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Medienkontrolle
Thüringen: Landtag schickt LSVD in den ZDF-Fernsehrat

Zwei Mainzelmännchen halten vor Freude Händchen
- 20. Mai 2016, 12:23h 1 Min.
Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik bekommt eine LGBT-Organisation Sitz und Stimme im ZDF-Fernsehrat. Am Freitag haben die Abgeordneten des Thüringer Landtags auf Initiative der rot-rot-grünen Landesregierung den LSVD Thüringen beauftragt, eine Vertretung in den ZDF-Fernsehrat zu entsenden.
Die Amtszeit des derzeitigen Fernsehrates endet zum 5. Juli. Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor gefordert, dass Personen mit möglichst vielfältigen Perspektiven und Erfahrungshorizonten aus allen Bereichen des Gemeinwesens dem Gremium angehören. In der Debatte zwischen den Bundesländern machte sich vor allem Thüringen für den LGBT-Sitz stark (queer.de berichtete). Zwei Organisationen hatten sich beim Landtagspräsidenten um das Mandat beworben.
Der LSVD Thüringen kündigte noch am Freitag an, seine langjährige Vorstandsfrau Jenny Renner zu nominieren. "Die Entsendung hat Vorbildfunktion für die Gremien aller öffentlich-rechtlichen Medien, die noch keine angemessene Vertretung von LSBTI haben", heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. "Die heutige Vielfalt unserer Gesellschaft muss sich endlich auch in den Rundfunk- und Fernsehräten abbilden."
Neben dem ZDF werden bislang nur drei weitere öffentlch-rechtliche Sender von LGBT-Organisationen mit kontrolliert. In den Rundfunkräten des Saarländischen Rundfunks (SR) und von Radio Bremen haben die dortigen LSVD-Landesverbände je eine Stimme, während sich im WDR-Rundfunkrat das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben einen Sitz teilen. (cw)















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