Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?25985

Heten-Diskriminierung in Bayern

Wohnungsannonce: Nur schwule Mieter erwünscht

  • 22. April 2016, 07:27h 122 1 Min.



In Bayern sorgt eine Wohnungsanzeige für Wirbel in der regionalen Presse. Der Grund: Für die "helle Souterrain-Wohnung" in Brannenburg im Landkreis Rosenheim wird als Mieter nur ein "einzelner, homosexueller Herr oder männliches Paar" gesucht.

Immerhin: Weder rosenheim24.de noch der Münchner "Merkur" beschweren sich in ihrer Berichterstattung bitterlich über böse Heten- (und Frauen-)Diskriminierung im idyllischen Inntal – sie finden die Wohnungsannonce einfach nur "kurios".

Makler Franz Mühlbauer von ICM Immobilien erklärte auf Nachfrage, der Vermieter habe positive Erfahrungen mit schwulen Mietern gesammelt. Als diskriminierend empfindet er die Wohnungsanzeige mit der Einschränkung auf eine sexuelle Orientierung nicht. "Das ist eher dann der Fall, wenn in der Anzeige steht: Keine Kinder, keine Tiere, keine Raucher."

Die 2-Zimmer-Wohnung "mit großer Sonnenterrasse" ist übrigens noch frei. Die "Warmmiete", merkt rosenheim24.de süffisant an, beläuft sich auf 750 Euro. (mize)

-w-

#1 SebiAnonym
  • 22.04.2016, 10:16h
  • Ehrlich gesagt finde ich den Ausschluss von Heteros genauso diskriminierend wie den Ausschluss von Schwulen.

    Wie würden wir es finden, wenn er dieselbe Begründung umgekehrt verwenden würde: "Ich will nur Heteros, weil ich bisher mit denen gute Erfahrungen gemacht habe." Oder "Ich will keine Schwarzen, sondern nur Weiße, weil ich bisher mit denen gute Erfahrungen gemacht habe."
  • Direktlink »
#2 SebiAnonym
  • 22.04.2016, 10:51h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • PS:
    Die einzige Ausnahme würde ich sehen, wenn in dem Haus nur Schwule (z.B. als schwules Mehrgenerationenhaus oder ähnliches Wohnprojekt) wohnen.

    Aber ansonsten halte ich von sowas gar nichts.

    Im übrigen würde ich auch als Schwuler nicht in einem schwulen Ghetto wohnen wollen. Wenn wir uns abschotten, wird die Akzeptanz eher ab- statt zunehmen.
  • Direktlink »
#3 NoahAnonym
  • 22.04.2016, 11:22h
  • >> "Das ist eher dann der Fall, wenn in der Anzeige steht: Keine Kinder, keine Tiere, keine Raucher." <<

    Also wenn man keine Raucher will, kann ich das noch am ehesten verstehen.

    Ich wohne z.B. über Rauchern und kann im Sommer weder auf den Balkon noch die Fenster aufmachen - denn diese Raucher gehen zum Rauchen auf den Balkon, damit sie ihren Qualm nicht in ihrer eigenen Wohnung haben. Aber ob dadurch andere (die selbst gar nicht rauchen) den Qualm in ihrer Wohnung haben, ist denen egal.

    Oder Freunde von mir sind mal in eine Wohnung gezogen, wo vorher ein starker Raucher gelebt hat. Aber selbst mit mehrmaligem Streichen der Wände (sogar mit spezieller Nikotinfarbe) kommt dennoch früher oder später immer dieser gelblich-bräunliche Schimmer durch... Und eine Messung hat ergeben, dass die Wände immer noch Nikotin ausdünsten. Die sind dann nach 6 Monaten wieder ausgezogen, weil sie sogar nächtliche Hustenanfälle davon bekamen. Seitdem steht die Wohnung leer und der Vermieter bekommt die nicht mehr vermietet.

    Insofern kann ich nur sagen:
    wenn man Raucher ausschließt, kann ich das noch am ehesten verstehen. Da geht es schließlich um den unversehrten Zustand der Wohnung und auch die Gesundheit der anderen Bewohner.

    Ich weiß, dass das Rauchernn nicht gefällt, ist aber nun mal so.
  • Direktlink »