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Kommentare zu:
Lesben und Schwule beklagen Diskriminierung vor allem in der Freizeit und am Arbeitsplatz


#1 FelixAnonym
  • 19.04.2016, 14:47h
  • Das ist leider wahr.

    Und es hat in den letzten Jahren eher zugenommen statt abgenommen.

    Es gibt da 3 Dinge, die man dagegen tun kann:

    1. Rechtliche Gleichstellung:

    Rechtliche Gleichstellung (Eheöffnung, Volladoption, etc.) bewirkt nicht automatisch auch gesellschaftliche Gleichstellung. Aber es ist die Voraussetzung dafür. Solange wir rechtlich diskriminiert werden, kann es auch keinen gesellschaftlichen Fortschritt geben.

    Leider blockieren Union und SPD das.

    2. Umfassender Diskriminierungsschutz:

    Wir haben ja leider ein (von Union und SPD beschlossenes) angebliches Anti-Diskriminierungs-Gesetz, das aber z.B. Religionen explizit die Diskriminierung erlaubt und auch sonst viele Lücken lässt.

    Wir brauchen endlich einen umfassenden Diskriminierungsschutz im Zivilrecht, im Arbeitsrecht, im Wohnrecht, etc. der wirklich vor Diskriminierung schützt bzw. entsprechende Möglichkeiten gibt, sich rechtlich dagegen zu wehren.

    Die FDP behauptet ja gerne, das würde der Wirtschaft schaden, aber kann die Wirtschaft wirklich nur funktionieren, wenn sie diskriminieren darf?

    3. Mehr Bildung und Aufklärung:

    Es muss endlich mehr Bildung und Aufklärung in den Schulen geben. Und auch in den Medien müssen homo-, bi- und transsexuelle Themen den Anteil haben, den sie auch in der Gesellschaft haben.

    Man kann nicht immer aus Rücksicht auf einige ewiggestrige Fanatiker das Thema aus den Schulen raushalten. Denn schon in Grundschulen sind "Schwuchtel" und "schwule Sau" die häufigsten Schimpfwörter - oft ohne dass die Kinder wissen, was das genau bedeutet.

    Wenn man die Vielfalt der realen Welt darstellt, hat das auch nichts mit "Werbung für eine sexuelle Orientierung" zu tun. Zumal die sexuelle Orientierung eh nicht im Schulunterricht festgelegt wird.

    Es geht darum, dass alle (legalen) Formen von Liebe, Sexualität und Identität (natürlich auch Heterosexualität) gleichberechtigt nebeneinander dargestellt werden. Das ist für die schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Schülerinnen und Schüler eine enorme Erleichterung. Aber auch die Hetero-Schüler nehmen ja durch Bildung keinen Schaden und gehen später leichter durchs Leben, wenn sie Vielfalt als Gewinn erkennen.

    Das ganze muss natürlich altersgerecht geschehen, aber es gibt in anderen Ländern genug Beispiele, wie das auch in der Grundschule schon altersgerecht vermittelt werden kann.

    Fazit:

    All diese Dinge bewirken nicht automatisch gesellschaftlichen Fortschritt. Aber sie sind die Voraussetzung dafür, dass sich überhaupt gesellschaftlich etwas ändern kann. Ohne Umsetzung dieser drei Punkte laufen alle anderen Bemühungen ins Leere.
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#2 EhlaAnonym
  • 19.04.2016, 14:57h

  • >>Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat erste Ergebnisse ihrer Studie "Diskriminierung in Deutschland" vorgestellt.<<

    Ich werde von Mitmenschen gar nicht diskriminiert. Ich hab eher das Probleme mit Diskriminierung "durch" Deutschland!
    Der deutsche Staat selbst ist der größte Diskriminator!
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#3 Carsten ACAnonym
  • 19.04.2016, 15:08h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • Da stimme ich vollkommen zu, dass die Hauptaufgabe bei der Politik liegt.

    Die müssen endlich mit voller Gleichstellung, lückenlosem Antidiskriminierungs-Gesetz und Festlegung von mehr Aufklärung an den Schulen die notwendigen und dringend überfälligen Rahmenbedingungen setzen.

