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Mit der Aktion warnen die Initiatoren vor rechten Rattenfängern

  • 14. April 2016, 13:08h 33 2 Min.

Der vor zwei Wochen gegründeten Berliner Initiative "Arsch hoch" haben sich inzwischen mehr als 30 Projekte, Selbsthilfegruppen und Initiativen aus der LGBT-Community angeschlossen.

Die Kampagne war von der Berliner Aids-Hilfe ins Leben gerufen worden und kämpft gegen den Einzug rechtspopulistischer und -radikaler Parteien ins Abgeordnetenhaus, das Mitte September neu gewählt wird (queer.de berichtete). Die Aktion soll die diesjährigen Großereignisse wie das lesbisch-schwule Stadtfest am Nollendorfplatz und den CSD begleiten.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten etwa der Berliner CSD, der Regenbogenfonds der schwulen Wirte und das Schwule Museum*. Inzwischen sind auch der LSVD Berlin-Brandenburg, die Schwulenberatung Berlin, der pro-familia-Landesverband, der Förderverein Teddy e.V., das SchwuZ, die Magazine "Siegessäule", "Box" und "L-Mag", der Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz sowie mehrere weitere Gruppen der Kampagne beigetreten.

Mit der Aktion wollen die Initiatoren die queere Haupstadt-Community aufrütteln und verdeutlichen, dass die errungene Akzeptanz in Berlin kein Selbstläufer sei – die Gefahr gehe insbesondere von der AfD aus, die laut einer aktuellen Infratest-Umfrage derzeit mit 13 Prozent der Stimmen rechnen kann.

"Wir wollten eine Bewegung initiieren, die langsam und von unten anwachsen kann, und freuen uns über die breite Resonanz und die Diskussion in den sozialen Medien", erklärte Zehra Can, ein Vorstandsmitglied der Berliner Aids-Hilfe. "Der große Zuspruch zu unserer Aktion lässt uns hoffen, dass wir gemeinsam einen Beitrag leisten können, den Menschen bewusst zu machen, dass es wichtig ist, überhaupt zur Wahl zu gehen, um eine AfD im Abgeordnetenhaus verhindern zu können, und auch, um sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit deren Wahlprogramm zu ermutigen."

Auch die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der Berliner SPD kämpft dieses Jahr gegen die AfD: Sie stellte die CSD-Saison unter das Motto "Berlin ist weltoffen – ohne Alternative" (queer.de berichtete). (dk/pm)

-w-

#1 GeorgFalkenhagen
  • 14.04.2016, 15:19hBremen
  • Sehr gut! Denn nur gaymeinsam sind wir stark.
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#2 TheMum
  • 14.04.2016, 16:05hHannover
  • Wunderbar! Wir müssen alles tun gegen diese verdammten Homohasser-Parteien!
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#3 Foxie
  • 14.04.2016, 22:52h

  • Jede sichtbare und laute Initiative, die dem Stimmvieh, auch liebevoll "Wähler" genannt, die Augen über die Wahrheit öffnet, ist gut und dringend nötig.
    Weiter gehts auch im Alltag, im Familien- und Freundeskreis. Bei jeder Gelegenheit, wenn einer mit dumpfen Parolen loslegt, widersprechen und im AfD-Programm aufzeigen, was die auch für den "Normalo" bereithalten. Dann einfach
    fragen, ob er das wirklich toll findet, z.Bsp. die Sozialsysteme aufzuweichen. Besonders interessant
    für Geringverdiener. Und das nennen sie dann "Eigenverantwortung stärken".
    Man verzeihe mir die Abschweifung, aber das kriegt der AfD-Wähler auch, wenn er diesem Verein zur Macht verhilft.
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