https://queer.de/?26270
Mietstreit
Rostock: Zoff im Regenbogenhaus
- 3. Juni 2016, 15:47h 2 Min.

Queere Vermieter bzw. Mieter sind nicht zwangsläufig besser als heterosexuelle. Diese Erfahrung wird gerade mal wieder in Rostock gemacht, wo sich zwei Parteien unversöhnlich und bald vor Gericht gegenüber stehen.
Nicht alle Tage dürfte es jedoch vorkommen, dass sich ein solcher Zoff in einem stadtbekannten Regenbogenhaus ereignet und es sich beim Vermieter um den Schwulen- und Lesbenverein rat+tat handelt. "Mietstreit im Regenbogenhaus eskaliert", berichtet heute sogar die "Ostsee-Zeitung" über den bizarren Fall in der Leonhardstraße 20.
Wer die Guten und wer die Bösen sind, lässt sich für Außenstehende schwer nachvollziehen. Die Mieter, ein schwules Paar in den Dreißigern, fühlen sich jedenfalls von rat+tat gemobbt. "Der neue Vorstand versucht, uns hier rauszuekeln. Wir werden schikaniert und gestalkt", beschweren sie sich in der Lokalzeitung. Auch dürften sie den von ihnen erst nutzbar gemachten Garten nicht mehr betreten. Über ein kaputtes Bad, Lärm im Treppenhaus und eine zu hohe Nebenkostenabrechnung ist das schwule Paar ebenfalls sauer.
Der Vorstand von rat-tat will sich wegen des laufendes Rechtsstreits nicht zum Fall äußern. Die Nerven scheinen jedenfalls auf beiden Seiten blank zu liegen. So berichtet die "Ostsee-Zeitung" auch von einer Strafanzeige wegen Beleidigung, weil die Mieter dem Verein auf Facebook "Stasimachenschaften" vorgeworfen haben sollen.
Nach einer gütlichen Einigung sieht es derzeit nicht aus. Potentiellen Nachmietern empfehlen wir, sich mit dem Vereinsvorstand vielleicht regelmäßig zum Bier zu treffen, um über Probleme im Regenbogenhaus zu reden, bevor sie sich hochschaukeln. Im Erdgeschoss befindet sich ja praktischerweise die Szenekneipe "planbar". (mize)
Links zum Thema:
» Homepage von rat-tat Rostock














