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Proteststurm ohne Ende
Auch Ringo Starr sagt Konzert in North Carolina ab

Ringo Starr will nicht im homophoben North Carolina auftreten (Bild: flickr / Eva Rinaldi / by 2.0)
- 14. April 2016, 08:23h 2 Min.
Nach Bruce Springsteen will auch der Ex-Beatle wegen des homo- und transphoben Gesetzes HB 2 nicht in North Carolina spielen.
Ringo Starr hat am Mittwoch angekündigt, dass er nicht in North Carolina auftreten wird. Als Grund nannte er das Gesetz HB 2, das vergangenen Monat beschlossen worden war. Der frühere Beatles-Schlagzeuger hätte eigentlich am 18. Juni in der Stadt Cary ein Konzert geben sollen.
"Es tut mir Leid, meine Fans in dieser Gegend zu enttäuschen, aber wir müssen uns diesem Hass entgegenstellen. Verbreitetet Frieden und Liebe", so der 75-jährige Brite in einer kurzen Erklärung. Er kritisierte die Politiker North Carolinas scharf dafür, dass sie eine Gruppe von Menschen bewusst Diskriminierung aussetzen würden.
Protest gegen "Klo-Gesetz" wird lauter
Das Ende März beschlossene Gesetz HB 2 wurde von Medien "Klo-Gesetz" getauft, weil es unter anderem Transsexuellen verbietet, Toiletten und Umkleiden zu benutzen, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Die Verabschiedung hatte in den vergangenen Wochen in den USA zu einem nationalen Proteststurm geführt. PayPal und die Deutsche Bank kündigten als Reaktion an, ihre Expansion in North Carolina zu stoppen und in diesem Jahr nicht wie geplant hunderte Arbeitsplätze im Bundesstaat zu schaffen. Bereits vergangene Woche hatte auch Bruce Springsteen sein Konzert im Bundesstaat wegen des Gesetzes kurzfristig abgesagt (queer.de berichtete).
Zwar versuchte Gouverneur Patrick McCrory am Dienstag, mit einem Dekret die Wogen zu glätten und LGBT ein wenig vor Diskriminierung zu schützen (queer.de berichtete). Bürgerrechts- und LGBT-Aktivisten kritisierten den Schritt jedoch als nicht ausreichend.
Cyndi Lauper will Einnahmen aus North-Carolina-Konzert spenden
In den nächsten Wochen stehen weitere Konzerte von Künstlern in North Carolina an, die LGBT-Rechte in der Vergangenheit öffentlich unterstützt hatten. Dazu gehören Beyoncé, Justin Bieber und Pearl Jam. Daher könnte es zu weiteren Absagen kommen.
Cyndi Lauper hat dagegen bereits angekündigt, am 4. Juni wie geplant in Raleigh, der Hauptstadt North Carolinas, auftreten zu wollen. Die 62-Jährige erklärte aber, alle Einnahmen für den Kampf gegen das "dumme Gesetz" spenden zu wollen. (dk)













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