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Kim Friele im Gespräch mit Kronprinzessin Mette-Marit (Bild: Kongehuset)
- 4. Juni 2016, 08:30h 2 Min.
Bei der Vorstellung der Biografie von Kim Friele zeigte sich die norwegische Kronprinzessin sichtlich gerührt.
Berührende Szenen in einer Bibliothek im norwegischen Bergen: Bei der Vorstellung der Biografie "Kampene" (Kämpfen) der 81 Jahre alten lesbischen Aktivistin Kim Friele wurde Kronprinzessin Mette-Marit von ihren Gefühlen überwältigt und musste mehrfach zum Taschentuch greifen.
"Ich bin zutiefst bewegt, das ist ein großartiger Tag für mich", sagte Mette-Marit in ihrer Ansprache, die sie wegen Tränen kurz unterbrechen musste. "Es ist eine große Ehre für mich, denn Sie sind eines meiner großen Vorbilder."
Das norwegische Königshaus hat ein Video der kompletten Veranstaltung mit Lesung und Talk, an der auch Frieles Biograf Ola Henmo teilnahm, auf seiner Facebookseite gepostet. Bilder der weinenden Prinzessin wurden in zahlreichen norwegischen Medien veröffentlicht.
Norwegens bekannteste Homo-Aktivistin
Kim Friele, die sich bereits seit 1965 in der Öffentlichkeit für gleiche Rechte engagiert, ist Norwegens bekannteste Homo-Aktivistin. Sie war maßgeblich an der Abschaffung des Homosexuellenstrafrechts 1974 beteiligt, veröffentlichte zahlreiche Bücher zu LGBT-Rechten und gehörte 1993 zu den ersten Lesben und Schwulen im Land, die eine eingetragene Partnerschaft eingingen. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurde Friele im Jahr 2000 mit einem der höchsten Orden des Landes ausgezeichnet. Fünf Jahre später wurde sie zur viertwichtigsten Norwegerin des Jahrhunderts gewählt.
Mette-Marit, Ehefrau des norwegischen Kronprinzen Haakon und Mutter dreier Kinder, gilt als ausgesprochen LGBT-freundlich. Vor drei Jahren flog die heute 42-Jährige für ein befreundetes schwules Paar spontan nach Indien, um die von einer indischen Leihmutter ausgetragenen Zwillinge der wegen Visaproblemen verhinderten Männer abzuholen (queer.de berichtete). (cw)













