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Kommentare zu:
Je suis Charlie, but I'm not gay


#1 Pascal GoskerAnonym
  • 13.06.2016, 12:31h
  • Volle Zustimmung für diesen Kommentar von Micha Schulze.

    Nach dem Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo haben sich die Politiker überschlagen, eine Verteidigung der Pressefreiheit und Kunstfreiheit zu fordern.

    Und jetzt?
    Verlautbarungen, auch die Vielfalt sexueller Orientierungen zu verteidigen gibt es fast nur von Grünen und Linkspartei.

    Ansonsten nur eine Pflicht-Beileidsbekundung von Merkel in schwammigen Worten und ohne auf den Homohass als Ursache der Tat einzugehen. Und der Rest der Union und die SPD schweigen...

    Alle die bei Je suis Charlie noch die Gelegenheit nutzten, sich als Kämpfer für Freiheit und Demokratie hinzustellen, sind jetzt komplett abgetaucht.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 13.06.2016, 13:08h
  • Volle Zustimmung zu dem sensiblen Kommentar!

    An den Reaktionen der deutschen Regierung zeigt sich:

    Wer an der Entrechtung von Menschen mitarbeitet (siehe 'sichere' Maghreb-Staaten, siehe Eherecht), der kann auch ihre Vernichtung nicht angemessen betrauern.
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#3 ursus
  • 13.06.2016, 13:35h
  • danke für den kommentar, der einen wichtigen aspekt in die diskussion einbringt.

    >"Von deutschen Spitzenpolitikern vermisse ich solche einfühlsamen Reaktionen, die unseren besonderen Schmerz, unsere realen Ängste ernst nehmen."

    ich auch. der kontrast beispielsweise zu den äußerungen obamas oder dilek kolats ist überdeutlich. und er schmerzt.

    aber mal ehrlich: wenn sich da jetzt all diejenigen einen abheucheln würden, die unsere ängste noch nie ernst genommen haben und deren sonstiges verhalten ja gerade teil dieser ängste ist, dann hülfe mir das auch nicht. ist doch wenigstens ehrlich.
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#4 nataliaAnonym
#5 UrsaMajorEhemaliges Profil
#6 AlexAnonym
  • 13.06.2016, 14:21h

  • Es hat mich gestern schon sehr berührt, die Angehörigen zu sehen. Z.B. diese verzweifelte Mutter, die stundenlang draußen stand und die unter Tränen sagte, sie wisse nicht, ob ihr lieber Sohn noch lebe.

    Oder der heterosexuelle Mann, dessen bester Freund schwul ist und in dem Club starb. Erst während er ein Interview gab, realisierte er das richtig und brach plötzlich unter Tränen zusammen.

    Oder die SMS an eine Mutter: "I'm dying. I love you."

    Etc. Etc. Etc.

    Aber heute wo Fotos der Opfer aus glücklichen Tagen gezeigt werden um an sie zu erinnern, steigen meine Trauer meine Wut nochmal ins Unermessliche.
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#7 chrisProfil
  • 13.06.2016, 14:27h Dortmund

  • Ich weiß langsam nicht mehr, wie oder an wem ich meinen Frust noch ablassen soll. Auf der einen Seite wird von mir jeden Tag gefordert, dass ich Heteros so behandle wie ich auch behandelt werden möchte, auf der anderen Seite zeigen sie aber andauernd wie scheißegal wir ihnen sind, wenn wir mal Unterstützung brauchen. Ich habe ohnehin schon eine latent-stressige Abbeigung gegen die Heterogesellschaft. Hier sehen wir mal wieder deutlich, das Gay ein Label ist, das mal eben jeden von uns derartig abwertet, dass wir nicht mehr sind als eine politisierte, unbedeutende Randerscheinung, deren Existenzberechtigung und Lebensleistung bloß möglichst zu marginalisieren ist. Ich wünschte nur wir würden mal alle so zusammenstehen wie die Queers as mal konnten. Leider können wir ja nur noch CSD, Pride und Mardi Gras, welche von den Heteros schon längst nicht mehr als Demo verstanden wird.
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#8 goddamn liberalAnonym
#9 AlbrechtAnonym
  • 13.06.2016, 14:58h
  • Statt Moscheen, Kirchen und Synagogen zu bauen, sollten wir lieber Bildungszentren zur Aufklärung gegen Religiotie bauen.
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#10 Marius FAnonym
  • 13.06.2016, 15:05h
  • Hass kann man nur mit mehr Bildung und Aufklärung bekämpfen.

