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Kommentare zu:
Video: Die Abschiedsrede von Manfred Bruns


#11 Johannes45Anonym
  • 19.04.2016, 03:10h
  • Antwort auf #10 von Oliver45
  • @Oliver45 alias Johannes 44 alias JohannesTimmWatch

    --> Sorry 1994 wurde nicht einmal von den Grünen die Eheöffnung vorangetrieben. In jenen Jahren war man froh, den Paragraf 175 entgültig 1993 gestrichen zu haben und die gleichen Strafbarkeitsbestimmungen beim Mindestalter erreicht zu haben. Du hast wie IMMER KEINE Ahnung von Rechtsthemen und geschichtlichen Abläufen.

    ----------
    Erst Ende der 1990er begann dann die Partei der Grünen als erstes das Thema Lebenspartnerschaft im Bundestag anzugehen. Daher stand bei KEINER Partei im Zeitraum 1994 bis 1998 die Eheöffnung zur Debatte; ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie wir dann vom Autonomen Asta-Referat Volker Beck Ende der 1990er in die Stadtbibliothek begleiteten und er das Konzept des Lebenspartnerschaftsinstitutes vortrug, aber selbst er noch nicht von Eheöffnung sprach.

    Die Jahre 1994 bis 1998 kannst DU daher nicht der FDP diesbezüglich negativ anlasten, weil KEINE Partei zu diesem Zeitpunkt die Eheöffnung im Bundestag forderte.

    ----------------

    Was nun die Koalition von 2009 bis 2013 anging; in der Tat kann man diese Jahre der FDP bezüglich der Eheöffnung negativ ankreiden, aber zumindest kamen dann in jenen Jahren die Gleichstellung bei der Erbschaftsssteuer, bei der Einkommenssteuer, bei der Grunderwerbs- und Schenkungssteuer, bei der Besoldung und bei der Versorgung von verpartnerten Bundesbeamten und Entwicklungshelfern unter Schwarz/Gelb. Unter SPD-Mitregierung 2013-2017 geschieht NICHTS !!!

    Im Unterschied zur SPD im letzten Wahlkampf 2013 hatte aber die FDP im Wahlkampf 2009 noch keine Eheöffnung versprochen und war zu jenem Zeitpunkt noch beim Ausbau des Lebenspartnerschaftsinstitutes.

    Die SPD hingegen hat 2013 im Wahlkampf die EHEÖFFNUNG VERSPROCHEN, und ich habe mich in jenem Wahlkampfsjahr bei mehreren Aktivisten der Schwusos danach erkundigt, ob die SPD dies denn machen würde: die klare Antwort an den Ständen der Schwusos war: KLAR machen wir in der kommenden Legislaturperiode die EHEÖFFNUNG, wenn wir regieren.

    ALSO im Unterschied zur SPD hat die FDP KEIN Wahversprechen GEBROCHEN, weil es 1994 noch KEINE Partei im Bundestag mit diesem Wahlversprechen gab und weil es 2009 bei der FDP nur ein Wahlversprechen zur Gleichstellung des Lebenspartnerschaftsinstitutes gab.

    Die SPD hingegen hat ganz klar Ihr Wahlversprechen aus 2013 gebrochen, aber das willst DU natürlich nicht wahrhaben und Herr Manfred Bruns genauso wenig, da wird dann lieber von Bruns "hingehalten", die SPD gern "aus dem Schussfeld genommen" und "vertröstet", wenn es um "SEINE" SPD geht.

    Wer hat uns VERRATEN ?

    Sozialdemokraten !
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#12 goddamn liberalAnonym
  • 19.04.2016, 06:58h
  • Antwort auf #11 von Johannes45
  • "Die Jahre 1994 bis 1998 kannst DU daher nicht der FDP diesbezüglich negativ anlasten, weil KEINE Partei zu diesem Zeitpunkt die Eheöffnung im Bundestag forderte."

