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Inzwischen hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen

  • 16. Juni 2016, 20:22h 11 2 Min.

In Jekaterinburg griffen alkoholisierte Hooligans den Club "Mono" an.

Wie russische Medien erst am Donnerstag berichteten, ist es in Jekaterinburg bereits in der Nacht zum Sonntag zu einem schweren homophoben Vorfall gekommen. Nach dem Spiel England gegen Russland, das um ca. zwei Uhr morgens Ortszeit mit einem späten Ausgleich Russlands unentschieden zu Ende ging, griffen Fußballfans Besucher des Homo-Clubs "Mono" an.

Mehrere Besucher, die zum Rauchen vor der Tür standen, wurden aus der Gruppe von neun Personen heraus beschimpft und attackiert, bevor sie sich in den Club retten konnten und die Eingangstür verriegelt wurde. Ein 23-Jähriger wurde später mit einem gebrochenen Bein und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Den Medienberichten zufolge wurden mit einer Druckluftwaffe zudem Schüsse auf den Club abgegeben – wenige Stunden, bevor in Orlando im US-Bundesstaat Florida im LGBT-Club "Pulse" 49 Menschen bei einem Anschlag erschossen wurden. Das "Mono" bestätigte Medien gegenüber den Vorfall und beklagte, Polizisten hätten die Täter nicht verfolgt.

In sozialen Netzwerken beklagten sich allerdings auch Besucher, dass der Sicherheitsdienst des Clubs ihnen ebenfalls keinen Schutz geboten habe. Der Besitzer kündigte die Schaffung eines Raucherbereichs im Innern und Waffenkontrollen am Eingang an.

Auch in Russland hatte das Attentat in Orlando eine ohnehin eingeschüchterte Szene verunsichert. Am Montag hatte die Polizei in Moskau zwei schwule Jungs kurzzeitig festgenommen, die an der US-Botschaft eine Kerze und das Schild "Love wins" ablegen wollten (queer.de berichtete). Andere Bürger konnten Blumen und gar Regenbogenflaggen ablegen, in der Nacht entfernten allerdings Nationalisten die Zeichen des Gedenkens und filmten für soziale Netzwerke, wie sie darauf rumtrampeln und eine Flagge anzünden (queer.de berichtete).



LGBT-Aktivisten konnten in den letzten Tagen dennoch in einigen Städten kleine Zeichen der Solidarität setzen. (nb)

#1 David HerbstAnonym
  • 16.06.2016, 23:02h
  • Noch bevor ich den Artikel zu Ende lese (hab erst die ersten paar Sätze gelesen): Es ist kein Fall von Homophobie. Es ist ein Fall von Hass. Es ist wirklich ganz ganz wichtig das (_besonders_ auf Seiten wie dieser) genauso zu schreiben.
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#2 Norisette
  • 16.06.2016, 23:43hNürnberg
  • Was ist Homophobie? Homophobie ist HASS auf Lesben, Schwule, Transidentische...

    Interessant ist, dass ich diese Meldung nirgendwo anders lese. Nein, ich zweifle da nicht an queer.de, ganz im Gegenteil: Auf deren Meldungen kann ich mich verlassen. Ich zweifle an den anderen Medien, die das nicht bringen.

    Aber so wird unsere Situation nicht in der Öffentlichkeit bekannt.
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#3 RobinAnonym
  • 17.06.2016, 01:15h
  • Was ist nur mit dieser Welt los?

    Wir müssen wenigstens in Deutschland für einen Politikwechsel sorgen.
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