    Jetzt wird es auch in Deutschland Zeit, endlich die Bildungspläne umzusetzen und jegliche Verzögerung oder Abschwächung unterbleiben zu lassen.

    Jede Partei und jeder Politiker, die da auch nur noch einen Tag verzögern, macht sich mitschuldig an solchen Anschlägen.
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#11 goddamn liberalAnonym
#12 AntiFantiProfil
  • 13.06.2016, 15:15hBerlin
  • der beitrag spricht mir aus der seele, ich bin so verärgert dass kann ich gar nicht zum ausdruck bringen, in einigen medien wird überhaupt nicht erwähnt dass es sich um einen gay club handelt. mir fehlt auch ganz klar die abgrenzung der muslimischen verbände - obwohl mich das nicht wundert!
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#13 UrsaMajorEhemaliges Profil
#14 NicolasAnonym
  • 13.06.2016, 15:29h
  • Nach Charlie Hebdo, dem Rock-Club in Paris, dem Terassencafé, dem Fußballstadion, dem Marathon in Boston und der UBahn wo auch immer, dem jüdischen Supermarkt, sind wir doch im Terror alle vereint. Es kann jeden treffen. Aber stimmt schon, Schwule sind in der Rangordnung immer noch ganz unten.
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#15 FemifantiAnonym
  • 13.06.2016, 15:53h

  • Also das Claudia Roth da so betroffen ist ist schon treffend. Das Frau Merkel nicht genau das Richtige gesagt was viele Gut finden ist wiedermal intensiv zu diskutieren .
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#16 userer
  • 13.06.2016, 16:05h
  • Danke Micha!

    Wie Merkel allerdings das offene und tolerante Leben "fortsetzen" möchte, ist mir schleierhaft, da sie und ihre Christen noch nicht einmal damit angefangen haben.
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#17 FinnAnonym
  • 13.06.2016, 16:28h
  • Auf Youtube gibt es Drecksäcke, die z.B. bei dem Video der weinenden Mutter glauben, das sei eine Schauspielerin.

    Manche Menschen sind so hasserfüllt, dass sie jede Pietät und jeden Anstand vermissen lassen.

    Wieso löscht Google nicht die Kommentare von solchem menschlichen Abschaum?
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#18 FelixAnonym
  • 13.06.2016, 16:32h
  • Zu den Solidaritätszeichen rund um die Welt:

    Ich kann zwar nicht so tolle Lichtinstallationen zaubern. Aber ich habe eine Regenbogenflagge. Normalerweise hänge ich die nicht aus dem Fenster, sondern benutze sie nur beim IDAHIT und bei CSDs. Aber seit gestern hängt die bei mir aus dem Fenster und wird das auch für mindestens 1 Woche.
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#19 FinnAnonym
  • 13.06.2016, 16:40h
  • Antwort auf #18 von Felix
  • Überall setzen Städte solche Zeichen an Brücken, Denkmälern, öffentlichen Gebäuden, etc.: Flaggen, Lichtinstallationen, ...

    Z.B. am Eiffelturm, in Israel, in Australien, etc. etc. etc.

    Und in Deutschland?

    Eine einzelne Flagge vor der DGB-Zentrale, wofür ich dem DGB zwar danke, aber das bleibt dennoch mickrig.

    Wieso nicht eine riesige Flagge oder eine Lichtinstallation am Brandenburger Tor, am Reichstag, o.ä.?
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#20 MarcAnonym
  • 13.06.2016, 16:53h

  • In Deutschland würde die CDU sofort einschreiten und auf Verstoß gegen die Flaggenverordnung verweisen, um jede Solidaritätsbeflaggung zu verhindern.