    Man kann es Dr. jur. Westerwelle aber durchaus anlasten, dass der 2001 im Bundestag selbst die Lebenspartnerschaft noch für verfassungswidrig hielt.

    Dass seine Regierung dann Urteile des Verfassungsgerichts umgesetzt hat, kann man ihr (wie der SPD auch) nicht zugute halten.

    Man sollte 2016 sowieso nicht auf einzelne Parteien schauen, sondern auf den RECHTSSTANDARD der westlichen Welt.

    Dann weiß man, in welch merkwürdigen Land man hierzulande lebt.

    Für die deutschen Verhältnisse hat Manfred Bruns unabhängig von seinem Parteibuch viel erreicht.

    Die deutschen Verhältnisse, nicht er selbst, sind schuld daran, dass Manfred Bruns bei allen sehr großen Verdiensten kein Evan Wolfson ist.

    en.wikipedia.org/wiki/Evan_Wolfson

    Dass Deutschland das Land des rosa Winkels ist, weiß die Generation von Manfred Bruns besser als wir.
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#13 TheDadProfil
#14 Gene RationAnonym
#15 Johannes45Anonym
  • 19.04.2016, 15:52h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • @goddamn liberal
    "Man kann es Dr. jur. Westerwelle aber durchaus anlasten, dass der 2001 im Bundestag selbst die Lebenspartnerschaft noch für verfassungswidrig hielt."

    --> Das eine OPPOSITIONSPARTEI nicht dem Regierungsentwurf der Regierungsparteien zustimmt, sollte selbst DIR bekannt sein. 2001 war die FDP in der Opposition !!!

    UND das die FDP das Lebenspartnerschaftsinstitut mitträgt, unterstützt und weiter ausgebaut hat, das haben doch die Regierungsjahre der FDP von 2009 bis 2013 mehr als deutlich bewiesen.

    *
    www.liberale.de/content/gleichstellungspolitik
    (FDP:Gleichstellungserfolge)

    Die FDP hat in Regierungsverantwortung 2009 bis 2013 maßgeblich im Einkommenssteuerrecht, in der Grunderwerbssteuer, bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer und bei der Besoldung und Versorgung verpartnerter Bundesbeamter, Soldaten und Entwicklungshelfer Gesetzentwürfe verabschiedet, die hier die Gleichstellung vorangebracht haben.

    Die SPD ist aber gegenwärtig seit 2013 in der REGIERUNG, falls Du es nicht germerkt haben solltest.

    WAS HAT DENN die SPD an ERFOLGEN IN DIESER LEGISLATURPERIODE IM BUND AUFZUWEISEN ???

    Da bin ich aber gespannt, auf Deine Antwort, wie du hier reagierst...wahrscheinlich so wie Manfred Bruns: ausweichen, vertrösten und hinhalten, was "SEINE SPD" angeht.
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#16 Johannes45Anonym
  • 19.04.2016, 15:59h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • @goddamn liberal

    "Für die deutschen Verhältnisse hat Manfred Bruns unabhängig von seinem Parteibuch viel erreicht.

    --> Das hat er und da stimme ich Dir auch zu.

    ABER und das kritisiere ich an Manfred Bruns scharf: er hat immer über Jahre hinweg "SEINE" SPD in positivem Licht glänzen lassen, wenn es um die FDP oder selbst die Grünen ging, hat er deren Erfolge und Fortschritte "hinten rüber fallen" lassen und das war auch am Wochenende in Köln wiedereinmal mehr als deutlich.

    Da gehen zwei Fragensteller ans Mikrofon und erkundigen sich nach dem Verhalten der SPD im Bundestag zur Eheöffnung bei SPD-Staatssekretärin Marks und zeigen Ihren Frust über die SPD überdeutlich und was macht Manfred Bruns ? Er geht ans Mikrofon und lobt Frau Marks und das SPD-geführte Familienministerium "über den Klee".

