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Drogen seien Privatsache
Volker Beck: "Ich bin bei Sinnen und habe einen klaren Kopf"

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck will sich auch weiterhin für Menschenrechte einsetzen (Bild: flickr / Heinrich-Böll-Stiftung / by 2.0)
- 7. Mai 2016, 08:05h 2 Min.
Der Kölner Bundestagsabgeordnete fordert ein Recht auf Privatsphäre und erklärt sich für voll einsatzfähig.
Der Grünen-Politiker Volker Beck, der nach einem Drogenvorfall wieder auf die politischen Bühne zurückgekehrt ist, hat sich für voll einsatzfähig erklärt: "Es muss sich niemand Sorgen um mich und meine Arbeit machen. Ich bin bei Sinnen und habe einen klaren Kopf", sagte Beck dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe).
Der 55-Jährige reklamierte erneut das Recht zu schweigen und das Recht auf Privatsphäre, das auch für Politiker gelte. Eine besondere Vorbildfunktion in der Lebensführung bestritt der schwule Bundestagsabgeordnete. "Vielleicht sind wir gerade mit all unseren unterschiedlichen Fehlern repräsentativ für das Volk, das wir vertreten sollen." Vorbildlich müssten Politiker nur "in der Übereinstimmung zwischen dem sein, was wir vor Wahlen ankündigen und danach umsetzen."
Erneute Kandidatur nicht ausgeschlossen
Volker Beck schloss in dem Interview nicht aus, im kommenden Jahr erneut für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. "Sagen wir so: Ich bin noch da, und ich werde und will mich weiter einmischen für Menschenrechte, ob im Parlament oder in der Zivilgesellschaft."
Zunächst wolle er aber seine politische Arbeit in der Fraktion fortsetzen. "Im Übrigen: Es geht ohnehin nicht in erster Linie um mich, sondern um meine Anliegen: was ist das Beste für den Kampf gegen Minderheitenfeindlichkeit, für gleiche Rechte und einen fairen Umgang mit Israel." Im vergangenen Monat hatte der schwule NRW-Landeschef der Grünen Sven Lehmann, der wie Beck aus Köln kommt, seine Kandidatur für den Bundestag angekündigt (queer.de berichtete).
Volker Beck war Anfang März am Berliner Nollendorfplatz bei einer Polizei-Kontrolle mit 0,6 Gramm eines verbotenen Rauschmittels erwischt worden. Nach Medienberichten soll es sich dabei um die synthetische Droge Crystal Meth gehandelt haben. Der schwule Politiker trat daraufhin von seinen Fraktionsämtern zurück, behielt jedoch sein Mandat (queer.de berichtete). Ein Ermittlungsverfahren wurde im April von der Berliner Staatsanwaltschaft gegen die Zahlung von 7.000 Euro eingestellt (queer.de berichtete).
Beck hatte sich zunächst nicht näher zu dem Vorwurf geäußert und sich krankschreiben lassen. Zur Einstellung des Verfahrens entschuldigte er sich in einer Stellungnahme bei Anhängern, die sich "Sorgen um mich oder unsere gemeinsamen Anliegen" gemacht hätten: "Mein Verhalten war falsch und es war dumm." Auch habe er den "Konsum von Drogen oder gar bestimmter Substanzen" nicht verharmlosen wollen. (cw/ots)














