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  • 23. Mai 2016, 20:43h 8 2 Min.

Mit dieser Grafik lobte die Bremer Polizei die Zivilcourage des Sportlehrers

Im Bremer Stadtteil Hemelingen setzte sich ein Sportlehrer am vergangenen Wochenende für zwei lesbische Mädchen ein, die öffentlich ihre Liebe zeigten und deshalb beschimpft wurden.

Der 30-jährige Pädagoge gab laut Polizeibericht am Freitagabend in der Turnhalle in der Glockenstraße Sportunterricht. Danach traf er vor dem Gebäude zwei Mädchen, die sich küssten. Das passte einer Gruppe Jungen nicht. Sie beleidigten das Paar mit Sätzen wie "Ihr Scheiß-Lesben". Der Lehrer ging dazwischen, wollte die Mädchen schützen.

Die Gruppe bedrängte daraufhin den Lehrer und schlug auf ihn ein. Einer traf den 30-Jährigen mehrfach mit der Faust im Gesicht. Danach ließen sie ihn los und flüchteten. Der Sportlehrer wollte das nicht auf sich sitzen lassen und nahm mit dem Rad die Verfolgung auf. Er verlor die Jugendlichen allerdings aus den Augen.

Als der Lehrer am Bahnhof Hemelingen auf Polizisten traf, schilderte er das Erlebte. Die Beamten fahndeten nach den Verdächtigen und konnten zwei 15- und 16-Jährige vorläufig festnehmen. Sie wurden mit zur Wache genommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben. Laut Polizei wurden "Strafverfahren wegen gefährlicher Körper­ver­letzung und Beleidigung mit dem Verdacht des homophoben Hintergrunds" eingeleitet.

Mit der auf den Lehrer bezogenen Anmerkung "Daumen hoch für seinen Mut!" informierte die Bremer Polizei am Montag über den Fall auf ihrer Facebook-Seite, verbunden mit dem Tipp: "Helfen Sie, wenn Hilfe geboten erscheint!"

Der Eintrag, der zugleich zur Vorsicht warnt (Begeben Sie sich möglichst nicht selbst in Gefahr! ) wurde fast 1.000 Mal geliked und rund 150 Mal geteilt. Die Kommentare sind überwiegend positiv: "Ich finde den Umgang der Bremer Polizei mit homophober Gewalt super und dass Ihr "Flagge" zeigt. Nachahmenswert!", schreibt etwa ein User. (pm/mize)

#1 Das ist sieAnonym
  • 23.05.2016, 23:18h
  • Die Realität im ach so "toleranten", sich wieder zunehmend faschisierenden Deutschland 2016.

    Die heterosexistische Dauerindoktrination durch die Konzerne, die unseren Alltag bestimmen, und das von ihren - überall medial gepushten - nützlichen, rechten Idioten geschürte Klima des Hasses und der Gewalt wirken.
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#2 NickAnonym
  • 24.05.2016, 06:35h

  • Kein wunder in einem Land in dem rechtsextreme Hetze verharmlost und Neonazis sogar von Politikern zum Dialog eingeladen werden.

    Hochachtung vor dem Pädagogen! Gerade in Schulen wird vom Lehrpersonal gern weggeschaut.
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