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Kommentare zu:
AfD "verteidigt" homophoben Zwischenruf


#51 LovesternProfil
  • 04.06.2016, 16:36hGreifswald
  • Antwort auf #48 von Monster_Baby
  • Die liberale Demokratie hat versagt, weil sie es zugelassen hat, dass die Einkommensschere immer weiter auseinanderklafft und die breite untere (Dienstleister-)Schicht in lebenslang prekären Verhältnissen lebt und die Mittelklasse immer weiter zusammenschrumpft. Und das alles damit rechtfertigt, dass man das halt machen müsse wegen äußerer Umstände. Wegen der EU. Um "Arbeitsplätze zu sichern". Usw.

    Wer sich so darstellt, als könne er nichts mehr selber steuern, sondern sei von weltweiten Verflechtungen abhängig und müsse sich globalem Unterbietungswettbewerb bedingungslos stellen, muss sich nicht unbedingt wundern, wenn die Leute dann eine Partei (oder in den USA eine Person) wählen, die nationalistisch angehaucht ist und der "Bedrohung von außen" Paroli bieten will.

    Nicht umsonst hatte doch auch Merkel zeitweise hochprozentuale Umfragewerte. Das war zu einer Zeit, in der sie sich als Lenkerin Europas darstellen konnte, und nicht als hilflose Puppe dastand, die zusehen muss, wie sich globale Entwicklungen Bahn brechen.

    Es geht hier nicht um links oder rechts, es geht einfach nur darum, dass der Wähler das Gefühl braucht, dass die, die er wählt, auch Einfluß nehmen wollen und können. Sonst kann man sich ja das Wählen klemmen.

    Dass nun ausgerechnet die rassistische, homophobe 50iger-Jahre-Partei AfD die einzige Partei ist, die sich so darstellen kann, wirft ein trauriges Licht auf die anderen Parteien. Es ist ja egal, ob man CDU, SPD, Grüne, FDP oder PDS wählt. Am Ende kriegt man von außen bestimmte "Realpolitik" mit Feigenblättern.

    Und dann kann man schon verstehen, wieso Menschen, die weder homophob noch rassistisch sind, die AfD wählen. Weil das augenscheinlich die einzige echte Alternative zu den anderen Alternativlos-Parteien ist. Ich würde sie nicht wählen, aber manche sind halt sauer auf "die da oben".
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#52 hugo1970Ehemaliges Profil
  • 04.06.2016, 16:57h
  • Antwort auf #51 von Lovestern
  • Man kan auch sagen der Wähler braucht eine vermeintliche klare Richtung und wie Du sagst, das bietet zurZeit keine einzige demokratische Partei, abgesehen von der csu.
    Aber warum braucht der wähler eine Richtung? Das wird sich mir nie erschließen. Ein unabhängig denkender Mensch muß doch die Konsequenzen zummindest erahnen, wenn er hardliner wählt, das das eigentlich schlecht für die gesamte demokratie ist.
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#53 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 04.06.2016, 17:03h
  • Antwort auf #51 von Lovestern
  • Zitat: "Und dann kann man schon verstehen, wieso Menschen, die weder homophob noch rassistisch sind, die AfD wählen. Weil das augenscheinlich die einzige echte Alternative zu den anderen Alternativlos-Parteien ist"

    Man (wer ist man? Sie, ihr Nachbar, das Volk?) kann es vielleicht verstehen, ich aber nicht. Ich habe lange als Krankenpfleger gearbeitet - jetzt Frührente, also einer der, wie Sie es nennen, "unteren Dienstleistungsschicht" in prekären Verhältnissen. Ich käme nie auf die Idee die AfD zu wählen, weil sich deren Wahlprogramm bislang auf "Ausländer raus, Homoehe nein" beschränkt. Solchen Schwachmaten will ich kein Land anvertrauen, schon gar nicht das, in dem ich lebe. Für mich sind AfD-Wähler Homophobe und Rassisten! Netter Versuch hier die AfD als einzige Alternative anzubieten - Sie wissen aber schon, was das hier für ein Medium ist, oder nur gegoogelt.
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#54 Monster_BabyEhemaliges Profil
#55 AFD-watcherAnonym
  • 04.06.2016, 21:34h
  • Antwort auf #27 von Monster_Baby

  • Panem et Circenses

    gerade wegen des zunehmenden Rechtspopulismus kann ich wohl dieses Jahr noch weniger mit dieser nationalen Massenhypnose anfangen.