    Aber auch wir alle können unseren Teil dazu beitragen:

    Erstens, indem wir nur noch Parteien wählen, die uns wirklich 100%-ig gleichstellen wollen. Und die das auch wirklich tun und nicht - wie die Laberpartei SPD - zwar immer viel davon reden, aber dann das genaue Gegenteil tun.

    Und zweitens aber auch, indem wir uns nicht verstecken und viel offener sind.

    So freue ich mich z.B. immer wieder, wenn ich in Städten wie London, Paris, Amsterdam & Co bin, wie offen da schwule und lesbische Paare händchenhaltend oder Arm in Arm durch die Straßen gehen, auf Parkbänken sitzen, sich küssen, etc.

    Genauso kann man auch ganz selbstverständlich (wie Heteros) das Foto des Partners oder der Partnerin auf dem Schreibtisch im Büro stehen haben. Oder in Gesprächen ganz selbstverständlich vom Freund, der Freundin bzw. von seinem Mann, seiner Frau reden - ganz wie Heteros das auch tun.

    Wenn wir selbst viel offener mit dem Thema umgehen, färbt das auch auf andere ab. Und vor allem sehen die Heteros dann wie viele wir sind und auch wie vielfältig wir sind.

    So kann jeder von uns zum gesellschaftlichen Wandel beitragen...

    Das macht die Aufgaben der Politik nicht überflüssig, ist aber ein weiterer wichtiger Baustein!!
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#4 Carsten ACAnonym
  • 19.04.2016, 15:13h
  • Antwort auf #2 von Ehla
  • "Ich werde von Mitmenschen gar nicht diskriminiert."

    Ich finde die Diskriminierung durch den Staat auch ungleich schlimmer. Denn bei Mitbürgern weiß man halt, dass es immer irgendwelche Idioten geben wird. Aber wenn einen auch schon der Staat selbst diskriminiert, dann fühlt man sich echt als Mensch 2. Klasse.

    Dennoch sollten wir das nicht so darstellen, als gäbe es gar keine Diskriminierung von Mitmenschen. Wenn Du da wenig bis gar nichts bisher erlebt hast: sei froh drüber.

    Aber auch das gibt es.

    Das reicht von dummen Witzen und Kichern über offene Beleidigungen bis hin zu Anspucken, systematischem Mobbing/ Psychoterror und körperlicher Gewalt.

    Und es gibt ja auch genug Leute, die deswegen schon einen Job verloren haben, eine Wohnung nicht bekommen haben, etc.

    Auch das gibt es alles, mancherorts weniger - mancherorts mehr. Und auch das muss alles bekämpft werden.

    Vielleicht werden wir Homohass niemals ganz ausrotten können (genauso wenig wie Rassismus), aber wir können das Problem schon minimieren und dafür sorgen, dass das gesellschaftlich geächtet wird.
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#5 HeinerAnonym
  • 19.04.2016, 15:19h
  • Ich finde es skandalös, dass sich einer der reichsten Staaten der Welt nach wie vor so viel Diskriminierung erlaubt. Ganz offiziell mit Segen des Staates.

    Andere Staaten sind uns da weit voraus und zeigen, wie sehr ein Staat sozial, kulturell und auch wirtschaftlich von mehr Vielfalt und einem besseren Klima profitiert.

    Aber nach wie vor sehen Union und SPD "keinen Handlungsbedarf".

    Bei der Union war das zu erwarten, aber die SPD hatte eigentlich mal "100% Gleichstellung" versprochen und ist auch deshalb gewählt worden. Und jetzt gibt es stattdessen 0% Gleichstellung.

    Übrigens:
    auch die Mehrheit der Bürger (sogar mehr als zwei Drittel) wollen die volle rechtliche Gleichstellung von GLBTI. Eigentlich ist in einer Demokratie das Volk der Souverän und die Politiker sollten Volksvertreter sein, die den Willen des Volkes umsetzen.

    Aber Union und SPD verstehen sich eher als Sonnenkönige von Gottes Gnaden, die das machen, wovon sie selbst am meisten profitieren.

    Sowas sollte nun wirklich kein Land regieren...
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#6 NicoAnonym
  • 19.04.2016, 15:36h

  • CDU-CSU und SPD weigern sich ja sogar, überhaupt mal das wahre Ausmaß homophober Diskriminierung und homophober Gewalt statistisch zu erfassen (queer.de berichtete). Geschweige denn, etwas dagegen zu unternehmen.