    Danke, Micha, für deinen treffenden Kommentar. Man spürt heute nicht nur Wut und Trauer, sondern auch, wie furchtbar gleichgültig ein Attentat auf Schwule und Lesben unseren Mitmenschen und unseren Politikern ist. Die einen schreiben gehässige Tweets, die anderen schweigen uns tot.
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#21 MarcAnonym
#22 myysteryAnonym
  • 13.06.2016, 17:12h
  • "Später wurde im Fernsehen diskutiert, ob die Tat aus Homophobie begangen worden sei oder einen islamistischen Hintergrund habe als ob sich beides ausschließen würde."

    Absolut! Ob da islamistische Homophobe oder allgemeine Homophobie - die meist auch auf frühes Vorleben von Homophobie, wiederum meist basierend auf monotheistischer Religion - dahinter steckte, ist völlig irrelevant und im Kern dasselbe.
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#23 RobinAnonym
#24 paoloAnonym
  • 13.06.2016, 18:51h
  • Hallo Micha ,nein ich glaube nicht das es damit zu tun hat das wie uns schon zu sehr an den terror gewöhnt habe,sondern mehr an der spezifisch deutschen art und weise und kultur. So sehr Deutschland in den letzten Jahren und jahrzehnten eigentlich viel toleranter AUSSAH als so mancher seiner westlichen Nachbarstaaten oder natürlich als die meissten osteuropäischen staaten so sehr ist es doch im eigentlichem sinne viel konserativer und viel nationalistischer nur halt in einer sehr milderen und unschuldigeren form, die eventuell in der praxis ,noch viel perfider ist als die offene gewalt gegen alles was nicht typisch "normal ist".Anzumerken wäre das so gut wie fast alle dieser nationalistischen osteuropäischen staaten in ihren nachrichten gleich am Anfang von einem Anschlag auf einen gay club(gay ist die primäre bezeichnung in osteuropa ,ein neutraler begriff und nicht schwul oder sonst wie negativ tragende begriffe wie in deutschland) berichteten und das in einem ziemlich neutralen ton und das fortgeschrittenere westliche staaten von im sinne eines anschlages auf unschuldige bürger unseres landes berichteten und nicht wie in deutschland schwulen /lesben milieu ,auch wenn nicht direkt so ausgesprochen.
    Lassen wir mal jetzt osteuropa ausser betracht ,wenn auch so mancher osteuropäischer staat im sinne von gesetzgebung sogar viel bessere und qualitativere gesetze als deutschland selbst besitzt.Legen wir unser augenmerk auf das wort BÜRGER.
    In welchem land wir auch immer leben und eingebürgert sind ,wir sind dann ein bürger diese landes egal ob du schwarz gelb oder pink bist und als solcher hast du rechte und pflichten,nur in deutschland scheint es rein mental, bürger und witzbürger zu geben über die man ein verschmiltztes lächeln geben kann nach dem motto das sind doch keine bürger sondern witzfiguren, die wir endlos tief tolerieren aber nicht als uns ebenbürtig anerkennen ,den in diesem lande steht der begriff deutsch über dem begriff bürger und was deutsch ist ist nicht homo!!HOMO IST MEHR SCHWUL und eigentlich eine rein sexuelle praktik die ziehmlich unanständig ist aber jeder nach seiner facon und dies genau wird dazu führen das deutschland auch weiterhin dem internationalen standart hinterherhinken wird .Was dieses land braucht im gegensatz zu seinen nachbarstaaten schon allein wegen der kulturellen mentalität , ist eine viel aggressivere lgbt bewegung ,den nur diese wird als solche auch hier anerkannt und akzeptiert werden !!
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#25 SchweizerAnonym
  • 13.06.2016, 19:28h

  • Kann ich genauso wiedergeben deine Worte. Hier bei uns in der Schweiz geben zumindest die Medien uns Aufmerksamkeit, die wir von unseren Mitbürgern nicht wirklich bekommen. Ist halt für die meisten nicht ein Angriff auf den Westen und sie selbst sondern nur auf die fremde LGBTQ-Community. Wäre es ein normaler Club gewesen würden alle sicher wieder Internet-Karma sammeln durch Statements.
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#26 MichaS
  • 13.06.2016, 20:14h
  • Ein sehr guter Kommentar, der einige Haltungen unserer ach so solidarischen Politiker herausstellt.

