https://queer.de/?2601
- 24. März 2005 1 Min.
Rom Mit einer am Rande des EU-Gipfels in Brüssel gemachten Äußerung hat der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi den Zorn der Schwulen in seinem Land auf sich gezogen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "In Italien muss man heutzutage kommunistisch oder schwul sein, wenn man heilig gesprochen werden will", hatte Berlusconi am Dienstagabend gesagt. Damit habe der Ministerpräsident eine "anti-schwule" Stimmung geschaffen, warfen ihm die Schwulenverbände in der Heimat am Mittwoch vor. "Diese Äußerung kann nicht auf Nachlässigkeit oder Leichtsinnigkeit zurückgeführt werden, wenn man bedenkt, dass Italien unter Berlusconi so reaktionär schwulenfeindlich ist wie nie zuvor", sagte der Vorsitzende der Gruppe Arcigay, Sergio Lo Giudice. Kein anderer europäischer Staats- oder Regierungschef würde eine solche Aussage machen, sagte Lo Giudice. (pm)














