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"Säuberung" bei der malaysischen Polizei: Uniformen gibt es nur für heterosexuelle Cis-Menschen (Bild: Polis Diraja Malaysia)

  • 24. April 2016, 08:27h 50 1 Min.

In Malaysia sollen Lesben, Schwule und Transgender nicht zum Polizeidienst zugelassen werden. Dies widerspreche den Normen des islamischen Landes, erklärte der stellvertretende Generalinspektor der malaysischen Polizei, Noor Rashid Ibrahim, am Samstag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Eine Journalist hatte gefragt, ob eine Öffnung wie in westlichen Staaten und zuletzt in Indien geplant sei.

Noor Rashid wies das Ansinnen zurück: "Auch wenn sie die richtigen Qualifikationen besitzen, um für die Polizei zu arbeiten, müssen sie dennoch den akzeptierten Sitten des Landes folgen." In einem Kommentar in der Sonntagsausgabe der Tageszeitung "Utusan Malaysia" wurde das Berufsverbot begrüßt, jedoch davor gewarnt, dass manche Bewerber ihre Homosexualität gut tarnen könnten.

In der relativ liberalen Hauptstadt Kuala Lumpur ist zwar eine lebendige schwule Szene ansässig, offiziell stehen in Malaysia auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen aber bis zu 20 Jahre Haft oder Auspeitschung. Muslimische Schwule können zudem von islamischen Sondergerichten zusätzlich belangt werden. In den letzten Jahren ist die Regierung härter gegen LGBT-Aktivisten vorgegangen. (cw)

-w-

#1 YannickAnonym
  • 24.04.2016, 12:50h
  • Ich verstehe nicht, wie noch Menschen in solchen Staaten ihren Urlaub verbringen können und damit so eine menschenverachtende Ideologie auch noch unterstützen.

    Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle von Malaysia - in dem Bereich könnte man durch Boykotte wirklich was bewirken.

    Aber unabhängig davon würde ich nicht als Tourist auch noch sowas unterstützen wollen.
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#2 Klaus No 17Anonym
  • 25.04.2016, 08:37h
  • Solange Homosexualität in dem Land strafbar ist, geht es doch gar nicht anders. Homosexuelle Polizistinnen/Polizisten müssten sich regelmäßig selbst verhaften. Darüber hinaus sind sie erpressbar, solange die Strafbarkeit besteht, und das auch, wenn Homosexualität eines Tages gar nicht mehr verfolgt wird, der Paragraph aber noch existiert.
    Aber Herr Noor Rashid argumentiert gar nicht damit, sondern mit den "akzeptierten Sitten" seines Landes und legt damit offen, dass es bei dem "Berufsverbot" um Diskriminierung geht und nichts anderes. Wi-der-lich.

    Und, ja: Urlaub in einem Verfolgerstaat??
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#3 BullshitAnonym
  • 25.04.2016, 10:57h
  • "Auch wenn sie die richtigen Qualifikationen besitzen, um für die Polizei zu arbeiten, müssen sie dennoch den akzeptierten Sitten des Landes folgen."

    Warum fordert bei uns niemand das Akzepieren unsere Sitten, dann können wir Salafisten und andere geistige Brandstifter wegsperren, bevor sie dieses Land vergiften!
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