    Für eure gute, inhaltsreiche Arbeit unterstütze ich euch gerne. Mit dem Abo unterstützen, Leute!

    Viele Grüße,
    Michael Str.
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#27 Carsten ACAnonym
  • 13.06.2016, 21:51h
  • Antwort auf #20 von Marc
  • Ja, irgendwo anders macht man einfach um ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

    Aber im bürokratischen Deutschland reden sich dann irgendwelche homophoben Politiker mit einer Flaggenordnung raus. Wahrscheinlich gibt es auch ein Bundes-Beleuchtungs-Gesetz, was genau festlegt, was zu welchen Zeiten wie beleuchtet werden darf.
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#28 antosProfil
#29 Keep kissingAnonym
  • 14.06.2016, 00:33h
  • Auf den Prides, in Videos und Textbotschaften sowie bei den Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen liest und hört man immer wieder:

    "Don't stop kissing"

    "Keep kissing"

    U.ä.

    Das ist tatsächlich die wichtigste Botschaft!

    Wir dürfen uns unsere Freiheit nicht nehmen lassen! Das sind wir nicht nur den Opfern, sondern auch uns selbst schuldig.

    Wir müssen zeigen, wie viele wir sind und dass niemand uns zur Selbstverleugnung bringen kann.

    Liebe ist stärker als Hass...
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#30 BlondblueAnonym
  • 14.06.2016, 06:38h
  • Danke...ich habe diesen Artikel mit folgender Einleitung heute auf meiner Facebook Timeline gepostet:
    Queer, eine Zeitung der "Homo Lobby" stellt heut bemerkenswert fest, dass nach dem Angriff auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" auf vielen Facebook-Timelines überall "Je suis Charlie" zu lesen war "I'm gay" ist sehr selten gestreut und jemand schrieb sogar wieder von einseitiger Betroffenheit, es wären einen Tag zuvor bei einem Anschlag in Syrien viel mehr Menschen umgekommen und dabei viele Kinder. Mich machen solche Schwingungen nachdenklich und sie ließen mich daran erinnern, dass nach den Anschlägen in Paris oder Brüssel irgendwie mehr Anteinahme öffentlich sichtbar war...ich sagte es gestern schon zu einr Freundin, als ich eine Kerze entzündete, hier zeigt sich, dass wir eine Minderheit sind...ich weiß ich habe viele Hetero-Freund_innen (oh Gott diese Schubladen), die der LGBTIQ Gemeinde bei_ und nahestehen, ein Post von Matthias, hat mich zu Tränen gerührt, da empfand ich Anteinahme , Solidarität und Mitgefühl.
    Abschließend gesagt, ich gehe seit langem für alle Menschenrechte auf die Straße, aber ich habe auch gerade die geschildert Wahrnehmung und poste deshalb diesen Artikel aus der Queer... und Ihr Lieben, keiner von Euch soll sich persönlich gemeint fühlen, es ist eine Wahrnehmung, eine die ich bereits hatte, als mich die Nachricht von dem Anschlag, wie ein Tritt in die Magengrube ereilte...ich umarme Euch alle
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#31 Homonklin44Profil
  • 14.06.2016, 08:45hTauroa Point
  • Tja, von unserer ehrenhaften Polit-Garde kommt das mal wieder so herüber, als wollten sie vorneherum darbieten, dass LGBTIQ kein herausragendes Merkmal, noch erwähnenswert ist ... und denken sich vielleicht sogar, das müsste uns entgegen kommen, weil unter Ach-so-Toleranz endlich mal eingegliedert ... und die Wirklichkeit ist die versteckte Ignoranz, Wegblende-Taktik und wahrscheinlich schämen die sich unseres Andersseins auch noch, oder so.

    Religiotisch angehaucht und blockiert stagniert, zum Beistand dem konservativ traditionierten Weltbild, frage ich mich.
    Und schäme mich für unsere Oberindianer, für deren ethische Nichtbewegung man sich im Ausland entschuldigen muss.