    Und das in einem Land, wo es für jeden Fliegenschiss eine Statistik gibt.

    Das wahre Ausmaß soll wohl vertuscht werden, damit man sich nicht für seine Untätigkeit rechtfertigen muss.

    Umso wichtiger, dass wenigstens die Antidiskriminierungs-Stelle nichts unter den Teppich kehrt. Auch wenn das CDU-CSU und SPD sicher lieber gewesen wäre.
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#7 NicoAnonym
#8 LucaAnonym
  • 19.04.2016, 16:28h

  • Dass sich jeder Dritte Deutsche aus irgendeinem Grund diskriminiert fühlt, ist ein Armutszeugnis für Deutschland.

    Und ein Armutszeugnis für unsere schwarz-rote Bundesregierung.

    Aber auch das wird wieder an Union und SPD abperlen. Die alte Taktik des Aussitzens.
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#9 NicoAnonym
#10 stromboliProfil
#11 stromboliProfil
#12 PIssnelkeAnonym
  • 19.04.2016, 20:05h

  • Lesben und Schwule beklagen Diskriminierung vor allem in der Freizeit und am Arbeitsplatz

    Es wäre interessant zu wissen, was ist denn außer Freizeit und Arbeit, neben schlafen, sonst noch so gibt. Wirklich viel Zeit bleibt ja nicht, somit kann man zusammenfassend dann also auch direkt sagen: Diskriminierung geschieht immer und überall - außer zu Hause!

    Und wieder ein negativer Artikel, der sich ein Right in einer Reihe von Artikeln in denen es letztlich ausschließlich darum geht das eigene Land schlecht zu reden, sich zu beklagen, herumzuweinen und auf höchstem Niveau und das Klagelied anzustellen dass der rosa Winkel nicht mehr weit sei....
    So sehr man sich hier von der deutschen, weil ja ach so homophoben, Mentalität abgrenzen möchte, so deutsch wirkt man dabei. So deutsch, dass man kaum einen unterschied sie zwischen denen die angeblich diskriminieren, und dienen die angeblich andauernd diskriminiert werden - denn sie alle eint Der Glaube an das schlechte, an das halb leere Glas, an das drohende Verderben.
    Ihr tut mir alle leid, so wie ihr euer Leben mit leiden und klagen vergeudet
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#13 PIssnelkeAnonym
  • 19.04.2016, 20:11h
  • Antwort auf #11 von stromboli

  • Ja, was bleibt denn noch? Dann bitte mal aufzählen, was für 1000 Möglichkeiten es nehmen Freizeit und Arbeit noch gibt, wenn man nicht gerade arbeitslos ist.
    Unter der Dusche? In der Sauna ? Am FKK Strand? Vermutlich fühlen sich viele auch dann diskriminiert, wenn sie am Glory Hole stehen und mangels Masse in der Hose nicht bedient werden - aber, ups, das ist ja auch Freizeit, oder ?!
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#14 JadugharProfil
  • 19.04.2016, 21:20hHamburg
  • Antwort auf #12 von PIssnelke
  • Sie nennen es das Leben mit Leiden und Klagen zu vergeuden, wenn jemand diskriminiert wird? Ich kenne selbst in meinen Bekanntenkreis, die heftige Diskriminierungen wegen der sexuellen Orientierung erfahren haben. Ich selbst habe gewaltsame Erfahrungen. Ein Bekannter von mir hat jahrelang beim Roten Kreuz gearbeitet. Er war dort sehr beliebt und man brauchte ihn sehr. Eines Tages kam er auf die Idee, seine sexuelle Orientierung zu offenbaren. Da wurde ihm sofort gekündigt! Natürlich stand nichts in der Kündigung, daß er wegen seiner sexuellen Orientierung gekündigt worden ist. Man konnte ihn auf einmal nicht mehr gebrauchen! Er hat das Recht, aufgrund dieser Diskriminierung Klage zu erheben! Ich sehe darin keine Vergeudung von Leben!
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#15 seb1983
  • 19.04.2016, 21:33h
  • Antwort auf #12 von PIssnelke
  • Oft wird hier nur tatsächlich nur drauf geschlagen als ob wir kurz vor dem Wiedererwachen des 3. Reiches während oder es erst gar nicht verlassen haben während es höchstens in Simbabwe ein klein wenig schlechter steht...
    Da kommt auch beim Schwulen eben der deutsche Michel durch.