    Das ist genau die Art und Weise, die ich an Manfred Bruns mittlerweile zutiefst ablehne. Er hält als "alter Parteisoldat" an seiner SPD fest und selbst wenn die SPD wie in dieser Legislaturperiode durch TOTALVERSAGEN glänzt und ihr Wahlversprechen aus dem Wahlkampf 2013 zur Eheöffnung verrät, hat er NICHTS besseres zu tun, als das SPD-Familienministerium zu loben.
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#17 DankeGLAnonym
  • 20.04.2016, 00:21h
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • Das Land, aus dem die meisten Erfindungen im 20. Jahrhundert stammen, das zu den Ländern mit den meisten Nobelpreisen gehört, das das erste Datenschutzgesetz verabschiedet hat und dessen Dichter, Philosophen und Komponisten in aller Welt anerkannt sind, ist also traditionell rückschrittlich :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

    Ich liebe deine Kommentare.
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#18 goddamn liberalAnonym
  • 21.04.2016, 10:29h
  • Antwort auf #17 von DankeGL
  • "Homo-Nationalimus" hat im Land des rosa Winkels schon Züge von Stockholm-Syndrom.

    Aber beschäftigen wir uns mal mit Fakten:

    Die stattliche Strecke der Nobelpreise verdünnte sich ab 1933 deutlich. Was auch mit dem kleingeistigen deutschen Antisemitismus zu tun haben könnte, der rechts und 'links' heute keineswegs ausgestorben ist (siehe z. B. Jakob Augstein).

    Die großen Geister aus dem deutschen Sprachraum liegen oft in Paris, London, den USA oder Kilchberg bei Zürich begraben.

    Was mit der traditionellen Rückschrittlichkeit der weniger großen deutschen Geister, die leider in der Mehrheit waren und sind, zu tun hat. Die verbrannten dann auch mal gerne die Bücher der großen Geister, wenn sie sie nicht selbst verbrennen konnten.

    Selbst Richard Wagner musste jahrzehntelang im Exil leben. Wegen der traditionellen Rückschrittlichkeit seines Landes.
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#19 goddamn liberalAnonym
  • 21.04.2016, 10:38h
  • Antwort auf #15 von Johannes45
  • " Das eine OPPOSITIONSPARTEI nicht dem Regierungsentwurf der Regierungsparteien zustimmt, sollte selbst DIR bekannt sein. 2001 war die FDP in der Opposition !!!"

    Es sollte auch Dir bekannt sein, dass auch Oppositionsparteien öfters mal für Gesetzentwürfe der Regierung stimmen.

    Gegen eine Rechtsinstitution zu stimmen, die man nachher selbst in Anspruch nimmt, wie Dr. Westerwelle - also, dass muss man erst mal fertig bringen.

    Dass die SPD sich zur Zeit nicht mit Ruhm bekleckert, ist auch klar.

    Ich muss mich aber im deutschen Elend aber nicht zwischen Pest (FDP) und Cholera (SPD) entscheiden.

    Was in dieser Legislaturperiode geschehen ist, kannst Du selbst lesen:

    dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/059/1805901.pdf

    Es geschah immerhin ohne Anweisung aus Karlsruhe.
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#20 Miguel53deProfil
  • 21.04.2016, 23:53hOttawa
  • Antwort auf #1 von 2347tikgjfh
  • Und es gab noch nie eine Antwort von unserem Sprachautomaten m123 darauf, wann er diese Massendemo auf die Beine stellt. Auch nicht, wie er sie organisieren will.

    Auch nicht, ob er denn wenigsten an der letzten Demo, die ich ihm verlinkt hatte, teilgenommen hat.

    Ein Automat kann nun mal nur mit Blabla reagieren. Ein Mensch wuerde ja nicht staendig reden, sondern handeln.

    Schade um so einen faden Beitrag zu einer Rede eines wirklich grossen und mutigen Menschen.
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