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Kommentare zu:
Rechtsruck in Polen: Regierung schürt Gewalt gegen LGBT


#1 EhkaAnonym
#2 SorryAnonym
  • 22.05.2016, 12:11h

  • ...aber es ist eine Schande.
    Ich hatte mich eigentlich sehr gefreut, dass gerade Polen, ein Nachbar mit dem wir Deutschen wirklich allen Grund haben endlich ehrliche Freundschaft zu schliessen,
    in die EU gekommmen ist.
    Aber jetzt geht Polen einen Weg, den ich sehr bedauere.
    Hoffentlich finden sie bald wieder den Richtigen.
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#3 zukurzgedachtAnonym
  • 22.05.2016, 12:16h
  • Antwort auf #1 von Ehka
  • >Und sowas ist in der EU?! Weg mit solchen Ländern!!!!

    Damit fällst Du den fortschrittlichen Polen und gerade auch LGBT dort in den Rücken. Die EU könnte mehr tun, bietet ihnen aber auch einen nicht unwichtigen Grundschutz.

    Nebenbei könnte man auch diskutieren, ob man nicht Deutschland rausschmeissen sollte, das mit der fehlenden Ehe-Öffnung nicht nur ein schlechtes Signal an Osteuropa sendet, sondern vor allem seit Jahren der Hauptverantwortliche einer Blockade einer umfassenden EU-Antidiskriminierungsrichtlinie ist.
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#4 gatopardo
  • 22.05.2016, 12:34h
  • Antwort auf #3 von zukurzgedacht
  • Ergänzend hierzu noch meine eigene Erfahrung im Kontakt mit meinen polnischen Freunden, die einstimmig beklagen, wie schwer es sei, in ihrem Land schwul zu sein und wie wichtig daher ein Verbleib in der EU ist. Demnächst bin ich selber in Warschau und werde mir vor Ort ein ergänzendes Bild machen können.
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#5 HeinerAnonym
  • 22.05.2016, 12:52h
  • Ich habe ja immer schon gesagt, dass Polen eher zu Russland gehört, aber nicht in die EU.

    Das schlimmste ist aber, dass die EU tatenlos zusieht, wie in europäischen Staaten EU-Recht gebrochen und missbraucht wird.

    Wieso ermahnt die EU zwar Italien zur Einführung eingetragener Partnerschaften (queer.de berichtete), aber nicht Polen, Litauen, & Co?
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#6 SebiAnonym
  • 22.05.2016, 12:55h
  • "Für den Angriff auf den "Marsch für Gleichberechtigung" in Danzig trägt die national-konservative Regierung eine Mitschuld."

    Und ich fürchte, das ist erst der Anfang...

    Wie alle "konservativen" Biedermänner, müssen die auch in Polen von ihrem eigenen Versagen und ihrer eigenen Unfähigkeit ablenken, indem sie Hass auf andere schüren. Anders bekommen die ihre Anhänger nicht auf Linie.

    Dass diese Welle in ganz Europa um sich greift ist eine dramatische Entwicklung, deren Folgen noch fatal für ganz Europa werden, wenn die EU nicht endlich etwas unternimmt...
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#7 Julian SAnonym
  • 22.05.2016, 13:07h
  • -------------------
    Für den Angriff auf den "Marsch für Gleichberechtigung" in Danzig trägt die national-konservative Regierung eine Mitschuld.
    -------------------

    Und man darf auch nicht vergessen, dass eine Mehrheit der Polen diese Regierung gewählt hat...

    Die Mehrheit der Polen will also offenbar ein totalitäres System aus Hass und Unterdrückung statt Weltoffenheit, Vielfalt und Freiheit (was übrigens auch wirtschaftliche Vorteile brächte).
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#8 ChicoAnonym
#9 der BasisAnonym
  • 22.05.2016, 13:40h
  • Die herrschenden Eliten rücken überall scharf nach rechts. Chauvinismus, Fremdenfeindlichkeit, Militarismus und der Ruf nach einem "starken Staat" haben Hochkonjunktur. Das gilt nicht nur für aufstrebende ultrarechte Parteien wie den französischen "Front National", die "Alternative für Deutschland", die österreichische FPÖ, den ungarischen Fidesz oder die polnische PiS, sondern auch für sämtliche etablierten Parteien.