    Ein differenzierterer Blick schadet aber nicht, was läuft gut, was läuft schlecht?
    Wenn über 1/3 der Menschen von Diskriminierung berichtet ist das ein Problem, und auch hier stehen Schwule mitten in der Gesellschaft, denn es gibt auch schwule Alte, Schwule mit Migrationshintergrund, schwule Moslems usw.
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#16 JasperAnonym
  • 19.04.2016, 21:43h
  • Antwort auf #12 von PIssnelke
  • "Und wieder ein negativer Artikel, der sich ein Right in einer Reihe von Artikeln in denen es letztlich ausschließlich darum geht das eigene Land schlecht zu reden, sich zu beklagen, herumzuweinen"

    Wir können ja auch nichts für die Fakten...

    Wenn Deutschland nun mal immer mehr anderen Staaten beim Thema Grundrechte hinterherhinkt, ist das nun mal Fakt. Wir würden uns auch wünschen, es wäre anders und wir könnten uns das sparen.

    -----------------------------------

    "Ihr tut mir alle leid, so wie ihr euer Leben mit leiden und klagen vergeudet"

    Erstens besteht der Tag aus 24 Stunden. Nur weil man hier auch mal was kritisiert, heißt das ja nicht, dass man 24 Stunden am Tag deswegen depressiv ist. Auch wenn wir allen Grund dazu hätten, versuchen wir dennoch das Beste draus zu machen und uns von der homophoben Gesetzgebung nicht die Lebensfreude verderben zu lassen.

    Allerdings ziehen wir daraus schon unsere Schlüsse. Z.B. bei Wahlen.

    Und zweitens würde sich jeder von uns wünschen, dass wir vollkommen gleichgestellt wären und dass wir nicht mal eine Minute am Tag über dieses Thema nachdenken müssten.

    Ist aber leider nicht so.

    Nur: wenn wir nicht darum kämpfen, wird sich das auch nie ändern. Wenn wir hier solche Themen debattieren, dann u.a. damit es sich irgendwann ändert und wir (hoffentlich bald) solche Diskussionen nicht mehr führen müssen.
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#17 JensAnonym
  • 19.04.2016, 21:46h
  • Antwort auf #13 von PIssnelke
  • >>>>>>
    Vermutlich fühlen sich viele auch dann diskriminiert, wenn sie am Glory Hole stehen und mangels Masse in der Hose nicht bedient werden - aber, ups, das ist ja auch Freizeit, oder ?!
    <<<<<<<

    Für Dich zählt also nur, was der andere in der Hose hat und dass das natürlich so groß wie möglich zu sein hat.

    Mann, tust Du mir leid. Hast Du wenig Ahnung von Erotik. Du hast vielleicht schon wahnsinnig viel Sex gehabt, aber dabei noch nie wahre Leidenschaft, Erotik, Hingebung und Liebe erfahren.

    Ich hatte schon Männer mit sehr kleinen Schwänzen, die mir aber Orgasmen bereitet haben, wie nie zuvor.

    Wer natürlich nur die mechanische Rein-Raus-Nummer kennt und niemals echte Erotik erlebt hat, wird nie wissen, was er verpasst...
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#18 seb1983
  • 19.04.2016, 22:28h
  • Antwort auf #16 von Jasper
  • Diese "immer mehr Länder" lassen sich nach wie vor an 3 Händen abzählen die dafür dann in anderen Bereichen teils eklatante Mängel haben.

    Wenn ich mal Brasilien oder Südafrika rausnehme, auf dem Papier alles schön und gut, aber praktisch massive Verletzungen anderer Grundrechte durch den Staat, systematische Ermordung Schwuler auf der Straße usw. usw...

    Kritik gerne und sie ist wichtig, aber dann eben bitte auch mit Augenmaß und nicht in AfD Pegida Manier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#19 PIssnelkeAnonym
  • 20.04.2016, 00:32h
  • Antwort auf #17 von Jens
  • "Vermutlich fühlen sich viele auch dann diskriminiert, wenn sie am Glory Hole stehen und mangels Masse in der Hose nicht bedient werde"

    ->

    Man beachte die Ironie die sich in diesem Satz versteckt hat - und keinesfalls beißenden Spott!

