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Kommentare zu:
Zwangssterilisierung: Schweden will Transsexuelle entschädigen


#1 LucaAnonym
  • 29.04.2016, 03:10h

  • Natürlich kann kein Geldbetrag die körperlichen und psychischen Schäden einer Zwangssterilisation wiedergutmachen.

    Aber Schweden übernimmt wenigstens Verantwortung, gibt seinen Fehler zu und rehabilitiert die Opfer der eigenen, unmenschlichen Gesetzgebung.

    Während in Deutschland Union und SPD weiterhin eine Rehabilitierung oder gar Entschädigung der Opfer des §175 kategorisch ablehnen.
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#2 RobinAnonym
  • 29.04.2016, 10:17h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Ja, ander Staaten müssen Deutschland wieder mal zeigen, dass doch möglich ist, was laut unserer schwarz-roten Bundesregierung angeblich nicht geht:

    dass ein Staat auch früher mal geltendes Recht als falsch einsehen kann und wenn das gegen die Menschenwürde verstieß auch die Opfer rehabilitieren kann.

    Aber CDU, CSU und SPD wollen die Sache wohl aussitzen, bis alle Opfer gestorben sind.
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#3 tti3_alliance
  • 29.04.2016, 15:03h
  • Bis heute gibt es keine: "Untersagung von nicht eingewilligten, unnötigen Behandlungen an Intersex-Kindern / Jugendlichen, die gegen Grundgesetz, UN-Konventionen oder gegen das Sterilisationsverbot verstoßen." in Deutschland.

    Die vor einigen Jahren eingerichtete Interministerielle Arbeitsgruppe Trans-/ Intersexualität (IMAG), hatte bislang keine Gruppen, Vereine, Organisationen, Personen aus den Bereichen trans* / Transgender, Transsexualität eingebunden, jedoch 2 Gutachten beauftragt. - Man muss ganz klar von systematischer Verschleppung sprechen.

    Man will weiterhin eine gesetzliche Neuregelung Anlehnung der Gesetze wie in Dänemark, Malta, Irland, Norwegen - die Kinder und Jugendliche mit einschließt, und eine medizinische Versorgung garantiert - verhindern.

    In einem Land, in dem einer Minderheit der Zugang zum eigenen Parlament (Reichstagsgebäude) untersagt wird, während ausländische Touristen das Kuppeldach besuchen dürfen, zeigt was Demokratie bedeutet.
    Entweder man zahlt aktuell bis zu 5.000 und lässt sich für juristisch für psychisch krank erklären oder man wird systematisch jahrelang/jahrzehntelang kontinuierlich diskriminiert.

    Von einer angemessenen medizinischen Versorgung ganz zu schweigen, denn die fragwürdige GKV Behandlungsrichtlinie wird offen dazu genutzt, dass Krankenkassen Leistungen ablehnen und Menschen zu jahrelang dauernden Sozialgerichtsverfahren drängen.

    Der aktuelle Beschluss des Petitionsausschusses des Europa Parlaments hinsichtlich der Eingabe 1592/2014 (03-2016) ist mehr als eindeutig.

    transallianceproject.files.wordpress.com/2016/03/european-pa
    rliament-d305505-pet1592-2014.pdf


    Es bewegt sich etwas, aber passieren tut sich nichts. Denn der Forderung nach einem Gesprächstermin mit dem Innenausschuss des Deutschen Bundestag, verweigern sich einige Fraktionen...

    In der LGBTTIQ* Informationsbroschüre: Jedes Geschlecht verdient Respekt - Thema Transsexualität, wollen wir Aufklärung betreiben. Es wäre nett, wenn Ihr Euch den Text mal durchlesen würdet.

    transallianceproject.files.wordpress.com/2016/03/information
    sbroschuere_transsexualitc3a4t__v3-49_2016-03-29.pdf


    Es ist schade, dass von anderen LGBTTIQ* Bereichen einschließlich CSD Veranstaltern nicht mehr Unterstützung u.a. durch Mitzeichnung der Stuttgarter Erklärung // Stuttgart Declaration erfolgt. Dieses wäre wünschenswert...

    www.die-erklaerung.de


    transallianceproject.wordpress.com/2016/02/03/stuttgart-decl
    aration-english-translated-version/


    Historisch scheinen für die heutigen Bereiche trans*/Transgender; Transsexualität sowie überschneidend Intersexualität nur 22 Namen / Personen von NS Opfern (§175, §360, §182... Aktion T4) bekannt zu sein.