    In Deutschland haben Parteien und Medien nach den maßlos aufgebauschten Ereignissen der Kölner Silvesternacht eine rassistische Hetze gegen Flüchtlinge entfacht, die an die antisemitischen Kampagnen der Nazis erinnern. Regierungs- und Oppositionsparteien überbieten sich gegenseitig im Ruf nach mehr Polizei und schärferen Gesetzen.

    Der wahre Grund für diese Rebellion von oben sind die explosiven sozialen, ökonomischen und politischen Widersprüche, die sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Ostblocks vor 25 Jahren und vor allem seit der internationalen Finanzkrise von 2008 angestaut haben. Der deutsche Imperialismus hat dabei eine entscheidende, aber bei weitem nicht die alleinige Rolle gespielt.

    Deutschland hat sein ökonomisches Übergewicht rücksichtslos eingesetzt, um seine Rivalen an die Wand zu drücken und die Hegemonie über Europa zu erlangen. Es hat den Euro benutzt, um schwächeren süd- und osteuropäischen Ländern ein erbarmungsloses Spardiktat aufzuzwingen, das ihre Wirtschaft ruiniert, Millionen ins nackte Elend getrieben und die Jugend jeder Zukunftschance beraubt hat.

    Ein flüchtiger Blick auf europäische Statistiken reicht aus, um zu sehen, wie illusionär die Vorstellung war, Europa könne auf kapitalistischer Grundlage harmonisch und friedlich zusammenwachsen.

    So war das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2014 mit knapp 3 Billionen Euro mehr als sieben Mal so hoch wie das des benachbarten Polens, das knapp halb so viele Einwohner zählt. Deutschland exportierte sieben Mal so viele Waren wie Polen; allein der deutsche Exportüberschuss von 220 Milliarden Euro war höher als der polnische Gesamtexport von 163 Milliarden.

    Auch Frankreich, das 2014 nicht einmal halb so viele Waren wie Deutschland exportierte und ein Handelsdefizit von 71 Milliarden Euro aufwies, und Großbritannien mit einem Handelsdefizit von 134 Milliarden Euro litten unter der deutschen Übermacht.

    Noch krasser sind die Gegensätze in den sozialen Statistiken. Der durchschnittliche monatliche Bruttoverdienst eines Vollzeitbeschäftigten schwankt innerhalb der EU zwischen 306 Euro in Bulgarien, 902 Euro in Polen, 3106 Euro in Deutschland und 4217 Euro in Dänemark.

    Diese Durchschnittszahlen verbergen die enorme soziale Kluft, die sich innerhalb der einzelnen Länder aufgetan hat. So verdankt Deutschland seine wirtschaftliche Übermacht nicht zuletzt dem gewaltigen Niedriglohnsektor, der als Folge der Agenda 2010 der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder entstand. Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter leben am Rand des Existenzminimums und brauchen oft zwei oder drei Jobs, um über die Runden zu kommen.

    Diese scharfen sozialen Gegensätze sind der wirkliche Grund für den Rechtsruck der europäischen Eliten. Sie wissen, dass sich unter der Oberfläche eine gewaltige Klassenexplosion anbahnt und dass sie nur wenig Zeit haben, sich darauf vorzubereiten. Wie in den 1930er Jahren schüren sie Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit, um die sozialen Spannungen in rechte Kanäle zu lenken, den Polizeiapparat aufzurüsten und eine rechte Bewegung aufzubauen, die sie gegen soziale Proteste einsetzen können, so wie sie es in den 1930er Jahren mit der Sturmabteilung (SA) der Nazis getan haben.