    Das Einzige "wir" haben ein internationales Team. Und dem Herrn Gauland seien etliche Tore von Boateng gewünscht. Vielleicht dämmert's dann auch mal dem der sich von der so genannten Alternative so sehr angesprochen fühlt was für wohlüberlegte^^ Ideen die immer wieder haben. Könnte ja auch der Siegtreffer zum Titel sein.?

    Aber wie gesagt, fand den EM/ WM- Rummel immer zu extrem national aufgeladen und in Zeiten wie diesen...
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#56 lesMam
#57 wissenschaftAnonym
#58 Oder soAnonym
  • 05.06.2016, 00:43h
  • Antwort auf #51 von Lovestern
  • Auf die historisch klar nachvollziehbare, gesellschaftliche Basis der heteronormativen, zweigeschlechtlichen Ordnung in ihrer heutigen Gestalt - die ihr zugrundeliegenden materiellen (Klassen-) Interessen - hat u. a. #46 hingewiesen.

    Wie oft muss man erwähnen, dass in Zeiten der kapitalistischen Dauerkrise und der Krisenabwälzung auf die Lohnabhängigen, d. h. der Zerstörung hart erkämpfter sozialer Rechte, logischerweise die bürgerliche Familie umso mehr als vermeintlicher Hort der "Sicherheit" und "Geborgenheit" besungen und "in die Pflicht genommen" wird? Die AfD ist ein Projekt bestimmter herrschender Wirtschaftsgruppen, die - wie in den 1930er Jahren - genau für diese historische Krise eine neofaschistische, autoritäre Herrschaftsoption brauchen. Und auch wenn es zunächst "nur" eine Option ist, ist die bereits damit einhergehende, weitere kontinuierliche Rechtsverschiebung der bürgerlichen Politik genau so gewollt.

    "Die Soziologin Christine Wimbauer stellt die These auf, dass Menschen auf diese Weise Abstiegsängste verarbeiten. Der Feminismus quasi als perfekter Sündenbock für alle Verunsicherungen: Globalisierung, prekäre Beschäftigung, Sozialstaatswende hin zur "Eigenverantwortung". Ähnliche Gründe vermutet die Wissenschaftlerin Imke Schminke: In einer Welt, die sich immer schneller verändert, hätten Menschen Angst vor dem Verlust sozialer Ordnung, so ihre Idee. Die klassische Familie sei dabei eine Art Sehnsuchtsort, ein Anker der Stabilität, der vor gesellschaftlichem Wandel geschützt werden soll."

    www.neues-deutschland.de/artikel/1014130.die-vielen-gegner-d
    es-feminismus.html
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#59 Miguel53deProfil
#60 Miguel53deProfil
  • 05.06.2016, 03:49hOttawa
  • Antwort auf #55 von AFD-watcher
  • Ueber den Fussball wird schon seit Jahren nationales "Gefuehl" verkauft. Ein verlorenes Laenderspiel zwischen Honduras und El Salvador, hatte schon 1969 zu einem 100-Tag-Krieg gefuehrt.

    Das Wueten von so genannten Fussballfans ist ja nicht zu uebersehen. Erinnern wir uns an die Brutalitaet deutscher Hooligans bei der WM in Frankreich, als ein Polizist beinahe sein Leben verlor.

    Und in den letzten Jahren hat sich das verstaerkt. Der Fussball ist der allbeherrschende Sport in den Medien. Alle anderen Sportarten sind zum Nischen-Sport geworden.

    Doch es stimmt, was Du schreibst. "Wir" haben ein internationales Team. Und das ist gut so. Da gehoert der "Muselmann" eben genau so zum Team, wie der Pole, der Ghanese, der Deutsche. Sogar mal der Schwule.

    Die Reaktion dieser armseligen AfD darauf, ist dabei so durchsichtig, dass eigentlich Jedem klar sein muesste, wofuer sie steht. Aber Blinde koennen nun mal keine Vielfarbigkeit erkennen. Ebenso wenig, wie braune Guelle.

    Nur noch eine kleine Anmerkung. Boateng verhindert eigentlich eher gegnerische Tore, als dass er selber welche schiesst. Doch das ist doch auch gut.
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