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Einzelkommentar zu:
Özdemir: Homophobie unter Muslimen gehört auf die Agenda


#8 Johannes45Anonym
  • 16.06.2016, 13:31h
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • @GeorgG
    "Also: Die Grünen wollen immer mehr Wähler bei den Zuwanderern, aber gleichzeitig wollen sie auch die Schwulen und Lesben an sich binden. Denn auch deren Stimmen brauchen sie. Da widerspricht sich etwas..."

    --> Das hast Du richtig erkannt und daher bröckeln seit einigen Jahren die Zustimmungswerte in der LGBT-Community für die Grünen/Bündnis90 gewaltig.

    Hinzukommt dass das Thema "Öffnung der Standesämter" inklusive gleiche steuerliche Behandlung oder aber auch die Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungssgesetz mit Schutz der sexuellen Orientierung im Arbeits- und Zivilrecht bereits gesetzlich erreicht wurden und in den deutschen Gesetzen verankert sind.

    Auch gibt es mittlerweile in ALLEN Parteien offen geoutete homosexuelle Politiker - egal ob SPD, Linkspartei, CDU, CSU, FDP oder AfD...überall finden sich offen geoutete homosexuelle Aktivisten und Politiker in allen Parteien.

    Und selbst die Umbennenung der Lebenspartnerschaft in EHE finden zwar viele homosexuelle Wähler gut, aber diese Forderung haben SPD, Linkspartei und FDP ebenso in ihrem Parteiprogramm und erschwerend kommt hinzu, dass es sich fast "nur" noch um eine Umbennung handelt, da an Rechten und Pflichten das Lebenspartnerschaftsinstitut fast faktisch gleich ausgestaltet ist.

    WAS also macht die Grünen dann noch besonders attraktiv für einen homosexuellen Wähler im Jahre 2016 ? Die Zeiten haben sich dort im Vergleich zu den 1990er verändert und die Grünen um Volker Beck und Co. haben massive Konkurrenz in den anderen Parteien bekommen, die homosexuelle Wählerschaft hat sich massiv in den letzten 15 Jahren politisch diversifiziert und die Grünen haben Ihr Alleinstellungsmerkmal aus den 1990er im LGBT-Sektor längst verloren.

    WENN dann aber noch wie seit einigen Jahren immer stärker zu beobachten, der Konflikt zwischen LGBT-Rechten zur Homophobie unter Moslems, den Cem Özdemir in der NOZ anspricht, zu Tage tritt und hier den Grünen aber auch den Linken mittlerweile angelastet wird, dass Sie die Homophobie unter Moslems tabuisieren und dadurch die Gewalt- und Beleidigunserfahrungen homosexueller Wähler missachten, dann verwundert es nicht, dass die Zustimmungsraten in der LGBT-Community zu den Grünen massiv sinken.

    Symptomatisch ist dies daran zu erkennen, dass selbst homosexuelle Aktivisten und Politiker bei der AfD mitmachen, das wäre Ende der 1990er nicht denkbar gewesen, aber heute dominiert halt der Konflikt zwischen Islamisten und LGBT-Community immer stärker die politische Debatte und dabei verlieren die Grünen, weil sie zu einseitig zugunsten der muslimischen Einwanderungsgruppe Stellung beziehen und nicht auf deren Homophobie zu sprechen kömmen. Nochmals kann ich da auch nur schreiben: BIS HEUTE gibt es KEINE einzige Moschee in Deutschland, in der ein homosexuelles Paar einen Segnungsgottesdienst oder eine kirchliche Trauung erhält. In den christlichen Kirchen der Reformation oder in den Synagogen des Reformjudentums sieht dies glücklicherweise anders aus. UND bis heute kenne ich KEINEN EINZIGEN ISLAMVERBAND in Deutschland, der ein schriftliches Dokument oder Beschluss getätigt hat, der homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert.

    Gleichwohl setzen sich gerade GRÜNE Politiker Claudia Roth oder Volker Beck unentwegt für den Moscheenbau in den Großsdtädten ein und merken überhaupt nicht, WER dort die TRÄGER dieser Moscheen sind und was dort gerade in bezug auf LGBT gepredigt wird. DIESER Widerspruch der Grünen treibt LGBT-Wähler von den Grünen weg.
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