler machst.

    Übrigens aktuell erschien ein gutes Interview vom Philosophen und Autor Rüdiger Safranski

    *
    diepresse.com/home/bildung/4949948/Safranski_Den-politischen
    -Islam-will-ich-nicht-bei-uns-haben


    (Den politischen Islam will ich nicht bei uns haben)

    Sehr gut schildert er in dem Interview, warum derzeit die österreichische Regierung sehr zu loben ist, und das Handeln von Gabriel/Merkel im letzten Jahr unverantworliche Gesinnungsethik war.
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#12 GROSSWETTERAnonym
  • 31.03.2016, 12:54h
  • Hunderttausende traten neu in die Labour-Partei ein. Rund 60% stimmten in der Urwahl für Jeremy Corbyn als neuen Parteivorsitzenden und damit gegen die Politik von Tony Blairs "New Labour".

    Was die Eliten fürchten, ist die linke Stimmung breiterer Bevölkerungsschichten, die sie hinter dem Votum für Corbyn vermuten. Dass in der Urwahl eine große Mehrheit "für Verstaatlichung, gegen Nato, gegen Sparmaßnahmen und für den unbegrenzten Ausbau des Sozialstaats" gestimmt habe (Süddeutsche Zeitung), versetzt viele Politiker und Kommentatoren in Rage.

    Nikolaus Piper, der Chef-Kommentator der Süddeutschen Zeitung für Wirtschaftsfragen, lässt seiner Empörung freien Lauf: "Nur 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges ist Sozialismus wieder schick geworden", schimpft er. Die Corbyn-Wahl habe "etwas Bizarres". Das Programm von Corbyn sei rückwärtsgewandt und grotesk. Die Labour Party steuere damit in den nächsten Unterhauswahlen auf "eine krachende Niederlage" zu.

    Besonders abstoßend findet Piper die Vorstellung, Steuergelder und Kredite der Notenbank für soziale Projekte und gesellschaftliche Aufgaben einzusetzen. Er schreibt, die Rubrik "People's Quantitative Easing" in Corbyns Wirtschaftsprogramm sei besonders bezeichnend. Praktisch bedeute People's QE, "dass die Bank von England Geld drucken soll, um Wohnungen, Eisenbahnen und Straßen zu bauen." Ein solches Inflationsprogramm "ähnelt auffallend Plänen des gescheiterten griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis" und führe "geradewegs in den Ruin".

    Nikolaus Piper war von 2007 bis 2014, also während der internationalen Finanzkrise, als Wirtschaftskorrespondent für die Süddeutsche in New York. In unzähligen Artikeln unterstützte er die Politik der Regierung und der Notenbank der USA, die hunderte Milliarden Dollar zur sogenannten Bankenrettung und Finanzierung krimineller Finanzspekulationen bereitstellten, die anschließend durch Einsparungen in allen sozialen Bereichen und Lohnsenkungen aus der Bevölkerung herausgepresst wurden.

    Piper befürwortet die amerikanische Form des Quantitative Easing (QE) in Form von Billigkrediten zur Finanzierung der Spekulationsgeschäfte einer superreichen Finanzoligarchie. Aber günstige staatliche Kredite zur Finanzierung von Wohnungen, Eisenbahnen und Straßen, vielleicht auch von Bildung und Verbesserung der Sozialsysteme, findet er total abwegig, ja sozialistisch.

    Piper warnt: "Auch außerhalb Großbritanniens etabliert sich in vielen Ländern jenseits der Sozialdemokratie eine neue aggressive Linke." Sie sei "gegen 'Austerität', also dagegen, dass der Staat spart, gegen Freihandel, gegen die Reichen und gegen die 'Konzerne'." Dass auch in den Vereinigten Staaten mit Bernie Sanders ein "bekennender Sozialist" als Präsidentschaftsbewerber auftrete, mache deutlich, dass es sich bei der Corbyn-Wahl um ein internationales Phänomen handle.

    Nils Schmid, Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg (Wahlergebnis vom 13.03.2016: 12,7%), kommentierte damals, an passender Stelle, so:

    www.welt.de/debatte/kommentare/article146353221/Corbyn-fuehr
    t-britische-Labour-Party-ins-Nirwana.html
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#13 David BergerAnonym
#14 seb1983
#15 LucaAnonym
#16 TimJohannesWachAnonym
#17 David77Anonym
  • 31.03.2016, 14:08h
  • Antwort auf #10 von Norisette
  • "Ich fürchte, dass nun auch die queeren Themen Verhandlungsmasse mit der CDU werden."

    Eben. Aber vielleicht lässt sich so wenigstens mehr rausholen und retten, als wenn man stattdessen die Aktion nicht beschlossen hätte.
    Die Polit-Schwuppen, die sich so sehr über die Abwahl von Grün-Rot gefreut haben, werden mit der CDU noch ihr schwarzes Wunder erleben.
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#18 und hierAnonym
#19 iZickeAnonym
  • 31.03.2016, 14:21h
  • Antwort auf #14 von seb1983
  • Ihr Metier mehr Mift und Malle?
    Wie geht es dem Prosecco, der Mucki-Bude ihres Vertrauens und den Produktlinien aus dem Hause apple?
    Einst warfen Sie noch mit beruhigender Verlässlichkeit Bonus-Infos zu solchen Sächelchen in die Runde, um ja keine Zeifel an Ihrer Jugendversteherischkeit aufkommen zu lassen.
    Nur Mut. Denken Sie sich etwas aus! Arg into!
    Fühlen Sie den Puls und teilen ihn mit!

    www.youtube.com/watch?v=JRL5Z1k60tg
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#20 FortuneProfil
  • 31.03.2016, 14:58hTübingen
  • Irgendwie lustig, was manche hier ganz genau zu wissen glauben. "Hätte die SPD das mal vor der Wahl unterschrieben, dann hätte es für Grün-Rot gereicht".

    Das klingt ja so, als sei der Bildungsplan nach der Landtagswahl einfach so vom Himmel gefallen. Die Proteste der Demo für Alle in Stuttgart zeigen doch das Gegenteil. Der Bildungsplan war ja bereits seit 2013 im Kultusministerium in Planung.

    Außerdem ist am 16. Juni 2015 der Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte von der Grün-Roten Landesregierung beschlossen worden. Dieser wurde vom Sozialministerium unter beispielhafter Einbindung der Community erarbeitet.

    Insbesondere Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) und Landtagsvizepräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) haben sich dafür stark gemacht.

    Auch wenn man sich mancher mehr gewünscht hätte, sollte man doch mal anerkennen, dass sich mit Grün-Rot in Baden-Württemberg etwas bewegt hat. Der Vorwurf die SPD betreibe nur Gleichstellung nachdem sie "abgewählt" wurde kann so also nicht stehen bleiben.

    Ebenso glauben manche ganz genau zu wissen, dass Grün-Schwarz das wieder kassieren wird. Die Koalitionsverhandlungen haben noch nicht einmal begonnen. Wartet das doch mal ab.

    Die künftige Landtagspräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) hat sich für LSBTTIQ-Themen verkämpft. Und der Grüne Landesvorsitzende Oliver Hildenbrand, der Teil der Delegation für die Koalitionsverhandlungen ist, ist Mitglied im LSVD.
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