    Wie hat Herr Kalkofen es doch so schön gesagt vor einigen Tagen: Satire muss auch verstanden werden, nur kann das nicht jeder. Mit der Ironie ist es genauso.

    Im Übrigen muss mir niemand, der auf das erste Ironie-Stöckchen anspringend direkt von seinen Orgasmus-Erlebnissen mit kleinen Schwänzen berichtet, erklären was Erotik ist. Der Grabbaltisch der Verbalerotik ist für mich kein Maßstab...
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#20 PIssnelkeAnonym
  • 20.04.2016, 00:59h
  • Antwort auf #16 von Jasper
  • Zitat: "Wir können ja auch nichts für die Fakten... Wenn Deutschland nun mal immer mehr anderen Staaten beim Thema Grundrechte hinterherhinkt, ist das nun mal Fakt. Wir würden uns auch wünschen, es wäre anders und wir könnten uns das sparen. "
    Wer sowas schreibt, kann auch für die AfD Reden schreiben, denn die Wahrheit so verdrehen können nur wenige.

    Es gibt momentan rund 7,5 Mrd. Menschen auf der Welt. In den 14 Ländern VOR Deutschland auf dem Gay Index leben etwas unter 270 Mio Menschen , also etwa 3,5% der Welt Bevölkerung

    Quelle:

    www.spartacusworld.com/gaytravelindex.pdf

    Konkret bedeutet das:
    3,5% der Menschen leben in Ländern, in denen es für sexuelle Minderheiten NOCH BESSER läuft als ohnehin schon in D.

    Selbst in Bereichen wie Einfluss der Kirche schneidet D besser ab als z.B. Spanien, welches auf Platz 11 liegt, also 4 Plätze weiter vorn.

    Die einzigen Gründe für Platz 15 sind eine noch um einen Punkt geringere Punktzahl in punkto Antidiskriminierungsgesetze und eben der Vergleich Ehe versus Homoehe

    Alles in allem sind das Marginalitäten, hier von einem Hinterherhinken zu sprechen ist blanke Propaganda auf einem beschämenden Niveau.

    Zitat "...und uns von der homophoben Gesetzgebung nicht die Lebensfreude verderben zu lassen. Allerdings ziehen wir daraus schon unsere Schlüsse. Z.B. bei Wahlen. Und zweitens würde sich jeder von uns wünschen, dass wir vollkommen gleichgestellt wären..."

    Wer das Wort homophob derart missbraucht (allein die tatsächliche Bedeutung ist Ihnen vermutlich gar nicht bewusst), der ist nicht mehr ernstzunehmend und verdient mal 2 Wochen Urlaub in Russland, Uganda oder in einem muslimischen Land...

    Was Ihre Schlüsse bzgl. der Wahlen angeht, das ist schön für Sie. ich sehe überall 2-stellige Ergebnisse für die AfD, eine CDU-Kanzlerin (immerhin seit fast 11 Jahren), anscheinend ist Ihre Lobby da nicht so gut aufgestellt, ansonsten würden Sie den Leuten nicht solchen Sand in die Augen streuen müssen, denn Ihre Schlüsse spielen anscheinend keine große Rolle. Ihre Homelobby hatte nun 17 Jahre Zeit zu beweisen dass sie mehr verdient als die Homo-Ehe, allerdings hat ihre Community es in der Zeit nicht mal geschafft die HIV-Neuinfektionen runterzufahren, und fällt auch aktuell durch so unschöne Geschichten wie eine Chrystal Meth-durchseuchte Szene, grassierende STD's etc. auf. Gute Voraussetzungen für gleiche Rechte-gleiche Pflichten...

    Zuletzt darf ich Ihnen mitteilen, dass ich es wenig schätze, wenn andere mit WIR sprechen und alle anderen zu vereinnahmen versuchen.
    Unabhängig davon, dass ich persönlich gar nicht immer gleichgestellt werden will (2 Männer können keine Kinder zeugen, was ungleich ist kann man nicht gleichstellen, auch wenn Sie sich das gendermäßig einreden (lassen)), viele Brüder Ihrer Zunft würden es gar nicht verkraften, gleichgestellt zu sein, weil sie ihr Paradiesvogeldasein viel zu sehr genießen und letztlich lieber die Tucke von nebenan sein wollen als wie irgendeine ja ach so langweilige Hete.