    Von denen mit dem großen C habe ich ja nix erwartet, deren Mindset kennt man nicht anders als festgelegt auf Linie dumpfstumpf...
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#32 johannes90Anonym
#33 johannes90Anonym
#34 MirabelleProfil
  • 15.06.2016, 12:06h Limburg an der Lahn

  • Ganz ehrlich, lieber 5 Politiker, die ihre Solidarität bekunden und es auch wirklich so meinen als 50, die es eigentlich gar nicht juckt.

    Wir wissen, wie Merkel zu der Community steht und Merkel weiß, dass wir es wissen. Wozu also so tun als ob? Das hätte dann sicher auch keinem gepasst.
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#35 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 15.06.2016, 14:05h
  • Brandneu:
    der zaunfink-Blogartikel zum Thema Orlando

    derzaunfink.wordpress.com/2016/06/15/leichtigkeit/

    in dem u.a. auch dieser Queer.de Artikel hier verlinkt wird. Ein Ausschnitt:

    "Und damit tun wir ironischerweise genau das, was die Terrorist*innen wirklich wollen, nämlich, unser Leben, unser Sprechen, unser Denken für einen recht ausgedehnten Zeitraum vollständig auf den Terrorismus und seine vermeintlichen Ziele zu konzentrieren. Wir übernehmen dabei eine Logik und Rhetorik der Angst und des Kampfes, und auch das ist genau so gewollt. Kaninchen, die auf Schlangen starren, sind aber auch dann nicht frei, wenn sie dabei sehr trotzig gucken. Sie sind höchstens, ja eben: trotzig, und Angst haben sie immer noch."

    Prädikat: wie immer - sehr lesens- und bedenkenswert!
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#36 giliatt 2Anonym
  • 21.06.2016, 01:19h
  • Je ne suis pas Charlie.
    Nee, mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    Auf jeden Fall verdamme ich diese terroristischen Anschläge, die Menschenleben kosteten, aus tiefster Seele.

    Wie kam es dazu?
    Ein Däne malte einst ein Kinderbuch und stellte den PROPHETEN MUHAMMAD bildlich dar. Gut gemeint und ökumenisch religionsverbindend war das, doch missachtete er damit das BILDERVERBOT. Dieses bestand zwar für alle Religionen, "Du sollst Dir kein Bild machen." Galt für Juden, Katholiken, Muslime und Protestanten. Schon vor der Reformation durch Luther - eigentlich mit der Völkervermischung 1500 Jahren zuvor - rummelte es in punkto grafischer Darstellungen. Der christliche Sektor schmückte seine kirchlichen Kultstätten mit Bildnissen von GOTT, MARIA und JESUS. Muslime nutzten schmückende pflanzliche oder tierische Ornamente, um ihre religiöse Kultstätte, die Moschee, zu schmücken, beherzigten das Bilderverbot.

    Ein dänischer Kinderbuchautor malte anno tacken den Propheten Muhammad. Das war gut und vielleicht auch verständigend ökumenisch gemeint, aber nicht so gut. Denn die bildliche Darstellung des Propheten ist ein NO-GO.

    Dänische Journalisten setzten später wissentlich eins drauf: MUHAMMAD MUSS GEZEIGT WERDEN!!!
    Das führte zu dem KNALL: Botschaftsgebäude brannten und Flaggen wurden zerfetzt von aufgewiegelten Personen.
    In heutiger Zeit beherzigen dieses BILDERVERBOT aber nur noch die Muslime.

    Dieses muss man respektieren. Und nicht provozieren.

    Die satirisch gemeinten "Witze" der Zeitschrift Charlie Hebdo schienen mir schwer verständlich und kaum besser, als die Texte des radieschenkommunistisch orientierten ostdeutschen "Eulenspiegels" und der "Titanic", dem Sinnbild des Unterganges der Satire.
    Je ne suis pa Charlie, mais:

    Schlimm, dass Menschen ihr Leben lassen mussten für so einen Unsinn.
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