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  • 17. Mai 2016, 13:46h 7 2 Min.

Jugendliche LGBT aus Köln haben anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie mit versteckter Kamera getestet, wie stark die Solidarität ihnen gegenüber wirklich ist.

Mitten im Kölner Bermudadreieck auf der Schaafenstraße bettelte daher der junge Leon als vermeintlicher Obdachloser um Geld; in den Händen hielt er das Schild "Schwul und rausgeflogen". Eine versteckte Kamera hielt fest, wie die Passanten reagierten – einige kümmerten sich um den Jungen, während andere vorbeiliefen, ohne Leon eines Blickes zu würdigen.

So abwegig ist das Experiment nicht, wie etwa auch eine Studie unter LGBT im Auftrag des Bundesfamilienministeriums vergangenes Jahr herausgefunden hatte. Demnach gaben rund zwei Drittel an, dass in ihrem engeren Familienkreis ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht ernst genommen worden sei. 17 Prozent der Befragten, sie seien nach ihrem Coming-out von Familienmitgliedern beleidigt, beschimpft oder lächerlich gemacht worden, drei Prozent berichteten sogar von körperlicher Gewalt (queer.de berichtete). In den USA ist die Lage wegen des löchrigeren sozialen Netzes noch schlimmer: Dort wird geschätzt, dass 40 Prozent der jugendlichen Obdachlosen LGBT sind.

Das Video ist ein Projekt des Kölner Jugendzentrums anyway. Die Aktivisten haben unter dem Motto "Coming-out, going-out" insgesamt sechs Videos zum Thema veröffentlicht. In einem fragen Aktivisten etwa Passanten, ob sie Transpersonen auf Bildern erkennen könnten:

Außerdem zeigten sie in einem Satirevideo, wie Homo-Hasser von "Besorgten Eltern" oder der AfD sexuelle Minderheiten sehen – nämlich als Opfer der bösen Homolobby:

Alle Videos der Reihe "Coming-out, going-out" gibt es hier. (cw)

-w-

#1 MarcAnonym
  • 17.05.2016, 16:04h
  • Das ist leider keineswegs so abwegig.

    Mich hat mal in Köln ein Junge angesprochen und mir Sex gegen Geld angeboten, weil er zuhause rausgeflogen ist.

    Als ich ihm dann 20 Euro gegeben habe und ihm empfohlen habe, er soll sich an entsprechende Stellen wenden (das anyway kannte ich damals leider noch nicht) hat er geweint, dass es noch Leute gibt, denen er nicht egal ist.

    Es ist ein Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland, dass hier immer noch Jugendliche zuhause rausfliegen und auf der Straße landen - egal ob homo, hetero, bi, trans oder was auch immer.... Und daran haben die Hetzer aus Politik und Kirche Mitschuld.
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#2 panzernashorn
  • 17.05.2016, 16:38h
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Zitat: "Und daran haben die Hetzer aus Politik und Kirche Mitschuld."

    Nicht nur Mitschuld, sondern meiner Meinung nach ausdrücklich die Hauptschuld!
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#3 Rosa SoliAnonym
  • 17.05.2016, 17:13h
  • Man muss dem "anyway" mal ein großes Kompliment machen. Die leisten eine tolle LGBT-Jugendarbeit!
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