    Demselben Zweck dient der wachsende Militarismus. Es hat in der jüngeren Geschichte kaum einen Krieg gegeben, der nicht auch dazu diente, die inneren Spannungen nach außen zu lenken. Gleichzeitig sind die Konflikte zwischen den Großmächten real. In der herrschenden Klasse Deutschlands hat sich längst die Überzeugung durchgesetzt, dass sich ihre globalen Wirtschaftinteressen nur mit militärischen Mitteln absichern lassen. Seit zwei Jahren wirbt sie unter der Parole "Neue Macht, neue Verantwortung" intensiv für Kriegseinsätze. (wsws.org)
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#10 fEllaAnonym
  • 22.05.2016, 13:42h

  • Die polnische Regierung trägt zu diesen Eskalationen nicht so viel bei, wie man denken mag. In Polen sind solche Auseinandersetzungen nichts Neues. Eine starke rechtsnationale Front gab es auch bereits vor der neuen PiS-Regierung. Zudem wurde die Regierung nicht wirklich von der Mehrheit gewählt. Die Wahlbeteiligung war miserabel und rechte Wähler hatten somit einen riesigen Vorteil.
    Zudem gehört Polen nicht zu Russland, sondern von Anfang an hat sie sich zum Westen gehörig gefühlt. In der polnischen Bevölkerung sitzt eine tiefe Russenphobie fest. Nur weil es ein slawischen Land ist, muss Russland nicht gleich die Mutter spielen.
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#11 gatopardo
  • 22.05.2016, 15:55h
  • Antwort auf #7 von Julian S
  • Das ist vielleicht so nicht ganz richtig. Kürzlich erfuhr ich, dass nur 19% der Polen diese ultranationale Regierung gewählt haben. Man muss sich erinnern, dass wieder einmal ein grosser Teil der Bevölkerung nicht zur Wahl ging, wenn zur gleichen Zeit die konservativ-katholische Gruppe IMMER ihre Stimme abgibt. Ein Lichtblick sind nun die andauernden Demos auch von denen, die endlich aufgewacht sind und ihr Land nicht wieder in einer Diktatur versinken lassen wollen.
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#12 seb1983
  • 22.05.2016, 16:25h
  • Antwort auf #9 von der Basis
  • Ein Schuss Klassenkampf, Antikapitalismus und ein paar Nazis als I Tüpfelchen dürfen natürlich auch nicht fehlen, gut schütteln und mit den üblichen Phrasen mischen.

    Aber keine Sorge, wie du immer betonst ist das Ende ja da nah denn die Kriese wird immer tiefer, und tiefer, und tiefer und und und....

    Glücklicherweise hat grade Polen da ja noch eine alte Elite an deren Regierungsstil man sich grade wieder neu orientiert um die "wahren Interessen" des Volkes durchzusetzen.
    Das pöse pürgerliche Verfassungsgericht hat es ja schon erwischt, die pösen Medienkonzerne werden dann nach ungarischem Vorbild als nächstes auf Linie gebracht damit endlich wieder Zucht und Ordnung herrscht.
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#13 NickAnonym
#14 wiking77
  • 23.05.2016, 21:21h
  • ich finde Deinen Beitrag nicht hilfreich, vielmehr schürt er antipolnische Ressentiments, das ist in Anbetracht des fragilen deutsch-polnischen Verhältnisses bedenklich und dient ganz und gar nicht dem Sinn der Völkerverständigung.
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#15 userer
  • 24.05.2016, 14:56h
  • Antwort auf #10 von fElla
  • fElla: "In Polen sind solche Auseinandersetzungen nichts Neues."

    Natürlich nicht, zündelt die katholische Kirche doch mit ungenierter Offenheit an Scheiterhaufen für Schwule und Lesben. Dennoch hat sich die Lage nach der Machtübernahme durch die Piss-Partei nochmals vehement verschlechtert.
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#16 wiking77
  • 24.05.2016, 17:44h
  • Antwort auf #15 von userer
  • oh ... bitte! Dann blicke doch, ich hab's ja hier einem anderen schon geschrieben, mal nach Teheran, Riad (Saudi-Arabien) oder in den Islamischen Staat. Was diese Herrschaften dort im Orient für Schweinerein gegenüber homosexuellen Männern begehen ist handfest! Dieses Gequasele von katholischen Scheiterhaufen ist ja urpeinlich! Mehr Bodenhaftung täte Dir sicherlich sehr gut.
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#17 TheDadProfil
  • 24.05.2016, 20:11hHannover
  • Antwort auf #16 von wiking77
  • ""oh ... bitte! Dann blicke doch, ich hab's ja hier einem anderen schon geschrieben, mal nach Teheran, Riad (Saudi-Arabien) oder in den Islamischen Staat.""..