    In Berlin lebten damals einige 1.000 Menschen, die den damaligen Begrifflichkeiten Transvestiten, Damenimitatoren... zugeordnet wurden.
    In Hamburg sollen es 105 Menschen gewesen sein. Diese Zahl, sowie die für weitere Städte wurden damals bereits als zu gering angesehen.

    Wir fordern zum 01.01.2017 eine gesetzliche Neureglung in der eine medizinische Versorgung in Deutschland, festgeschrieben wird.

    Ferner eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Rehabilitierung unserer Opfer.

    Sowie für Menschen mit geschlechtlichen Normabweichungen (Trans-/ Intersexualität), trans* / Transgender - Sitze in den Medienräten der öffentlichen Rundfunkanstalten.

    Weitere Forderungen Siehe Informationsbroschüre.

    ... seit den 80ziger Jahren hat es >20.000 TSG Verfahren gegeben.

    Die Population für den Bereich trans* / Transgender liegt in Deutschland bei 200.000 Menschen.

    transallianceproject.wordpress.com/category/statistik-2/


    Jedes Geschlecht verdient Respekt
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#4 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 29.04.2016, 20:58h
  • "Die konservative schwedische Vorgängerregierung von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte eine Entschuldigung und Entschädigung bis zur ihrer Abwahl im Jahr 2014 stets abgelehnt."

    Scheiß verfluchten verdammten konservativen lügner, schämt euch und lasst die Menschen leben wie sie es für sich richtig halten. Wenn ihr in einem korsett glücklich seit/woll bitte schön, kein Problem: ABER LASST MICH MIT EUREN LÜGEN GEGEN MENSCHEN IN FRIEDEN!!!!!!!!!!!!!
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#5 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 29.04.2016, 21:00h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • "Aber Schweden übernimmt wenigstens Verantwortung, gibt seinen Fehler zu und rehabilitiert die Opfer der eigenen, unmenschlichen Gesetzgebung."

    Die schwedischen sozialisten und nicht Schweden, siehe Text:
    "Die konservative schwedische Vorgängerregierung von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte eine Entschuldigung und Entschädigung bis zur ihrer Abwahl im Jahr 2014 stets abgelehnt."
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#6 hugo1970Ehemaliges Profil
#7 yslmd
  • 01.05.2016, 12:36h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Luca schreibt am 29.04.2016: ..." Während in Deutschland Union und SPD weiterhin eine Rehabilitierung oder gar Entschädigung der Opfer des §175 kategorisch ablehnen."

    Aber genau dadurch drückt ja der Deutsche Staat seine wahre Einstellung zu LBGTIQ aus. Einige Opferverbände (z.B. für Zwangsarbeiter im 3.Reich) haben für die Opfer Entschädigungszahlungen erstritten. Unrecht zu DDR Zeiten (z.B. Opfer durch die Diktatur in Kinderheimen) haben für diese Opfer Entschädigungen erstritten. Ich stimme dir auch in vollem Umfang zu, dass ein Geldbetrag die erlittenen psychischen und physischen Schäden rehabilitieren kann. Aber dieser Geldbetrag könnte für viele Opfer eine Entschädigung für verloren gegengene Lebensqualität sein, als Entschädigung für jahrelange psychologische Betreuung und damit verbundenen finanziellen Aufwendungen, die diese Opfer ertragen mußten. Der Deutsche Staat scheißt auf all dieses Unrecht und unternimmt alles mögliche durch ihre verkorkste, nach hinten gerichtete Politik, dass sich diese grauenhafte Zeit in allen Facetten wiederholen wird. Es wird wohl eine Frage der Zeit sein, wann es dann z.B. aus aller Kehlen heißt: Petrie Heil!
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