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Weniger LGBT-Filme: Aufregung um Maxdome

Das queere Angebot bei Maxdome ist übersichtlicher geworden (Bild: Screenshot Maxdome)
- 6. April 2016, 13:46h 2 Min.
Viele Nutzer des Videoportals sind außer sich, weil viele queere Filme verschwunden sind. Maxdome versichert aber, dass man kein heterosexuelles "Familienportal" werden wolle.
Seit letzter Woche sind viele Homo-Filme von Maxdome, der Video-on-Demand-Plattform des Medienunternehmens ProSiebenSat.1 Media, von der Seite entfernt worden. Von vormals Hunderten in der Unterkategorie Queer aufrufbaren Produktionen, die von Abonnenten kostenlos angesehen werden können, sind derzeit nur noch zehn vorhanden – darunter "Brokeback Mountain", "Liberace" und "Aimée & Jaguar".
Viele queer.de-Leser zeigten sich darüber empört: "Ich hielt das anfangs für einen schlechten Aprilscherz", beklagte sich ein Nutzer des Videoportals aus Bayern. Filme von Filmverlegern wie Salzgeber oder ProFun konnten von einen auf den anderen Tag nicht mehr abgerufen werden.
Maxdome: "Reguläres Portfoliomanagement"
Ein Maxdome-Sprecher versicherte gegenüber queer.de allerdings, dass es sich bei den Änderungen um "reguläres Porfoliomanagement" handle. "Es geht auch nicht darum, beispielsweise ein reines Familienportal zu werden", sagte der Sprecher. Man könne jedoch keine Details zu Verträgen mit Einzelfirmen nennen. Letztlich sei es denkbar, dass in Kürze wieder deutlich mehr Titel auftauchten. Außerdem sei das Portal im Umbruch und würde in den nächsten Wochen einer "grundsätzliche Neuausrichtung" unterzogen.
Bei Maxdome können Filme zu einem Einzelpreis entweder auf dem Fernseher, dem Computer, einer Spielkonsole oder dem Smartphone angesehen werden. Nutzer können für derzeit 7,99 Euro monatlich auch ein Abo abschließen, mit denen sie viele Filme und Serien kostenlos ohne Begrenzung ansehen können.
Größte Konkurrenten von Maxdome sind die aus den USA stammenden Dienste Netflix und Amazon Video, die ebenfalls Abo-Modelle anbieten. Keines der Portale hat dabei ein umfassendes Angebot mit allen Filmen und Serien, zeigen dafür aber im Abo exklusiv eigenproduzierte Sendungen. Darunter sind einige preisgekrönte queere Serien: "Orange is the New Black" ist beispielsweise in Erstausstrahlung nur bei Netflix zu sehen, während Amazon "Transparent" zeigt. (dk)
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