    PS Der Tag besteht aus 24 Stunden, davon sind meistens 8 Arbeit, 8 Schlafen, 8 Freizeit....Sodass die armen Homos mindestens 16 Stunden diskriminiert werden. Tatsächlich liegt es da nahe den Fön in die Wanne zu werfen...*sarkasmus aus*
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#21 stromboliProfil
#22 Viel SpassAnonym
  • 20.04.2016, 11:21h
  • Antwort auf #1 von Felix
  • "Mit Blick auf die Verortung der Grünen im politischen Koordinatensystem sagte er mit Blick auf die grün-schwarze Koalition, über die Kretschmann derzeit in Stuttgart verhandelt, er »glaube zumindest, dass eine solche Koalition allgemein akzeptiert wird in meiner Partei. Die alleinige Liebe zu den alten Lagern, also in unserem Fall Rot-Grün, ist abgekühlt, selbst Jürgen Trittin hat davon Abschied genommen."
    (Agenturen/nd)
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#23 stromboliProfil
#24 Homonklin44Profil
  • 20.04.2016, 19:55hTauroa Point
  • Antwort auf #12 von PIssnelke
  • Es ist wirklich häufig eine Frage des Unterschieds in der Wahrnehmung. Wenn man etwas selbst nicht erfährt, lässt es sich anderen einfach in Abrede stellen.Aus einer bequemen,oberflächlichen Sichtwarte bewertet mag da manches sogar lächerlich erscheinen, für den, wer es selbst erlebt doch weniger

    Dass Diskriminierung etwas typisch Deutsches ist, kann man nicht unbedingt isoliert so behaupten, aber es ist auffällig, wenn man es im Vergleich zu ähnlich kulturzivilisierten Ländern betrachtet, wegen wie vielen unterschiedlichen Merkmalen und Zusammenhängen man in Deutschland Diskriminierung erfahren kann.
    Eine erkennbar gezeigte sexuelle Identität oder Veranlagung ist da nur eine Ebene von Dutzenden.

    Unddann ist es die Frage, fühlt man sich diskriminiert, weil in der Eisdiele die Farbe Pink unterrepräsentiert ist, oder weil die lieben Verwandten versuchen, einem ein Messer in den Hals zu stecken.
    Da gibt es jede Menge feinere Unterschiede, aber nur, wenn man so etwas miterlebt hat, oder selbst erfahren hat, steigt die Idee zu Gemüte, sich eventuell beklagen zu gehen.

    Also ist das Anklagen solcher Dinge gewiss kein albernes Gejammere aus Laune oder fauler Unzufriedenheit. Wohl auch nicht aus der Unzufriedenheit über körperliche Fortsätze hervor gekommen.
    Bezeichnend ist ja manchmal, wie Leute, die das alles verharmlosen und nichtig relativieren, dann erst reagieren, wenn sie selbst zu den Betroffenen gehören.

    Es gibt freilich die Möglichkeit, den meisten Diskriminierungserfahrungen zu entgehen. Aber man bezahlt einen hohen Preis dafür, den, auf einen Großteil der Freiheit zu verzichten, die anderen jederzeit und selbstverständlich zur Verfügung steht, weil man seine Ruhe haben will, enmdlich verhältnismäßig sicher leben möchte, oder lediglich seine paar mühsam erreichten Freundschaften behalten möchte.

    Solange man wegen Eigenschaften seiner Persönlichkeit und Natur diskriminiert werden kann, und das kein Gesetz interessiert, noch die weg schauende Masse, ist ein Leben in Stille und Verborgenheit die weniger schmerzvolle Wahl.
    Die Bessere wohl nicht, in den Augen derer, die sich frei schwimmen konnten, ohnehin nie.

    Kommt drauf an, wie gerne man dadurch, dass man existiert, andere 'provozieren' möchte. So wird das doch von Zeitgenossen Deiner Kategorie dargestellt, oder nicht?
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#25 PIssnelkeAnonym
  • 20.04.2016, 20:53h
  • Das ist BILD-Niveau.
    Eine Kündigung braucht Gründe, gibt es keine ist sie ohnehin nichts wert.
    Sind die Gründe vorgeschoben, müssen sie trotzdem stimmig sein.
    Was das DRK angeht, nun ja, eine Nachfolgeorganisation des NS-Roten Kreuzes, borniert und menschenverachtend. Wer da arbeitet, sollte nicht erwarten dass da die Humanität durch die Flure weht.