    Wo bleibt eigentlich Deine "Bodenhaftung", wenn Du die Vorgänge in Polen einerseits mit den Vorgängen in Saudi Arabien vergleichst, um die Folgen für die polnischen LGBTTIQ's zu marginalisieren, und andererseits den Staat Polen dann mit Saudi Arabien, und sogar mit der Terror-Organisation DAESH vergleichst, um überhaupt ein "Denk-Modell" zu konstruieren ?

    Es gibt dort keine zulässigen Vergleiche !
    Alle Vorgänge sind in sich abgeschlossen zu betrachten, UND zu kritisieren !

    Es kann nicht sein daß Leute wie Du sich hier ständig anmaßen die "Kirchen" mit dem "Verweis" auf Vorgänge "im Islam" in Schutz zu nehmen !

    Was die RKK in Polen gegenüber den LGBTTIQ's macht ist EBENSO HANDFEST !

    Und ebenso zu verurteilen !

    Und es braucht ganz sicher keine "Verweise" auf andere Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern, um die Menschenrechtsverletzungen in europäischen Staaten irgendwie "milder" zu beschreiben !

    DU beteiligst Dich damit an diesen Verletzungen nur noch, und das ist mehr als nur einfach schäbig !
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#18 userer
  • 25.05.2016, 10:35h
  • Antwort auf #16 von wiking77
  • Bodenhaftung im Sinne von Realitätssinn ist ein gutes Stichwort. Für Sie.

    Es ist doch absurd von Ihnen, die eine Verfolgung mit der anderen Verfolgung zu relativieren. Beides ist ein Übel, selbst wenn es unterschiedlich vehement daherkommt. Beides muss bekämpft werden.

    Ihr Wertekatalog, nach dem offenbar Menschenrechte in Abstufungen gewährt werden können, gilt jedenfalls nach humanistischen Maßstäben als überaus unzivilisiert. Das passt aber zu Ihrem engstirnigen Auftreten hier insgesamt.
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#19 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 27.05.2016, 14:36h
  • Antwort auf #2 von Sorry
  • "Hoffentlich finden sie bald wieder den Richtigen."

    Das kann nur, ohne konservative regierungen geschehen und nicht nur in Polen!!!!
    Wir müßen schauen, das wir nächstes Jahr eine linke Regierung zusammen wählen, sonst schau ich tief schwarz in unsere und europäische Zukunft!!!
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#20 hugo1970Ehemaliges Profil
#21 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 27.05.2016, 14:42h
  • Antwort auf #9 von der Basis
  • "Der wahre Grund für diese Rebellion von oben sind die explosiven sozialen, ökonomischen und politischen Widersprüche, die sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Ostblocks vor 25 Jahren und vor allem seit der internationalen Finanzkrise von 2008 angestaut haben. Der deutsche Imperialismus hat dabei eine entscheidende, aber bei weitem nicht die alleinige Rolle gespielt."

    Ich könnt mir auch vorstellen, das ehemalige mitarbeiter der geheimdienste sich nach oben mit verbrecherischen mitteln gearbeitet haben. Denn wenn ich sehe, wie unmenschlich die wirtschaft sich entwickelt sind meine vermutungen nicht weit hergeholt!!!
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#22 hugo1970Ehemaliges Profil
#23 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 27.05.2016, 14:47h
  • Antwort auf #9 von der Basis
  • " der als Folge der Agenda 2010 der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder entstand. "

    Wie kann das aber sein, das linke Regierungen (siehe aktuell Frankreich und Griechenland, in der Vergangenheit Deutschland und Spanien) sollche Maßnahmen ergreifen und die konservativen regierungen nicht.
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#24 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 27.05.2016, 14:51h
  • Antwort auf #11 von gatopardo
  • "die endlich aufgewacht sind und ihr Land nicht wieder in einer Diktatur versinken lassen wollen."

    Das is es ja, warum zum Kuckuck, gehen die nicht zur Wahl und verhindern das rechte hardliner an die Macht kommen, das Argument "Mann kann doch nichts ändern" sollten wir uns schnellstens aus unseren köpfen schlagen.
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#25 gatopardo

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