https://queer.de/?25880
Eric Radford
Schwuler Eiskunstläufer erneut Weltmeister

Eric Radford und seiner Partnerin Meagan Duhamel freuen sich über gute Noten
- 4. April 2016, 10:52h 2 Min.
Erfolge für schwule Sportler: Der Kanadier Eric Radford hat erneut Gold im Paarlauf geholt, während es der Amerikaner Adam Rippon auf Platz sechs im Einzelwettbewerb schaffte.
Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft im amerikanischen Boston konnte der 31-jährige schwule Kanadier Eric Radford zusammen mit seiner Partnerin Meagan Duhamel die WM-Goldmedaille im Paarlauf verteidigen. Radford und Duhamel siegten am Samstag vor dem chinesischen Paar Wenjing Sui/Cong Han, das nach dem Kurzprogramm noch in Führung gelegen hatte. Das deutsch-französische Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot holte Bronze.
Radford und Duhamel hatten bereits die Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Shanghai gewonnen (queer.de berichtete). Wenige Monate zuvor hatte Radford mit seinem Coming-out als Schwuler für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete). Der 1985 in Ontario geborene dreifache kanadische Meister erklärte damals, er habe sich bereits bei der Olympiade in Sotschi einige Monate zuvor outen wollen, habe aber Vorbehalte gehabt: "Mein Sorge war, dass ich nur noch als 'der schwule Athlet' wahrgenommen würde, wenn ich mich bei den Olympischen Spielen oute, und nicht als Eric, der erfolgreiche Eiskunstläufer, der zufällig homosexuell ist". In Sotschi hatte er die Silbermedaille gewinnen können.
Platz sechs für Adam Rippon
Ein weiterer schwuler Sportler feierte in Boston einen Erfolg: Der 26-jährige Adam Rippon konnte im Einzelwettbewerb der Herren den sechsten Platz belegen – und war damit bester amerikanischer Teilnehmer. Im Jahr zuvor hatte er bei der WM noch den achten Platz belegt. Weltmeister wurde erneut der Spanier Javier Fernandez.

Eiskunstläufer Adam Rippon war bester Amerikaner im Einzelwettbewerb
Rippon hatte sich zum Saisonstart im Oktober letzten Jahres als schwul geoutet (queer.de berichtete). Der aus dem ländlichen Teil Pennsylvanias stammende Sportler erklärte damals, dass er mit dem Coming-out anderen Sportlern diesen Schritt erleichtern möchte und Homosexualität im Sport ein "kleines bisschen normaler" machen wolle. Weiter sagte er: "Schwulsein ist nicht etwas, was mich definiert. Was mich definiert ist, was mir meine Mutter immer wieder gelehrt hat: jeden mit Respekt zu behandeln, immer hart zu arbeiten und höflich zu sein." (dk)