    Wie auch immer, Ihr Beispiel ist für mich nur heiße Luft
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#26 PIssnelkeAnonym
  • 20.04.2016, 21:01h
  • Einfach mal die Maneo-Umfragen (Maneo in Berlin) googeln, die machen jedes Jahr eine Umfrage zum Thema homophone Gewalterfahrungen. Ich habe als Student vor vielen Jahren mal die Auswertung mitgemacht, im Rahmen eines Unikurses zum Thema Statistik.
    Die Berufshomosexuellen von Maneo, hier zu nennen der Leiter Bastian Finke, haben die Befragung stets so angelegt, dass quasi alles Gewalt war, also auch z.B. schon die Titulierung Homo, Schwuchtel etc. Das mag in der Tat verbale homophobe Gewalt sein, aber im Endeffekt kam da jährlich raus, dass 80% der Schwulen regelmäßige Gewalterfahrungen haben. Ich nenne das Homo-Propaganda, weil es lediglich darum geht dass alles möglichst mies aussieht. Sorry, keine Ahnung ob das nun deutsch ist oder nicht - in jedem Fall ist es ein Armutszeugnis, denn es zeigt, es geht nicht um die Gewalt, es geht nur ums Meckern, um Aufmerksamkeit, um Betroffenheit. Und daher kann ich sowas nicht mehr ernst nehmen. Wenn weniger gejammert würde, bliebe mehr Zeit denen zu helfen die wirklich Hilfe brauchen - aber das interessiert keinen, denn das wäre ja richtige Arbeit, meckern wie die alten Leute die im Fenster liegen und nach unten runterschreien ist doch viel bequemer. Armes Deutschland
  • Antworten » | Direktlink »
#27 TheDadProfil
  • 20.04.2016, 21:02hHannover
  • Antwort auf #19 von PIssnelke
  • ""Wie hat Herr Kalkofen es doch so schön gesagt vor einigen Tagen: Satire muss auch verstanden werden, nur kann das nicht jeder. Mit der Ironie ist es genauso.""..

    Was man an Oliver Kalkhofe schätzen kann, ist der beißende Spott an der richtigen Stelle..
    Was er hier vergessen hat :
    Nicht jeder ist zu Satire fähig, die dann auch verstanden werden kann..

    Was nicht zu Freizeit oder Arbeit zählt ?

    Der Gang zum Arzt..
    Sport..
    Die Fahrt zur Arbeit und zurück..
    Religion..
    Ehrenamt..
    Vereinsarbeit..
    Rente..
    Einkauf..
    Und das ließe sich sicher noch fortsetzen, wenn hier nicht jemand Außenstehendes meinte, er könne den ach so larmoyanten Mitbürgern ihre Diskriminierungen erklären, und sie dabei gleichzeitig marginalisieren..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#28 MeeediaAnonym
  • 20.04.2016, 23:37h
  • "Selten hat es in den offiziellen Kanälen der Marketingbranche solch einen Sturm der Entrüstung gegeben. Selten haben sich auch die Sprachrohre der Werbeindustrie so deutlich zu Wort gemeldet. Das tun sie vor allem dann, wenn sie um ihr Geld fürchten müssen. Und sie ziehen ins Feld, alle gemeinsam, und rüsten für den Widerstand.
    ...
    Fast könnte der Eindruck entstehen, dass es um die Enteignung ihrer Betriebe geht, doch es kommt noch schlimmer: Justizminister Heiko Maas (SPD) hat angekündigt, eine Gesetzesnovelle vorzulegen, in der diskriminierende Werbung eingeschränkt werden soll. Werbetreibende fürchten nun um ihr Recht, ihre Produkte mit der nackten Haut von Frauen präsentieren zu dürfen.
    ...
    Grundlegend wirft das aber die Frage auf: wer kontrolliert eigentlich, welche Bilder wo produziert werden und welches gesellschaftliche Bild dadurch vermittelt wird? Bis jetzt sind es private Produzenten, die möglichst viel Geld damit machen wollen. Um es grundlegend zu verändern, müssen wir die Sachen selbst prüfen und in die eigene Hand nehmen. Profitinteressen schaden uns Frauen, Männern, Transmenschen, Umwelt, allen. Und mal ganz ehrlich wer braucht schon Werbung?"

