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- 04. April 2005 2 Min.
"Drei, Zwei, Eins… Deins?" Verkaufen ist nicht immer so einfach. Vor allem, wenn man Gegenstände des schwulen Alltags loswerden möchte. Was geht bei der Auktionsbörse, was nicht?
Von Christian Scheuß
DVDs sind überhaupt kein Problem. Die Zahl der Interessenten ist groß, die Erlöse stimmen. VHS ist zwar nicht mehr ganz so gefragt, aber manches Spielfilm-Schätzchen lässt sich noch an Liebhaber und Sammler loswerden.
Die Chance, schwule Bücher loszuwerden, sind recht gut, vor allem etwas höherwertigere Ware wie Bildbände. Allerdings ist der erlöste Preis häufig recht niedrig. Das gilt generell für Bücher bei ebay, die nicht gerade Liebhaberstücke sind. Wer einfach nur schnell sein Regal leer räumen möchte, ist hier gut bedient. Wer etwas mehr Zeit hat und mehr Geld rausholen möchte, der verkauft seine Romane besser im Marketplace von amazon, wo man selbst den Preis bestimmen kann.
Schlecht laufen Sammlungen schwuler Magazine, vor allem, wenn es die kostenlosen Blätter sind. Wer braucht schon veraltete Stadtmagazine, wenn er nicht gerade völlig ahnungslos ist und nicht weiß, wo er die aktuelle Ausgabe ergattern kann? Mitunter kann man aber auch Stress mit den ebay-Wächtern bekommen, die ein frei im Handel erhältliches "Männer aktuell" als vermeintlich jugendgefährdend einstufen und dann Deine Auktion stoppen. Auseinandersetzungen mit den Aufpassern nutzen in der Regel nichts, da man nur mit Standardantworten abgespeist wird. Der Einzelfall wird dort nicht geprüft. Wer hingegen komplette Jahrgänge alter Zeitschriften aus den Sechzigern/Siebzigern wie zum Beispiel "Him" oder "Don" anbietet, der wird seine begeisterten Abnehmer finden, die einen fairen Preis dafür zahlen.
Pornografie geht gar nicht. Ebay verbietet das in seinen Bestimmungen. Wer dagegen verstößt, kann ausgeschlossen werden. Trotzdem erstaunlich, was ab und an den Aufpassern an eindeutigen Angeboten entgeht.
Kleidung funktioniert zum Teil. Fetischklamotten zum Beispiel. Leder- und Lackhosen, Bikersachen, etc. haben eine große Fangemeinde, vor allem, weil man hier mit gebrauchten Sachen viel Geld sparen kann. Merkwürdig ist die große Anzahl der von "jungem Gay getragenen Socken", die Gay-T-Shirts oder Gay-Boxer-Shorts. Die Produkte haben eigentlich gar nichts mit Gay zu tun, außer, dass hier an erotische Vorstellungen des Käufers appelliert werden soll. Probiere es ruhig mal aus, willst du solche Sachen los werden. Allerdings nutze das Wort "schwul" oder "Gay" nicht inflationär innerhalb der Beschreibung, denn auch das kann dazu führen, das man Dir die Auktion cancelt. Selbst bei ebay weiß man: So schwul kann keine Socke sein.















harmlose Sachen die mit Gay titliert sind werden herausgenommen. Und so manches Unterwäsche Prachtstück samt Schw....findet man bis Ende der Auktion. ES kommt drauf an wie es von denen gefunden wird, oder was gemeldet wird. Manchmal von Verkäufern die selber ähnliche Dinge verkaufen. Ein Schelm der Arges dabei denkt!!!!!!