    www.sozialismus.info/2016/04/das-verbot-sexistischer-werbung
    /
  • Antworten » | Direktlink »
#29 Homonklin44Profil
  • 21.04.2016, 08:54hTauroa Point
  • Antwort auf #26 von PIssnelke
  • Ich kann zwar nicht wissen, mit wie vielen der sich bei Maneo meldenden Gewalt-Erfahrenen Du Dich persönlich unterhalten hast,oder wie viel Gewalt Du (mit ) erlebt hast.

    Aber von unten hoch schreien und alles unbesichtigt herunter zu relativieren verzerrt das Bild der Wirklichkeit grade ebenso und ist zu einem gewissen Satz Verleugnungs-Propaganda

    Die überwiegende Zahl an Leuten, die Diskriminierung erfahren, werden wohl eher nicht aus lauter verfahrener Geltungsbedürftigkeit an Erhebungen Teil nehmen, in denen sie anonymisiert auftreten, und auch nicht aus Spaß an der Verfälschungsfreude. Einen bestimmten Satz an Goofs & Spoofs kann man wohl heraus rechnen, klar. Die gibt es unabhängig vom Thema.

    Was macht das aus? 0,02 % oder sowas, dann noch ein paar Promille Fehler und wenn man hundsgemein denkt, Mehrfachmeldungen mit verschiedenen Fiktiv-Identitäten von total Bekloppten.

    Aber ein Deutschland mit löblich hoher Toleranz und fernab Diskriminierung auf verschiedensten Ebenen ergibt das immer noch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#30 seb1983
#31 *FreiheitAnonym
  • 21.04.2016, 10:52h
  • Antwort auf #30 von seb1983
  • Jede_r hier hat das inzwischen begriffen: Sie leben lieber in einer Gesellschaft, in der die Profitinteressen einiger Weniger minutiös unser aller Leben diktieren und Kindern von kleinauf widerlichsten (Hetero-) Sexismus aufzwingen, anstatt die arbeitende Bevölkerung und die jeweils z. B. von medialen Darstellungen Betroffenen die Dinge selbst in die Hand nehmen und kontrollieren zu lassen. Denn genau darum geht es in dem verlinkten Artikel - nicht um Illusionen in den bürgerlichen Staat, der selbst nur der Absicherung eben der Diktatur der Profite und der Privatisierung gesellschaftlichen Reichtums dient.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 seb1983
#34 yslmd
  • 21.04.2016, 13:46h
  • Antwort auf #5 von Heiner
  • Heiner: ..."aber die SPD hatte eigentlich mal "100% Gleichstellung" versprochen und ist auch deshalb gewählt worden."...

    Nun ist uns allen ja bewußt, wie das so mit Wahlversprechen ist. Immer frei nach dem Motto - was stört mich das Geschwätz von Gestern.
    Ich bin viel mehr davon überzeugt, das es sich auch bei dem Thema Gleichstellung von LGBTI nicht viel anders verhält, als zu vielen anderen Themen, die in Wahlversprechen als klares Ziel herausgestellt wurden und letztendlich im Sande verlaufen - bis zur nächsten Wahl, dann sind es wieder hoch aktuelle Themen und der mündige Wähler lässt sich wieder auf den selben Diel ein. In der Politik geht es doch lediglich darum, den Moment für sich zu nutzen um einen möglichst guten Posten in der Politik besetzen zu können. Und bei der Aufarbeitung der in Parteiprogrammen oder als Wahlversprechen abgegebenen Phrasen entscheiden sich sowohl CDU/CSU/SPD und auch die anderen Parteien im Bund, in den Ländern und Gemeinden immer nach dem Motto, man hat die Wahl zwischen Pest oder Colera, da fallen Themen wie Gleichstellung von GLBTI schonmal anderen Interessen zum Opfer, wenn es nicht in exponierten Positionen Persönlichkeiten gibt, die sich mit Argumenten Gehör verschaffen können. Aber von diesen Persönlichkeiten, die nicht nur laut sind sondern auch etwas zu sagen haben, gibt es leider nicht sehr viele oder anders ausgedrückt, nicht ausreichend Viele. Leider.
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